#32 Die Lorenzianer – Gemeinschaft in Christo Jesu e.V.

Im sächsischen Erzgebirge gibt es eine Religionsgemeinschaft, die sehr abgeschottet lebt. Mit rund 4000 Anhängern wirken die “Lorenzianer” auf Außenstehende sehr fremd. Diese Gruppe macht vor allem eines: Sie wartet auf ihre Entrückung. Was es damit auf sich hat, was die Gemeinschaft genau glaubt – das erfahrt ihr in dieser Folge.


Viel Spaß! Feedback wie immer gern als Kommentar oder an guru@secta.fm.

Das nächste Online-Hörer:innentreffen findet am 16. Juli 2021 um 20:30 Uhr statt. Den Link zur Videokonferenz findet ihr einige Stunden vor der Treffen unter secta.fm/termine.

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Quellen & weiterführende Links (Auswahl)

Genutzte Primärquellen der Gemeinschaft

“Licht ins Dunkel”, hg. im Selbstverlag vom Vorstand der Gemeinschaft in Christo Jesu e.V., Lengefeld 1927.

“Wegbereiter der Vollendung”. Das Botenbuch der Gemeinschaft in Christo Jesu, Lengefeld 1954.

Sekundärliteratur

Handbuch Weltanschauungen, Religiöse Gemeinschaften, Freikirchen: Gemeinschaft in Christo Jesu (“Lorenzianer”). Gütersloh 2015. S. 356-362.

Lämmel, Daniela: Gemeinschaft in Christo Jesu e.V. – Die Lorenzianer. Darstellung und Versuch einer Beurteilung. Diplomarbeit an der Hochschule für Kirchenmusik, 2000.

Helmut Obst: Apostel und Propheten der Neuzeit. Göttingen 2000, S. 455–486.

Schubert, Maria: Lorenzianer. Entstehungs- und Wirkungsgeschichte einer apokalyptischen Sekte (1857 – 2010), 2.Auflage, Norderstedt 2021.

Internetquellen

Zum Thema: Joseph Canaris

Weitere

19 comments on “#32 Die Lorenzianer – Gemeinschaft in Christo Jesu e.V.
  1. Steffi sagt:

    Lieber Fabian,
    Wie immer hab ich sehr gern zugehört und auch wie immer (nicht nur bei dir) war ich bemüht, das nervige Gendern der Sprache zu ignorieren bzw. Mich einfach damit abzufinden.
    Aber mir brennt diese Frage nun doch in den Fingerspitzen:
    Warum um alles in der Welt genderst du DAS Mitglied?
    Ansonsten: Danke und grosses Lob für deine hervorragende Arbeit!
    LG Steffi

    1. Fabian sagt:

      Liebe Steffi,
      danke für die Rückmeldung – und: Ohje, ohje. Da bemüht man sich so drum, irgendwie an alles zu denken und alles richtig zu machen, und dann passiert so ein blödes Ding. 😀 Da hat mein Hirn irgendwie ausgesetzt (nicht, dass das sonst nie passiert….:-D))

      Liebe Grüße
      Fabian

      1. Steffi sagt:

        Du lieferst regelmässig ein hohes, seriöses Niveau, da darf das mal passieren.
        Bist ja nicht der Papst, nur der Guru 😉

        1. Fabian sagt:

          Hehe, das stimmt. Und ich muss sagen: Ich bin deutlich lieber “nur der Guru”, als dass ich Papst wäre… Danke dir!

  2. Sato sagt:

    Hallo… ich höre seit der ersten Folge hier sehr interessiert mit. Habe dich vielmals weiterempfohlen!

    Ich möchte mich für das anhaltend hohe Niveau der Folgen bedanken.
    Da es vermutlich nur wenige explizit sagen: Danke für die inklusive Sprache, um die du dich bemühst!

    1. Fabian sagt:

      Danke für das tolle Feedback – das motiviert mich sehr, genau so weiterzumachen!

  3. Holger sagt:

    uiuiui.

    das Thema “gendern” oder gendern als solches ist ein sehr spaltendes Thema.

    Grundsätzlich darf jeder den Dialekt nutzen wie es beliebt.
    Ob nun friesisch sächsisch bayrisch hochdeutsch (seit Luther oder Erfindung des Buchdrucks der Dialekt der Schriftsprache) oder gar genderisch ist egal.

