Diskussion

  • Frauke 1. Mai 2022 um 15:36 zu WSW23: Xavier Naidoo, 12 Stämme, Adullam, Endzeit-ProphezeiungenNe tolle Folge! Ich bin - mach ich sonst nie - sofort dem Hörbefehl gefolgt und hab über das Buch „Factfulness“ erst mal die Zusammenfassung bei Blinkist gehört, danach das Buch für mich und eine Freundin bestellt, die auch immer so was sagt wie „ …in der heutigen Zeit…das wird ja alles immer schlimmer“. Danke für den Tipp und bitte weiter so!
  • Sandra aus dem All 25. April 2022 um 20:08 zu #36 Die AmishDie Amish haben sicher auch sympathische Züge aber sieben Kinder im Schnitt finde ich schon eine ganz schöne Warnlampe. Wie steht es da um die sexuelle Selbstbestimmung der Frauen und um Aufklärung sowie Zugang zu Verhütung? Ich befürchte schlecht. Wie jung wird geheiratet? Wie geht es den nicht heteronormativen Menschen da? Da spielen sich sicher ein paar menschliche Tragödien ab. Puh, ich möchte in so einer Gemeinschaft nicht hinein geboren werden.
  • Kalli 12. April 2022 um 11:04 zu #23 Kirche des letzten Testaments (Vissarion)Hallo, mein Name ist Kalli.In der Schule sollen wir eine Präsentation über eine beliebige Glaubensgemeinschaft erstellen.Ich habe mich für die Kirche des letzten Testaments entschieden, jedoch habe ich einige Fragen dazu ,trotz Recherche.Ich finde es sehr interessant, dass sie in Kontakt mit dieser Gruppe gewesen sind und Ich würde mich sehr freuen ,wenn Sie mir über Ihre Erfahrungen etwas berichten könnten.Falls Sie Interesse haben, könnten Sie mir einige Fragen beantworten? LG Kalli
  • Markus 3. April 2022 um 9:00 zu #34 – Katholische Integrierte GemeindeDa stimme ich dir zu! Da die Neokatechumenalen immer noch ziemlich verbreitet und von den Oberen zum Teil auch hofiert werden, wäre das ein Topthema.
  • Marius 3. April 2022 um 4:43 zu #34 – Katholische Integrierte GemeindeInteressant fänd ich auch mal die Frage, in wie fern eigentlich der Neokatechumenale Weg eine der KIG ähnliche, bedenkliche Gruppe ist.
  • Fabian 22. März 2022 um 17:34 zu #38 Der Ku Klux Klan & Christian IdentityDanke für deinen Kommentar - und du hast vollkommen Recht. Da hab ich was durcheinander gewürfelt. Danke für den Hinweis!
  • Alexander 22. März 2022 um 15:14 zu #38 Der Ku Klux Klan & Christian IdentityDanke für die super-interessante Folge! Bei der theologischen Einsortierung ist aber was schief gegangen. Prä- und Postmilleniarismus sagen ja erstmal was über die Haltung zum "Tausendjährigen Reich" aus (und sind auch keine Randpositionen in extremen Grüppchen - viele frühe Kirchenväter waren Prämilleniaristen, Postmill war v.a. unter amerikanischen Reformierten im 18./19. Jh. recht verbreitet, angefangen mit dem großen Jonathan Edwards). Im Beitrag geht es aber im die Position einer "Entrückung" (pre-trib / post-trib), da sind wir bei Feinheiten innerhalb einer Prämill-Position, bzw. innerhalb des Dispensationalismus. Beeindruckend fand ich auch besonders die absurden theologischen Verrenkungen, die unternommen wurden / werden, um Rassismus zu legitimieren. Was ja ein deutliches Indiz dafür ist, wie inkompatibel die Bibel und der Rassismus eigentlich sind ...
  • Karmen 20. März 2022 um 22:21 zu #38 Der Ku Klux Klan & Christian IdentityEine freundliche Buchempfehlung zum Thema Religiöse Rechte/Christian Identity: "Amerikas Gotteskrieger" von Annika Brockschmidt.
