#6 Church of Satan – alles nur Show?

Friedhofsschändungen, Schwarze Messen, Tieropfer, Morde – Satanisten haben keinen guten Ruf in der medialen Öffentlichkeit. Doch so einfach ist die Sache nicht: Secta fragt danach, was Satanisten tatsächlich glauben und blickt hierzu auf ein Beispiel des modernen Satanismus: Die “Church of Satan” von Anton Szandor LaVey. Verehren die wirklich den Teufel oder ist das am Ende alles nur eine große, spaßige Show?

Credits:

Postproduktion: Tobias Sauer, ruach.jetzt

Die Titelmusik zu dieser Folge stammt von Kevin MacLeod, die Trenner-Sounds von Sergey Cheremisinov.

Weitere Musik

In der Reihenfolge des Erscheines in der Folge:

Weiterführende Links, Videos und Bilder

 

Anton Szandor LaVey, Gründer der Church of Satan
Der aktuelle Hohepriester der Church of Satan, Peter H. Gilmore (Bild: David Shankbone, CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons)

6 Äußerungen zu #6 Church of Satan – alles nur Show?

  1. Interessant, dass viele Sektenartige durch Enttäuschung über die Verlogenheit der Mitmenschen entstehen.
    Schade, dass diese Folge mit den Vorurteilen beworben wird und nicht beim Kern der Satanisten ansetzt: Da gibt es Regeln und die sind von vielen Menschen leicht einsehbar. Beispielsweise wird kaum jemand widersprechen, wenn die Satanisten Regeln kennen, wie sie mit Nervtötern umgehen. Das ist doch ein wirklich aktuelles, vielbesprochenes Thema. Wie gerne würde man dem blöden Sack von Gegenüber eins überbraten, traut sich aber nicht, sondern zerreißt sich lieber mit anderen das Maul über ihn? Ich könnte die Regeln Satz für Satz durchgehen und mit Alltagssituationen konfrontieren, die unser christliches Abendland als verlogenes outen.

    —-
    Allen eine erholsame Sommerpause – und ein herzliches Dankeschön an Fabian <3

    1. Vielen Dank für den Kommentar! Ich stimme dir weitgehend zu. Dass ich manchen der satanischen Regeln/Grundsätze etwas abgewinnen kann, habe ich ja auch gesagt.

      Was das Bewerben der Folge angeht: Da bin ich vielleicht zu sehr Online – Journalist 🙂 Zu meiner Verteidigung aber: Es wird nicht mit den Vorurteilen geworben, sondern es wird schon im Teaser ganz deutlich, dass es mir darum geht, diese Vorurteile zu hinterfragen. Daran kann ich ehrlich gesagt gesagt nichts Schlechtes finden.

      Liebe Grüße
      Fabian

  2. Vielen Dank für denBeitrag. Trotz aller Gegendarstellungen ist die “Satanic Panic” nicht totzukriegen. Daher freut es mich besonders, wenn as Beiträge wie diesen gibt. Auch in anderen Folgen fand ich die jeweilige Gemeinschaft sehr anschaulich und lebendig dargestellt, mit allen Widersprüchen die dazu gehören.

  3. Hallo Fabian,

    wieder eine sehr gut gelungene und interessante Folge. Bleibt noch die Frage offen ob die FDP (vereinfacht – jeder ist frei und eigenverantwortlich) auch Mitglied in dieser Vereinigung ist? 😉 . Freu mich schon auf die nächste Folge und

    liebe Grüße
    Francesco

  4. Hallo Fabian,

    vielen Dank für die wie immer informative und kurzweilige Folge! Ich finde, du hast die Weltanschauung der Church of Satan super rübergebracht und differenziert dargestellt. Hat mir sehr gut gefallen.
    Auch, dass du auf die Satanic Panic eingegangen bist, dieses Thema aber nicht breitgetreten hast, möchte ich positiv hervorheben. Dieses Thema beschäftigt mich schon länger, insbesondere im Zusammenhang mit Traumafolgestörungen. Mich macht es immer ein bisschen ratlos, wenn ich einerseits in Beiträgen wie dem deinen höre, dass ritueller Kindesmissbrauch durch Satanisten (wahrscheinlich) ins Reich der Mythen gehören, und andererseits Missbrauchsopfer genau davon berichten, wie z.B. kürzlich in diesem Feature vom DLF: https://www.deutschlandfunkkultur.de/wenn-toechterseelen-zerbrechen-teufelsmuetter.3720.de.html?dram:article_id=451281

    Deinen Ausführungen folgend kann ich völlig nachvollziehen, dass ernsthafte Anhänger der Church of Satan rituellen Missbrauch aufs Schärfste verurteilen würden. Andererseits ist wahrscheinlich nicht auszuschließen, dass Personen den von dir geschilderten Satanismus völlig missverstehen und durchaus als Triebfeder für sadistische Triebe nutzen – was dann mit den Grundsätzen der Church of Satan nichts mehr zu tun hat. Daher frage ich mich, vor allem aus Respekt vor den Opfern: bezieht sich die Aufklärung über die Satanic Panic lediglich darauf, dass Anhänger der Church of Satan keinen rituellen Kindesmissbrauch begehen/begangen haben? Oder gilt dies auch für jeden, der sich selbst den Titel „Satanist“ gibt? Mit anderen Worten: gibt es deines Wissens nach Belege für rituellen Kindesmissbrauch von selbsternannten Satanisten, die nicht der Church of Satan angehören?

    Da ich selbst an einem Podcastprojekt zur Dissoziativen Identitätsstörung beteiligt bin, und mir wissenschaftliche Aufklärung ebenso wie respektvoller und vertraulicher Umgang mit Opfern am Herzen liegt, macht mich die Diskrepanz zwischen den Berichten von Opfern und Aufklärung über die Satanic Panic wirklich ratlos. Das alles auf falsche Erinnerungen zu schieben, scheint mir der Opfer nicht angemessen. Falls du zu diesem Thema nähere Informationen hast, wäre ich dir dankbar (den Vortrag von L. Benecke kenne ich bereits).

    Liebe Grüße & weiter so!

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