    Aber es sollte jeder der Dialekt nutz bedenken, dass dies für den Zuhörer meist lustig klingt wenn es nicht der gewohnte Muttersprachdialekt ist.
    das Problem kommt dann wenn es so lustig klingt, dass man sich nicht mehr auf den Inhalt konzentrieren kann.

    Kommunikation soll ja dazu dienen Information vom Sprecher auf den Hörer (auch vom Schreiber zum Leser, aber bei Schriftsprache ist das Problem mit dialekt bisher Nebensache gewesen) zu vermitteln.

    Ob sich nun der Sprecher dem Hörer anpassen muss, oder der Hörer dem Sprecher ist zweitrangig. Sinnvoll ist es eine einheitliche Sprache zu nutzen.

    Ich selbst nutze im Alltag immer meinen Muttersprachdialekt. Also weder Hochdeutsch noch genderisch.
    Einfach weil jeder Zuhörer das angenehm empfindet.

    Aber ich bin nicht so arrogant anderen vorschreiben zu wollen nun einen anderen Dialekt zu verwenden.

    1. Fabian sagt:

      Gut… Und was willst du damit jetzt genau sagen? 🙂

      1. Holger sagt:

        dass Gendern als solches nicht grundsätzlich positiv zu betrachten ist.

        Wenn sich etwa ein Friese mit einem Bayern unterhält ist es kritisch wenn der Friese friesisch nutzt und der Bayer bayrisch. Hier ist der gemeinsame Nenner der hochdeutsche Dialekt, der sich durch die Schriftsprache seit Erfindung von Buchdruck hierzulande weitgehend durchgesetzt hat.
        Kkein Problem wenn sich der Bayer mit einem anderen auf bayrisch unterhält.
        exakt gilt dies für den genderisch-Dialekt.

        ja: Sprache ändert sich – vor allem durch Jugendsprache. die wird genutzt um sich “von den Alten” abzugrenzen. aber weitgehend untereinander. Es wird nicht erwartet, dass “die Alten” dann auch die Jugendsprache nutzen.

        noch krasser ist es wenn von anderen Menschen nun erwartet wird auch den Sprachdialekt zu ändern und dies aggressiv durch die übermittelte gefühlte moralische Überlegenheit zur Schau gestellt wird.
        Und exakt das ist der Unterschied zwischen Jugendsprache die dann in der künftigen Generation teilweise als allgemeinder Sprachbestandteil in die Dialekte übernommen wird und dem Gender-Dialekt.
        Diese Betonung auf die gefühlte moralische Überlegenheit erzeugt im Gegenteil ja die derzeit aufkommende Ablehnung.

        1. Fabian sagt:

          Danke für die Präzisierung.

          Ich stimme dir in einem Punkt zu: Eine gefühlte moralische Überlegenheit ist unangebracht, und ich hoffe sehr, dass ich die nicht vermittle. Denn die fühle ich gar nicht. Ich erwarte auch von niemandem, dass er:sie jetzt alles gendert. Ich tue es, weil ich es für richtig halte und ich niemanden in/mit meiner Sprache ausschließen möchte. Punkt.

          Ich halte den Vergleich mit den Dialekten jedoch für nicht zielführend, weil er den Kern der Sache komplett verfehlt. Bei gegenderter Sprache geht es nicht um einen weiteren “Dialekt”, sondern um Inklusivität. Sprache prägt – auch eine Gesellschaft. Wir verwenden auch (hoffentlich zum allergrößten Teil) keine klar rassistischen Wörter mehr. Mir ist es wichtig, dass, wenn ich rede, sich nicht nur Männer angesprochen fühlen. Und auch nicht nur Frauen. Es gibt zahlreiche Menschen da draußen, die sich als nicht-binär definieren. Und mir ist es wichtig, auch diese explizit anzusprechen. Für mich ist der Weg, den ich übe, die inklusive Sprache. Und auch wenn ich holperer und stolpere und bescheuerte Dinge wie “Mitglieder:innen” von mir gebe – so ist das eben, wenn man neues lernt.