  • Fiona 23. Februar 2022 um 19:34 zu #24 EvangelischHallo Fabian, Lange ist die Folge her, aber da mir einiges sauer aufgestoßen ist möchte ich dazu trotzdem noch etwas sagen. Insbesondere, da ich darauf gehofft habe, dass ihr ebenso wie in anderen Folgen schaut welche problematischen Strukturen sich finden, was leider nicht passiert ist. Das allermeiste Betrifft eher Christina, aus dem einfachen Grund, dass sie am meisten gesprochen hat und ich nicht immer ganz einordnen kann wie sehr du mit ihr einer Meinung bist. Ihre Erläuterung des Glaubens fand ich etwas erschreckend. Es wirkte wie eine Wiedergabe dessen, was sie gelernt hat, als würde sie nicht wirklich hinterfragen und auch erstaunlich wenig Religionswissenschaftlich an die Sache herangehen. Das halte ich aber doch für wichtig, insbesondere wenn man selbst vor einer Gemeinde Predigt. Ob ihr Verständnis das allgemein evangelische ist, weiß ich nicht, aber ich muss leider sagen, hoffentlich nicht. Sie sagt ganz klar, dass sie alle Verantwortung an Gott abgibt. Er hat das letzte Wort, die Menschheit wird schon nicht untergehen, weil wir haben ja den Retter. Das finde ich eine sehr gefährliche Anschauung, die ich viel zu oft von Christen (wenn auch in kleinerem Ausmaß) höre. Warum dann noch für etwas arbeiten? Nach dieser Logik könnten wir alle gediegen den Umweltschutz ignorieren, weil Gott hat ja das letzte Wort. Es scheint bei ihr und bei vielen Gläubigen ein unbewusster Fokus zu sein, sich vor Problemen zu verstecken und eine Ausrede zu finden, warum man sich um das Problem nun nicht kümmern muss. Damit macht man es sich echt verdammt einfach. Ein Glück, dass wir nicht alle so denken! Ein weiterer Punkt ist die Bibelauslegung. Ich selbst wurde katholisch erzogen und habe im Religionsunterricht viel zu dem Thema gelernt. Einer der wichtigsten Punkte war: Es ist nur ein Buch voller Metaphern, Geschichten und Gleichnissen. Fasst alles besteht aus Erzählungen, die uns verständlicher machen wie das Reich gottes ist. Von Fundamentalismus ist Christina weit entfernt, keine Frage, aber dennoch wird erstaunlich viel sehr ernst genommen. Wenn sie selbst einen Glauben hat, warum nicht selbst mal überlegen wie man sich Gott vorstellt? Selbst überlegen, was würde ein Gott als gut empfinden? Anstatt dessen werden Verse aus der Bibel zitiert und lieber gesagt „es steht mir nicht zu, zu richten. Gott entscheidet alles.“ Ach ja? Woher nimmst du die Information? Hat Gott es dir gesagt? (Stichwort Verantwortung abschieben). Direkt zu dem Punkt „ich richte nicht, das macht Gott.“ passt auch, dass ich es als Widerspruch empfinde, dass dann trotzdem andere Menschen von Christina verurteilt werden. Woher nimmt sie sich plötzlich das Recht? Darf doch nur Gott^^ Thema Kindestaufe: Ja, Eltern treffen laufend Entscheidungen für ihr Kind. Aber die Entscheidung an was das Kind glaubt, das ist erstens keine, die getroffen werden muss (ganz wichtig) und zudem keine, die man dem Kind abnehmen sollte. Zu sagen es sei ja auch gut, weil Gott einem dann von Anfang an die Sünden nimmt, bringt mir reichlich wenig, wenn ich gar nicht an Gott glaube. Das Kind nicht zu taufen ist definitiv nicht das Gleiche, man lässt ja alles offen und wenn das Kind einen Weg einschlagen möchte, dann zu seiner Zeit. Es ist nämlich nicht super entspannt wieder auszutreten. Ich durfte als arme Schülerin zum Amt gehen und 30 Euro von meinem knappen Taschengeld blechen um aus dem Verein rauszukommen und mich dann noch von vielen Seiten warnen lassen, dass es sein kann dass die Kirche später so tut als wär ich nie ausgetreten und sich Geld zurückholt. Das wär einfach nicht nötig gewesen, wenn ich diese Entscheidung von Anfang an hätte treffen können. Dazu kommt noch die