WSW14: Freikirchen und Corona, Olaf Latzel, Esoterik-Feedback

In dieser Folge von Secta – “Was sonst noch wa(h)r” geht es um die Frage, inwieweit Freikirchen Corona-Hotspots sind, wieder einmal um Olaf Latzel und um ein bisschen Feedback zur Esoterik-Folge. Außerdem gibt’s einen kurzen Homöopathie-Rant meinerseits.

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Credits

Intro & Outtro: Kevin MacLeod, “Dirt Rhodes”, CC-BY
Trenner von Sergey Cheremisinov

Quellen und Links

Freikirchen und Corona-Verstöße

Fall Olaf Latzel

5 Äußerungen zu WSW14: Freikirchen und Corona, Olaf Latzel, Esoterik-Feedback

  1. Vielen Dank für deinen differenzierten Beitrag zu den Freikirchen.
    Ich bin selbst Freikirchler und bin doch sehr irritiert über die generelle Berichterstattung in den Medien. “Die Freikirchler” gibt es eben wirklich nicht und es könnte gut sein, dass in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen gerade mal die Hälfte aller freikirchlichen Gemeinden sind.
    Von meinem freikirchlichen Bund weiß ich, dass sich größte Mühe gegeben wird und – so weit ich weiß – es auch keinen größeren Ausbruch gab.
    Wenn dann der WDR seinen Artikel überschreibt mit “Wohl kein Zufall: Corona-Verstöße in Freikirchen-Gottesdiensten” empfinde ich das als Stigmatisierung.

  2. Hallo Fabian. Wieder mal eine super interessante Folge. Ich möchte zu den Freikirchen und ihrem Verhältnis zu Corona ergänzen. Ich verallgemeinere mit Absicht. Ich habe Freunde, die in einer Freikirche sind. Sie glauben wortgetreu an die Bibel und natürlich auch an die Hölle. Dort kommen alle hin, die nicht so glauben wie sie selbst. Ich somit auch 😉

    Alles was passiert, ist gottgewollt. Aus der Logik heraus ist das Coronavirus eine göttliche Strafe und befällt natürlich eher die Sünder. Wer fest und gut genug glaubt, hat somit Glück gehabt. Aus der Logik heraus lassen sich natürlich auch Gottesdienste und Zusammenkünfte ohne Schutzmaßnahmen erklären.

    Deshalb denke ich leider eher so, dass Religion allgemein leider keine gute Sache ist. Wenn man ernst und wörtlich genug glaubt, kommt man eigentlich immer in Schwierigkeiten mit Gleichheitsgrundsätzen und demokratischen Grundwerten.
    Anderseits sind mir Freikirchen fast sympathisch, da sie kein Cherrypicking betreiben.
    Bei den Großkirchen ist man immer darauf angewiesen wie ernst das einzelne Mitglied seinen Glauben und die schriftlichen Quellen nimmt auf welche sich die Religion stützt.
    Übrigens glauben die meisten Christen weltweit eher bibeltreu. Nur bei uns in Westeuropa ist das Christentum mehr oder weniger gut aufgeklärt.

    Übrigens war es cool, sich bei den Wildmics zu sehen. 😉

    Beste Grüße

  3. Hallo Fabian!
    Vielen Dank für diesen Beitrag! Ergänzend möchte ich anmerken: Ich bin in der rk Kirche tätig und habe etwas Einblick in die Szene. Von daher kenne ich das Phänomen, dass auch in – einzelnen! – katholischen Gemeinden einzelne(!) Priester die Sache mit der Pandemie nach eigenem Gusto interpretieren. Es handelt sich eher um kantige Persönlichkeiten, für die es wichtig ist, sich gegenüber Kirchenleitung (Ordinariat, Vatikan) als eigenständiger Kopf zu positionieren. Das sind Leute, die gern mal polarisieren und Anweisungen “von oben” grundsätzlich kritisch anschauen, aber auch solche, die politisch mit der AfD sympathisieren und theologisch von der stockkonservativen Ecke kommen. Das sind Einzelfälle, die zumindest dienstrechliche Probleme bekommen haben. In die Presse haben es diese Fälle aber meines Wissens nicht geschafft, wohl weil noch nichts passiert ist. Also, insofern hast Du mit Deiner Einschätzung recht, dass ein Fokus zu unrecht auf die Freikirchen im allgemeinen in der öffentlichen Wahrnehmung gelegt wird.
    Zum Anderen hast Du natürlich recht, was Deine Position gegenüber Homöopathie und anderen esoterischen Verfahren anbelangt. Und ich finde es auch wichtig, gerade in Deinem Podcast hier eine sachliche und klare Darstellung immer wieder einzubringen, gerade weil in religiösen Kreisen die “Offenheit” (bzw. Ahnungslosigkeit) gegenüber Pseudomedizin sehr groß ist. Man muss sich nur mal in der Programmen der kirchlichen Bildungsträger umschauen. Ich hab selbst früher Homöopathie ausprobiert und hatte auch Scheinerfolge damit. Ich habe einige Zeit gebraucht, um hinter das Phänomen zu steigen. Mittlerweile ist die Aufklärung darüber ja auch einem breiteren Publikum bekannt. Die Website http://www.netzwerk-homöopathie.info klärt seit einiger Zeit sachlich, objektiv und offensichtlich auch erfolgreich auf. Das kann man nur auf allen Kanälen unterstützen.
    Herzliche Grüße aus Süddeutschland!

  4. Deine fundierten und sachlich ausgewogenen Darstellungen schätze ich sehr. Das habe ich bis jetzt in jedem Beitrag so empfunden, den ich mir angehört habe. Ich war längere Zeit in der evangelikalen Szene und kenne sie gut. Ich hatte Gründe, da rauszugehen. Trotzdem finde ich es richtig (und empfinde es in Deinen Darstellungen als sehr gut), dass bei aller Abgrenzung kein Evangelikalen-Bashing geschieht. Jede Kritik, die ich bisher hier gehört habe, war ausgewogen und angemessen und schloss auch Deine Abgrenzung von pauschalem Schlechtmachen ein.

    Vielen Dank für die profunde und engagierte Arbeit in Deinem Podcast!

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