          Liebe Grüße
          Fabian

  4. Joseph Canaris sagt:

    Sehr geehrter Herr Maysenhölder,

    ich habe heute Ihren Podcast über mich gehört und möchte einiges richtig stellen.

    Das Kind das aus dem alten Bahnhof in Pockau gefallen ist gehörte zur Lorenzianer Familie, welche diesen Bahnhof gekauft. Die Gross-Familie bewohnt den Bahnhof alleine. Diese Informationen habe ich vom Ortschronisten wie von Personen vor Ort, welche gegenüber wohnen und die ich persönlich kenne.

    Generell stellen Sie mich, meine Webseite und meine beiden Bücher in Ihrem Bericht als unseriös dar, obwohl Sie diese Bücher gar nicht kennen.

    Ich würde keine Quellen zu meinen beiden Büchern angeben, was überhaupt nicht stimmt.

    Die Bücher haben nur durch Aussteiger aus der Gemeinschaft ein Volumen von 800 Seiten erreicht und werden derzeit neu aufgelegt.

    Es sind zahlreiche Dokumente und Schreiben aus der Gemeinschaft selbst in den Büchern wie auf der Webseite abgebildet.

    Ihre Aussagen, was mich betrifft sind daher falsch und entbehren jeglicher Grundlage.

    Joseph Canaris

    1. Fabian sagt:

      Lieber Herr Canaris,
      danke für ihren Kommentar. Erlauben Sie mir, dass ich darauf ausführlich reagiere.

      Zunächst: Mein Selbstverständnis und mein Anspruch ist, dass ich in meinen Beiträgen Aussagen tätige, die jede:r nachprüfen kann. Wo dies nicht der Fall ist (manchmal auch nicht sein kann, z.B. bei Erfahrungsberichten), kennzeichne ich diese Aussagen als solche und stelle klar, woher ich diese Informationen habe. Damit jede:r selbst entscheiden kann, wie er:sie diese Aussagen und Infos einordnet und ob sie ihm:ihr plausibel erscheinen.

      Den Abschnitt zu Ihnen habe ich bewusst in dem Rahmen abgehandelt, dass ich über meine Quellen und deren Einschätzung spreche.

      Sie schreiben:

      Das Kind das aus dem alten Bahnhof in Pockau gefallen ist gehörte zur Lorenzianer Familie, welche diesen Bahnhof gekauft. Die Gross-Familie bewohnt den Bahnhof alleine. Diese Informationen habe ich vom Ortschronisten wie von Personen vor Ort, welche gegenüber wohnen und die ich persönlich kenne.

      Bitte hören Sie die entsprechenden Stellen im Podcast nochmal an, in denen ich darüber spreche. Es geht mir nicht darum, dass Sie mir hier nachträglich Informationen dazu liefern, die diese Aussagen belegen. Es geht mir darum, dass diese Aussage auf Ihrer Webseite so dasteht, dass sie für niemanden nachprüfbar ist. Das ist m.E. keine saubere journalistische Arbeit. Es fehlen alle klassischen Nachrichtenfaktoren, die zur Einordnung einer Nachricht gehören. Ich sage (relativ am Ende meiner Ausführungen zu Ihnen) sogar: “Es kann sein, dass das mit dem Kind stimmt, es kann sein, dass es nicht stimmt – ich kann es nicht nachprüfen.” Ich beziehe mit keiner Silbe zum Wahrheitsgehalt ihrer Aussage Stellung, behaupte nicht, dass es nicht stimmt – lediglich, dass ich es nicht weiterverbreite, weil ich die Information nicht einordnen kann. Ich kritisiere Sie mit klaren Worten, ja: Weil ich das für keine gute journalistische Art halte.

      Bitte hören Sie auch nochmal nach, wenn ich über Ihre Bücher rede. Ich hätte sie gerne gelesen, aber sie waren nicht verfügbar, auch antiquarisch nicht. Ich lege das sehr deutlich an mehreren Stellen offen – jede:r weiß also, dass ich die Bücher nicht gelesen habe (!). Ich täusche nichts vor. Deshalb sage ich auch nicht, wie sie schreiben:

      Ich würde keine Quellen zu meinen beiden Büchern angeben, was überhaupt nicht stimmt.