Unterscheidung zwischen Glaube und Kirche. Wenn ich an Gott glaube und das selbe Gottesverständnis wie die Evangelische Kirche habe, dann heißt das noch lange nicht, dass ich Gottesdienste oder die Institution an sich gut finde. Mir wird aber von der Kirche (und von Christina, kommt auf etwas ähnliches hinaus) erklärt, dass mir durch die Taufe die Sünde genommen wird und dass ich Gott nahe bin, wenn ich in der Kirche bin. Das baut ja einen großen Druck auf. Bin ich gut genug für Gott, wenn ich jetzt nicht zur Konfirmation gehe? Wenn ich nicht in Gottestdienste gehe? Fazit: die von Christina genannten Glaubenssätze klingen für mich genauso an den Haaren herbeigezogen wie die der problematischen Gemeinschaften, die du in dem Podcast schon behandelt hast. Leider ist dieser Glaube nicht sonderlich reflektiert, so habe ich den christlichen Glauben bisher nicht erlebt. Das war etwas schade. Ich weiß, dass ich hier teilweise etwas zynisch werde. Das ist nicht persönlich gemeint, tut mir an der Stelle Leid falls ich Gefühle verletze. Das Thema ist ein sehr sensibles und dementsprechend emotional habe ich auf manche Aussagen reagiert. Ich höre deinen Podcast sehr gerne, immer weiter so 🙂 Liebe Grüße Fiona
  • Andres 24. Januar 2022 um 18:55 zu WSW10: “Operation Tinfoil” und die OCGAlso ich sehe die OCG als hochgradig gefährlich, ähnlich gefährlich wie einen Diktator, der vor dem 2. WK die Macht im DACH ergriff. Sie bündeln die Querdenken Szene mit ihrer Antizensurkonferenz. Ich sehe auch mit der Scientology einen deutlichen Zusammenhang in Bezug auf Querdenken, weil da viel Einfluß genommen wird. Ich denke, das da viel so undercover läuft, das man möglichst wenig mitbekommt. Derzeit recherchiere ich über diesen Zusammenhang, insbesondere auch im Zusammenhang mit vermeintlich einzelnd stehenden Esoterikern. Es geht "bloß" darum, die Demokratie in Deutschland zu erschüttern und abzusetzen, um dann was zu installieren? Da wird keiner so richtig konkret, aber so langsam wird das Bild deutlicher. Der Aufstieg nach 5D, die neue Welt. WTF?
  • Andreas Moser 15. Januar 2022 um 19:48 zu #36 Die AmishTolle Folge - und danke, dass Ihr meinen Einspieler verwendet habt! Über meine Zugreise mit den Mennoniten habe ich auf meinem Blog noch mehr Details beschrieben - und sogar heimlich ein paar Fotos von ihnen gemacht: https://andreas-moser.blog/2019/05/31/zug-und-zeitreise/ Ich fand das Zusammentreffen auch deshalb so interessant, weil ich selbst - ohne diesbezüglichen religiösen oder ethnischen Hintergrund -ziemlich technikskeptisch bin. Ich habe zB kein Smartphone, keinen Kindle, keine Alexa, kein Auto, nicht einmal ein Fahrrad. Ich habe die Philosophie der Amish und Mennoniten deshalb sehr gut verstanden: Man überlegt (und diskutiert) bei jeder Neuerung, ob man sie wirklich braucht. Man schaut sich Vor- und Nachteile an, wägt ab und trifft dann eine Entscheidung im Einzelfall. So kommen auch die unterschiedlichen Handhabungen in unterschiedlichen Gemeinden zustande. Zum Teil sind es unterschiedliche Anforderungen (je nach Geographie oder Art der Landwirtschaft/des Handwerks), zum Teil verlief einfach die Diskussion in Gemeinde A anders als in Gemeinde B. Ich finde das viel schlauer als sich blind alles zu kaufen, was neu auf den Markt kommt, obwohl sie es vor einem halben Jahr noch nicht "gebraucht" haben. Und jetzt stehen Millionen Thermomix-Geräte nutzlos in den Küchen dieser Welt. Und man schaue sich nur einmal an, was alles in den Gartenhütten oder Garagen unserer Länder an nur einmal genutzten Geräten rumgammelt. Ganz aktuell würde ich bei den negativen Aspekten der Amish noch die Weigerung anführen, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. (Die Mennoniten scheinen da offener zu sein.)
  • Lars 11. Januar 2022 um 19:43 zu #37 Die Sprache der ApokalypseHallo Fabian !!! Mal wieder eine sehr gute ,informative Folge...Hab wieder was dazugelernt. Ich hab mich wieder ein meine alte Gemeinde zurückerinnert. Der Pastor dort hatte immer wieder das Thema der Endzeit.Das war sein grosses Steckenpferd. Es wurde immer wieder ein Angst und Bedrohungsszenario geschaffen, gewürzt mit einem guten Schuss dualistischer Weltsicht (die Welt dort draußen und wir wenigen hier in unseren kleinen Gemeinde). Aussagen über die Politik, die uns verarscht, die Wirtschaft die uns über finstere Verschwörungen ausbeutet, die Presse der man nicht trauen kann...waren immer an der Tagesordnung. Aber in einem seriösen, subtilen, vertrauten Ton gehalten ("Ich lade euch mal ein darüber nachzudenken, lasst euch das mal auf der Zunge zergehen... "etc.) Die Wiederholung machts...Schwuppdiewupp ehe man sichs versieht ist man in einer destruktiven Denke die man kaum mehr selbst realisiert. Heute nach meinem Austritt in 2019 schüttle ich nur noch den Kopf über mich selbst über manches was ich damals geglaubt habe. Der Pastor wurde dann in der Coronazeit ein (was Wunder?) ein heftiger Kritiker der Coronamassnahmen und der Coronaimpfung...
  • Martin 10. Januar 2022 um 19:23 zu #37 Die Sprache der ApokalypseZu Manipulation: Letztlich ist jedes "Guten Tag" Manipulation: Ich will deinen Tag so "beeinflussen" dass er gut wird =)
  • Martin 10. Januar 2022 um 19:11 zu #37 Die Sprache der Apokalypsezu Jim Jones: Der hat ja auch diese "White Nights" veranstaltet, diese "Weissen Nächte" in denen die ihren Selbstmord gespielt haben und "White Night" klingt fast wie "White Knight" und ein "White Knight" ist ein "Weisser Ritter", ein Symbol für einen Retter 😉 "Bestimmte Sprachmuster die Gruppenintern von der Sekte anders werden werden - Ähmähm...Mainstream...Diktatur...in Afd Sprache...Ähm Ähm - sorry hatte nen Kloss im Hals 😉
  • Martin 10. Januar 2022 um 18:07 zu #37 Die Sprache der ApokalypseWas sich nach dieser Folge gut anbieten würde wäre eine Folge über Scienthologie, weil die ja einen ganz speziellen “Sprachcode” haben 😉 *Wink mit dem Zaunpfahl* Zu Nelson: NEIN – Menschen die nicht gendern zu kritisieren ist eben NICHT (!!!) “intollerant” – Das sind erlernte Gesprächstaktiken der rechten Szene die du da verwendest aber Fakt ist: Es wird niemand benachteiligt dadurch dass er vergessen oder ignoriert wird. Wenn ich nicht gendern blende ich die diversen Geschlechter aus dh ich tue so als seien sie nicht wichtig/nicht erwähnenswert. Wenn ich jemanden der bewusst - ohne ersichtlichen Grund - nicht gendert kritisiere ignoriere ich ihn nicht – ich spreche ihn sogar ganz direkt an ! Und kritisiere ihn und man DARF Jederzeit kritisieren !!!! Ihr Rechten/Konservativen habt einfach nur keine Ahnung was Intolleranz wirklich ist und versucht mit zu reden und dieselben Vokabeln zu verwenden auch dann wenn sie NICHT PASSEN !!! – das ist euer Problem =) Ausserdem versuchst du am Ende mit “schlecht vorbereitet” – ohne dass du diese Behauptung anhand von Beispielen belegst – noch nach zu treten – wahrscheinlich weil du selbst merkst dass dein Argument zu schwach ist 😉
  • Holger 8. Januar 2022 um 18:38 zu #37 Die Sprache der ApokalypseBei Sprache bin ich ein leidenchaftlicher Nutzer von Dialekt (also im Alltag und nicht bei Schrift) Und als derartiges betrachte ich auch im Alltag den Gender-Dialekt. Habe damit keinerlei Problem - Ziel von Sprache ist ja Kommunikation und alle Partner sollten den Inhalt verstehen. Das wird krass wenn ein Bayer mit dem Fiesen labert. Die sollten sich auf einen kleinsten gemeinsamen nenner einigen. Meist hierzulande hochdeutsch. Und hochdeutsch ist auch nur einer der vielen Dialekte ohne besser als alle anderen zu sein. Vermutlich wegen