      Ich sage: Sie geben an vielen Stellen auf der Webseite keine Quellen an und sprechen polemisch über die Gemeinschaft. Ich betone anschließend nochmals (!), dass ich die Bücher nicht gelesen habe, aber von mehreren Personen, die sie gelesen haben, gehört habe, dass es sich dort ähnlich verhält. Ich mache sehr deutlich klar, dass das eine Einschätzung ist, die ich “aus zweiter Hand” habe. Und, ja: Ich halte diese Einschätzung für nachvollziehbar, weil ich Ihre Art und Weise, mit Informationen umzugehen, auf der Webseite sehe. So – genau so und nicht anders – sage ich es auch in der Podcastfolge. Ich sage auch nicht, dass sie keine Quellen angeben, sondern an vielen Stellen nicht. Das ist ein großer Unterschied.

      Womit wir zum letzten Punkt kommen: Die Informationen auf Ihrer Webseite.

      Gerne liefere ich Ihnen hier Gründe dafür, warum ich Ihre Webseite nach allen Regeln des seriösen Journalismus nicht als glaubwürdige Quelle annehmen kann. Ich bitte nochmals, klar zu unterscheiden: Es geht hierbei nicht darum, dass ich die einzelnen Aussagen inhaltlich bewerte (auch da gibt es Ausnahmen, gleich Punkt 1, wie Sie sehen werden), sondern um die Art, wie Sie die Informationen präsentieren.

      Fangen wir auf der Hauptseite an. Sie liefern dort vier Fakten um ein Bild herum, das ein Ufo zeigt, das gerade ein Kind mit seinem Dreirad “entrückt”.

      1. “Ein Raumschiff holt sie vor ihrem Tempel ab”: Schon alleine das zeigt mir, wie ungenau Sie offenbar stellenweise mit Dingen arbeiten. Bitte zeigen Sie mir Belege für diese Aussage: Texte der Lorenzianer, in denen von einem Raumschiff/Ufo die Rede ist und nicht von einer Wolke (dem biblischen Bild von Entrückung, das wir in mehreren Endzeit-Gruppen finden). Ich habe es im Podcast bereits gesagt, ich halte es für höchst unseriös, von einem Raumschiff zu sprechen (auch “neuzeitlich”, wie Sie schreiben), weil es völlig falsche Assoziationen weckt! Und weil es einfach nicht stimmt. Wenn Sie solche falschen Dinge im Spiegel/Fokus kolportieren – bitte nennen Sie mir einen Grund, warum ich davon ausgehen kann, dass Sie mit anderen Informationen besser umgehen. Noch dazu dieses Bild mit dem Ufo und dem Kind, das diese ganzen unzutreffenden Assoziationen unterstreicht.

      2. “In der abgeschirmten und bewachten Sekte wurde die Pegida gegründet”: Eine Aussage, die eine klare Tendenz hat, die Gruppe pauschal in ein bestimmtes Licht zu rücken, für die ich aber keinerlei Belege finde. Mag sein, dass das stimmt, mag sein, dass das nicht stimmt (gleiche Sache wie mit dem Unfall des Kindes). Ich nutze das nicht, weil ich keine Belege dafür habe.

      3. “Lorenzianer benebeln die sächsische Bevölkerung”: Klar pauschalisierende polemische Aussage, für die Sie auch keine Belege liefern.

      4. “Nur die von Gott auserwählten Lorenzianer überleben den Weltuntergang”: Das würde ich Ihnen an dieser Stelle noch als “Verkürzung” mit einem “kann man als Teaser machen” durchgehen lassen, ist in der Theologie der Lorenzianer selbst aber auch nicht ganz korrekt (siehe/höre Podcast). Geschenkt, da stimme ich Ihnen zu: Hat im Endeffekt keine Auswirkungen auf die Selbstsicht der Lorenzianer.