Luther bzw. dem Buchdruck als Schriftdialekt verallgemeinert. Beispiel aus dem Berufsalltag (Beruf egal, aber Telefonkontakt in andere deutsche Regionen) ein Gesprächspartner hat evtl. versehentlich seinen Dialekt genutzt und ich war da wie der Ochs vorm Berg. Meine Reaktion hier nun meinen Dialekt zu nutzen war der positive Anlass sich nach kuzrem Erstaunen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen. Im geschäftlichen Umfeld bei Schrift verzichte ich nur aus dem Grund Konflikten vorzbeugen auf Sprache bei denen Geschlecht wichtig ist. also Anrede mit "Hallo miteinander" oder vergleichbar. Ich möchte von vornherein den Konflikten ausweichen den einige damit haben. Im privaten Umfeld ist sowas total egal - es interessiert sich niemand für das Thema. Also lass ich das auch bleiben. Ich muss einfach Nelson zustimmen - es ist nur eine akademisch geführte Diskussion einer Minderheit. Frage zum eigentlichen Thema des podcast. Wird so eine überzeugende Sprache gelehrt? Ich stelle mir das für alle im Bereich Werbung vor. Aber dazu zähle ich neben Industrie sogar auch Politik oder auch Kirchenvertreter. Werbung funktioniert, sonst würde die Industrie nicht mit viel kapitaleinsatz verwenden. Und auch da ist dr versuch vorhanden durch die Ansprache Menschen zu steuern.
  • Mirco 8. Januar 2022 um 13:38 zu #37 Die Sprache der ApokalypseLieber Nelson, erst einmal herzlicher Dank für Deinen Kommentar. Fabian hat die meisten Punkte bereits gut beschrieben. Keinesfalls ging es uns um Abwertung von Personen, die das Gendern nicht anwenden, weil es dazu möglicherweise keine Veranlassung gibt. Gleichzeitig ist allerdings korrekt, wie von Fabian bereits ausgeführt, dass es um Inklusion geht und Menschen möglichst mit Sprache keine Gruppen diskriminieren. Insofern halte ich es für keinerlei ausschliesslich akademische Debatte, sondern eine, die uns alle betrifft. Dahinter steht ja auch die Frage, wie wir miteinander leben wollen. Diese Frage bewegte uns, diesen Podcast überhaupt ins Leben zu rufen. Selbstverständlich hast Du recht, dass »Normalität« auch einen statistischen Wert beschreibt. Allerdings ist Normalität auch ge- und erlebte tägliche Lebenswirklichkeit und somit mehr als nur ein statistischer Wert. Nach meiner Kenntnis wird »Normalität« jeden Tag von Menschen und Gesellschaften gestaltet und ist damit in steter Veränderung. Ich gestehe, dass mein Beispiel mit Böblingen im 17. Jahrhundert und dem (unterstellten) Autoverkehr zu jener Zeit vollkommen überspitzt war – allerdings hatte ich dies auch entsprechend sprachlich markiert. Es ist sehr schade, dass Du uns als schlecht vorbereitet empfunden hast und ich nehme dies sehr ernst und wir werden Deine Kritik besprechen. In diesem Fall jedoch haben wir uns gerade Fabian eingeladen, damit er als Experte etwas Qualifiziertes zum Thema sagen kann. Diesem wurde meiner Ansicht nach mehr als genug Genüge getan. Wir hätten diese Studien gar nicht einzuordnen vermocht. Wir sind deshalb der Überzeugung, keine Erwartungen geweckt zu haben, wir (Sprechaktiv) kennten bereits die Antworten auf unsere Fragen. Herzliche Grüsse, Mirco
  • Fabian 8. Januar 2022 um 12:40 zu #37 Die Sprache der ApokalypseDanke für den Kommentar! Zunächst mal zur Klarstellung: Ich war ursprünglich bei den beiden einfach als Experte eingeladen. Weil es so gut zu Secta passt, haben wir uns aber für die Crossover-Variante entschieden. Man kann den beiden also nicht vorwerfen schlecht vorbereitet gewesen zu sein; das war nicht ihre "Aufgabe". Zum Thema gendern: Ich hab's nicht mehr ganz im Ohr, was wir dazu gesagt haben. Ich erinnere mich, dass Mirco von dahinterliegender "Haltung" gesprochen hat. Ich vermute, er würde dir in dem, was du über deine Mutter schreibst, zustimmen und hatte vor allem Menschen vor Augen, die sich dem Fortentwickeln der Sprache in diesem Punkt bewusst entgegenstellen. Ich verweise ihn aber mal auf diese Anfrage; evtl. antwortet er selbst. Ich für mich kann nur sage: Mir ging es alleine um die Tatsache, dass das Gendern so emotional aufgeladen ist. Das ist es für mich deshalb, weil Sprache zur eigenen Identität dazu gehört (Lesetipp: "Sprache und Sein" von Kübra Gümüşay). Es wird also etwas "verändert", was bisher zu mir einfach dazugehörte. Das fällt Menschen (verständlicherweise) schwer und löst Emotionen aus. Ich halte nichts davon, anderen das Gendern aufzuzwingen. Ich tue es, weil ich es für richtig halte und hoffe, dass sich die Sprache hin zu einer inklusiveren verändert, sodass wir in ein paar Jahren da gar nicht mehr drüber reden müssen. Die Relevanz der Frage hat übrigens nichts mit akademisch oder nicht zu tun. Es hat damit zu tun, ob wir Minderheiten und Randgruppen wahrnehmen. Liebe Grüße! Fabian
  • Nelson 8. Januar 2022 um 11:40 zu #37 Die Sprache der ApokalypseIch finde es unfair zu behaupten, dass es tief blicken lässt, wenn Menschen nicht gendern oder ähnliches. Das ist genau so intolerant, wie man es diesen Menschen unterstellt. Bspw. spielt gendern in der Lebensrealität meiner Mutter überhaupt keine Rolle. Und nun? Ist sie jetzt ein schlechter Mensch, weil sie nicht von alleine auf die Idee kommt, ihre Sprache anzupassen? Ich glaube, dass ihr noch nie eine Transperson begegnet ist. Sie wohnt auf dem Dorf. Es ist immer noch eine akademisch geprägte Diskussion. Bitte vergesst das nicht. Der Mehrheit ist das relativ egal. Und "normal" ist erstmal ein statistischer Begriff. Und das Sprache erstmal darauf ausgerichtet ist, die "Normalität" abzubilden, ist doch auch Normal. Übrigens glaubt meine Mutter an kein höheres Wesen oder Esoterik. Das ist mir viel wichtiger. Übrigens fand ich die Beiden aus dem anderen Podcast extrem schlecht vorbereitet.
  • Martin 7. Januar 2022 um 20:50 zu #37 Die Sprache der ApokalypseHi Was auch einmal interessant wäre - wenn es denn in dieses Format passt - wäre auf Sekten/Gruppierungen ein zu gehen aus denen das Dritte Reich hervor ging (Ariosophen, Thule Gesellschaft usw.) - Gerade weil es viele Versatzstücke von rechter Esoterik ja in vielen Gruppierungen die du besprochen hast bisher gab und das waren ja praktisch auch Sekten im Weitesten Sinne Gruss Martin
  • Martin 7. Januar 2022 um 18:11 zu #13 FLDS: Polygamie für die EwigkeitHi Bei der FLDS habe ich mal bei youtube ein richtig ekliges Video gesehen was voll von Verschwörungstheorien war. Da stand auch nirgendwo was dass das zur FLDS gehört. Hab's dann durch Internetrecherche rausgekriegt. Weiss jetzt leider nicht mehr wie das Video hiess, das war irgend eine Art "Pfarrer"/"Prediger" dieser Kirche und - wie gesagt: Das war so voller Verwörungserzählungen...also wirklich - Alles dabei: Reptilloiden, Aliens usw 😀 Das wurde von Minute zu minute schlimmer 😀
  • Ulrich 28. Dezember 2021 um 16:17 zu #36 Die AmishHallo Fabian, Wieder einmal ein spannendes Thema in Deinem Sekten-Podcast, den ich in den letzten 1,5 Jahren durchgehört habe. Und tatsächlich sind mir die Amish in meinem Leben auch schon mal begegnet, und zwar vor 15 Jahren als ich für drei Monate auf einer Milchfarm in Missouri gelebt habe. Die Farm gehörte einer ausgewanderten Schweizer Familie, und diese war wiederum mit einer Amischen Familie befreundet, die auch einen Basler Schweizer Akzent in ihrem "Pennsylvania-Dutch" hatten. Wir haben die Amischen dann auch mal an einem Wochenende besucht, und ich konnte dadurch etwas Einblick in ihr Leben gewinnen. Zwei Dinge, die Du in deinem Podcast nicht erwähnt hast, sind mir aufgefallen - wobei ich nicht sicher weiß, ob diese generell typisch für die Amischen sind, oder nur familienspezifisch