      Wenn ich dann ihren Text “Über Joseph Canaris” lese, dann stellen sich mir ehrlich gesagt an manchen Stellen die Haare zu Berge. Nicht, weil Sie dort unbelegte Dinge verbreiten – darum geht an dieser Stelle nicht. Es ist in Ordnung, eine klare Haltung zu haben (die habe ich auch, ich bin der Gruppe auch enorm kritisch gegenüber, wie Sie wissen, wenn Sie den Podcast zuende gehört haben). Aber die Formulierungen, die ich dort finde, sind tendenziös, verurteilend und meiner Ansicht nach in keiner Weise dazu geeignet, dass man sich als Leser:in ein Bild von der Gemeinschaft machen kann. Man bekommt Ihr Bild unweigerlich aufgedrängt. Um nur ein Beispiel zu wählen:

      “Mafia ist das italienische Wort für Familie und sie bilden hier tatsächlich eine Art rechts-nationale Mafia in Sachsen […]”

      Ihr angeblicher Bezugspunkt “italienisches Wort für Familie” -> “Lorenzianer-Familie” ist hanebüchen. Ich bin kein Italienisch-Experte, aber schon schnelles Googeln (Nachtrag 12:48 Uhr: Und inzwischen Nachfragen bei Italienisch- und Mafia-Experten) ergibt, dass “Mafia” eine komplett andere Bedeutung hat und keineswegs “das italienische Wort für Familie” ist. Das ist keine Kleinigkeit! Denn auch das führt mir wieder sehr deutlich vor Augen, wie Sie (stellenweise) arbeiten und wie sie mit Fakten umgehen. Woher weiß ich, wie korrekt Sie andere Dinge wiedergeben, die ich nicht nachprüfen kann? Der Begriff “Mafia” dient also offenbar dazu, die Lorenzianer in ein klares Licht der Organisierten (mordenden, drogenhandelnden, …) Kriminalität zu rücken. Mag sein, dass Sie das so sehen. Das in einem Nebensatz unbelegt auf einer Homepage fallen zu lassen, noch dazu in Verbindung mit falschen Fakten, halte ich für unseriös.

      An dieser Stelle will ich es mal bewenden lassen, auch wenn ich noch weitermachen könnte.

      Was ich auch (deutlich) im Podcast sage: Es geht mir nicht darum, Sie persönlich zu verunglimpfen. Sie können tun und lassen, was Sie wollen, wir leben in einem freien Land. Jeder kann sich Journalist nennen.

      Es geht und ging mir darum, zu verdeutlichen, warum ich ihre Webseite nicht als seriöse Quelle wahrnehme. Das habe ich hier nochmal ausführlich getan. Vielleicht können Sie den ein oder anderen Punkt nachvollziehen. Mir reicht es als Quelle nicht, “wenn jemand im Internet” etwas schreibt. (Oder auch in einem Buch, zumal selbstverlegt – bei renommierten Verlagen habe ich noch das Vertrauen in eine gewisse Kontrolle durch den Verlag, auch wenn ich dort ebenfalls Quellen und Belege brauche. Aber wie gesagt: Das kann/will ich an dieser Stelle ich bei Ihnen nicht beurteilen.)

      Noch ein letzter Punkt, der mir ganz wichtig ist: Meine Aussagen über Sie stehen im Kontext dessen, dass ich meine Einschätzung liefere. Ich komme aufgrund der genannten Punkte nicht umhin, anderen zu raten, sehr vorsichtig mit den Informationen umzugehen, die Sie verbreiten (in Interviews, auf Ihrer Webseite – und ja, aufgrund des hier Ausgeführten auch in Ihren Büchern!). Ich sage damit nicht, dass alles falsch ist, sondern: Dass man es nachprüfen sollte.

      Und dann sage ich diesen Satz, den ich auch hier ans Ende stellen möchte. Wörtliches Zitat aus der Folge, Minute 6:28:

      “Ich begründe kurz, warum ich skeptisch bin, und dann könnt ihr auch selber entscheiden, wie ihr das einordnet und ob ihr die Infos von lorenzianer.com noch nachlesen wollt, das ist dann euch überlassen.”

      Das ist es, worum es mir geht: Transparenz, die meine Hörer:innen dazu ermutigt, selbst einzuschätzen. Das mache ich mehrfach deutlich, und das ist eine Grundposition, die sich durch meine Podcast-Folgen zieht. Jede:r ist frei, meine kritische Einschätzung Ihrer Arbeit abzulehnen und Sie durchweg als seriöse Quelle zu betrachten.

      Ich kann das aus den genannten Gründen nicht tun.