sind. 1) Ähnlich wie meine Vorrednerin fand auch ich die Rolle der Frauen problematisch und weit weg von Gleichberechtigung, was mir vor allem auch Vroni (bei deren Familie ich in Amerika gelebt habe) bestätigt hat. Auch ihr als Frau war es eigentlich nicht möglich mit den Amischen Frauen ein über irgendwelche Höflichkeiten hinausgehendes Gespräch zu führen. Die Kommunikation mit Außenstehenden (beruflich oder privat) fand eigentlich ausschließlich durch den Ehemann statt und bei den Söhnen und Töchtern war die Rollenverteilung genauso. Die Ehefrau war damals mit Anfang 40 gerade zum ersten Mal Großmutter geworden, ihr jüngstes Kind, das 13., war ein knappes Jahr alt. Die unterschiedliche Behandlung der Kinder nach ihrem Geschlecht fand ich schon frappierend. Die Jungen wurden letztendlich dazu ermutigt nach draußen zu gehen und mit den Leuten von draußen zu sprechen, die Mädchen sollten eigentlich nur zuhause sein und sich mit der Haushaltsführung und Kindererziehung beschäftigen. 2) Was mir auch auffiel, war, dass es im ganzen Haus keine Bilder oder Spiegel gab. Alle Wände waren mit weiß gestrichenem Holz verkleidet, aber völlig kahl. Ein Foto durfte ich auch nur vom Pferdegespann machen, nicht von den Menschen. Ich hatte den Eindruck, dass dahinter mehr steckt als nur eine Inneneinrichtungs- bzw. Geschmacksfrage, aber habe es leider versäumt genauer nachzufragen. Dennoch fände ich es spannend, zu erfahren, ob sich dahinter vielleicht auch religiöse Gründe verbergen. Allgemein hat mich vieles tatsächlich auch an das erinnert, was mir meine Großmutter von ihrer Kindheit und Jugend vor 100 Jahren im v.a. pietistisch geprägten Hohenlohe erzählt hat, bzw. um das damals vermittelte Rollenbild der Frau. Es ging vor allem darum, nicht "eitel" zu sein (vielleicht deshalb keine Spiegel oder Fotos), zurückhaltend, sich eben hauptsächlich um den Haushalt und die Familie zu kümmern. Annika Brockschmidt hat zum biblischen Verständnis der Geschlechterrollen auch eine sehr interessante Folge im Kreuz und Flagge-Podcast gemacht, wobei es da um die Evangelikalen in den USA geht und der Schwerpunkt auf der Männlichkeit liegt (und die mir doch sehr unterschiedlich zu den Amischen Vorstellungen zu sein scheint). Aber gerade was die weiblichen Rollenbilder angeht, hat mich tatsächlich einiges auch an die Amischen erinnert: https://www.kreuzundflaggepodcast.com/episodes/biblische-maennlichkeit
  • Markus 23. Dezember 2021 um 10:02 zu #35 – Christlich Essenische KircheDas können Sie nicht wissen, docch es ist so, dass ich gerade als katholischer Insider und kirchlicher Mitarbeiter eine gewisse Erfahrung und einen Blick auf liturgische Gestaltungselemente habe. Und dementsprechend fällt es mir auf, wie von der CEK versucht wird, liturgisches Gerät und Gewand einzusetzen, um als Kirche zu erscheinen. Dabei zeigen die Fotos jedoch deutlich, dass - ganz abgesehen von Geschmacksfragen - z.B. die Bedeutung liturgischer Farben überhaupt nicht verstanden wurde. Ihr Argument, dass wer die Kirche nicht kennt, sich nicht kritisch dazu äußern darf, ist ein Totschlagargument, das sehr häufig verwendet wird. Wenn nur die unmittelbare Erfahrung als Autorisierung zum Mitreden gelten soll, dann müsste jeder Drogenexperte eine "Drogenkarriere" gemacht haben und jeder, der sich eine Meinung über eine wie auch immer geartete Gruppierung bilden will, erst mal in ihr gewesen sein. Nein, das zieht nicht. Selbstverständlich kann man sich aufgrund schon der Selbstdarstellung dieser Gruppierung und auch mithilfe von Berichten darüber eine Meinung bilden. Und was Sie selber bei den Gottesdiensten empfinden, das spricht Ihnen ja auch niemand ab. Dennoch ist es legiitim, diese Gemeinschaft kritisch zu kommentieren. Und da sehe ich Fabians Analyse als äußerst hilfreich.