      Herzliche Grüße
      Fabian Maysenhölder

  5. Andy sagt:

    Danke Fabian für Ihre Erklärungen bzgl. diesem “Canaris” alias Karl B. E.! Sehe ich auch genau so! Bitte ignorieren Sie diese Person. Er ist ein Märchenonkel und Wichtigtuer. Karl B. E. kann eines gut – persönliche Hetze, denunzieren und Überwachung! Eine arme Wurst. Er ist wohl zum Streiten in den Osten gekommen. LG Andy

    1. Weiser Fürst sagt:

      Ich bin Aussteiger und habe K.B.E. bzw. Joseph Canaris über Details von den Lorenzianern berichtet. Beim Schreiben des Buches gab ich monatelang meine Unterstützung und habe mich mit J. Canaris ausgetauscht. Fast alle Kapitel der Bücher und die Webseite habe ich vor dem Druck bzw. Einstellung ins Internet gelesen und frei gegeben. Selbstverständlich will ich zum Schutz meiner Familie anonym bleiben. Ich kann nur sagen, dass beide Bücher das Innenleben und Wirken der Lorenzianer genau beschreiben. Mehrere Kapitel habe ich sogar selbst entworfen und angeschrieben. Dennoch sind beide Bücher absolut seriös geworden und sogar mit Dokumenten aus dem Zentralheiligtum Eliasburg in Pockau, welche teilweise in den Büchern abgebildet sind, unterlegt. Natürlich sind den Lorenzianern die Bücher ein Dorn im Auge. Die Wahrheit über die Lorenzianer ist bitter. So will man den Autor und die Aussteiger hinter dem Autor einfach nur schlecht reden.

      1. Fabian sagt:

        Danke für deinen Kommentar.

        Ich betone nochmals: Ich sage nicht (und habe nie gesagt), dass alles falsch sei, was Joseph Canaris schreibt. Ich sage: Er tut es journalistisch unsauber, soweit ich Einblick in seine Arbeit habe. Warum, habe ich nun oben bereits ausführlich dargelegt. Seine Bücher kann ich nicht beurteilen, aber seine Webseite ist aus oben genannten Gründen alles andere als “seriös”.

        1. Josy sagt:

          Lieber Fabian, lieber weißer Fürst, lieber Andy,
          ich habe die Kommentare mehrere Male durch gelesen und bekam den Eindruck
          @ weißer Fürst:
          Fabian empfindet vermutlich die Darstellung mit Quellen, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind, als ungünstig und weist daraufhin, dass die Glaubwürdigkeit darunter leiden könnte. Aus meiner Sicht wäre dies als eine Empfehlung zu verstehen, bei künftigen Veröffentlichungen da etwas nach zu bessern.
          @ Fabian:
          Die Betroffenen fühlen sich möglicherweise durch die etwas harsche Meinung eventuell unverstanden. Durch die in dieser Folge überdurchschnittlich lange und sehr emotionale Sichtweise zu Beginn (~ 10 min) könnten die Fakten nicht mehr ausreichend erkennbar sein. Vielleicht ist dies eine Bitte an der vorherigen, angenehm sachlichen Vortragsweise konsequenter fest zu halten.
          @ Andy:
          Im Kommentar schreibst Du: “Er ist ein Märchenonkel und Wichtigtuer. Karl B.E. kann eines gut – persönliche Hetze, denunzieren und Überwachung!” Es wirkt, als würdest Du persönliche Erfahrungen beschreiben? Ich gehe davon aus, dass war kein “Trollen”?
          LG Josy

  6. Josy sagt:

    Lieber Andy,
    danke für die wohltuenden Worte. Bitte bleibe in der Nettiquette. Niemand hat es nötig, außerhalb zu schreiben. Kennst Du diesen K.B.E.? Bist Du selbst Mitglied der Glaubensgemeinschaft?
    LG Josy

  7. Kat sagt:

    Ich möchte mich nur noch einmal dafür bedanken, dass du das Gendern konsequent durchziehst und dich nicht drausbringen lässt – bin selbst nonbinär und binge seit ein paar Wochen den Podcast, und… es tut einfach irgendwie gut, zu wissen, dass man einbezogen ist.

    1. Fabian sagt:

      Danke – das höre ich sehr gerne!

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