  • Rath 21. Dezember 2021 um 20:18 zu #35 – Christlich Essenische KircheSehr despektierlich wie sich Markus über die CEK äußert: "Beim Stöbern auf der Website dieser Pseudo-Kirche musste ich über die Fotos schmunzeln mit dem bunten Sammelsurium liturgischer Gewänder von der katholischen Resterampe. Wo sie den Plunder nur herhaben?" Dies würden selbst Katholiken so nicht hören wollen. Ich habe regelmäßig die Gottesdienste der Gemeinschaft besucht und sehr gute Erfahrungen gemacht, wir haben wunderbare Gottesdienste gefeiert, insbesondere Waldgottesdienste mit einem hohen Maß an Spiritualität. Wer die Kirche nicht kennt, sollte sich so nicht äußern! Hinsichtlich der Einstellung zu COVID 19 unt der Behandlung vertrete ich eine andere Meinung als andere CEK Mitglieder, dies ist ja auch kein Problem!
  • thomas der Hooligelikale 21. Dezember 2021 um 18:00 zu WSW20: Demokratische Freikirche, Kelten impfen nicht, Entführtes Mädchen, AdullamAls im Podcast gesagt wurde, dass sich der Gründer von Adullam selber als "Sektenexperte" ansieht, klingelte es bei mir... Im baden-württembergischen Pforzheim gibt es ja die "bibeltreue" Freikirche eines gewissen Dr. Lothar Gassmann... er hat einen eigenen YT- Kanal und gehört mit rund 24.000 Abos wohl zu reichweitenstärksten Kanälen des fundamentalistisch-evangelikalen Lagers im deutschen Sprachraum. Gassmann gibt selber vor, Anfang der Nuller Jahre "Sektenbeauftragter" gewesen zu sein, kommt aber seit geraumer Zeit zur "Erkenntnis", dass auch Teile der evangelischen Landeskirche mittlerweile eine "Sekte" seien... wobei er die Eigenschaft einer Sekte davon abhängig macht, wie viel oder wie wenig die Bibel ernstgenommen würde... Mittlerweile positioniert er sich auch in der Öffentlichkeit immer stärker gegen eine mögliche Impfpflicht, auch wenn er offiziell vorgibt, dass jeder Christ selber entscheiden dürfe, ob er sich impfen lassen wolle oder nicht... man müsse dies "anhand der Schrift prüfen" und solle dabei immer beachten, dass alles Sünde sei, was nicht aus Glauben getan werden. (siehe Römerbrief) Daneben hält er die AFD für wählbar bzw. stuft sie als einzige Partei ein, die derzeit aus christlicher Sicht wählbar sei. Moderne Musik ist für ihn pauschal "Unzucht" und auf Nachfrage verschickt er gern eine Art "Merkblatt", auf dem die Merkmale von gottgefälliger Musik beschrieben werden... aus seiner Sicht versteht sich. Da er es als "Sünde" (!) ansieht, wenn im Gottesdienst nicht gesungen (!) wird, weil er meint, in den Psalmen und in einem Paulusbrief entsprechende göttliche Direktive zu erblicken, begrüßte er juristische Schritte gegen das vergangene Gesangsverbot aufgrund der Corona-Situation. Er hat seit kurzem einen eigenen Telegram- Kanal und will dort "friedlichen Widerstand" gegen eine sich abzeichnende Impflicht "organisieren"...
  • salutans 18. Dezember 2021 um 13:32 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?Hallo, zunächst einmal: Vielen Dank für diesen Podcast. Ich halte das, was Du hier machst, für sehr wertvoll, gerade weil Du es aus christlicher Perspektive tust. Auch diese Folge war sehr aufschlussreich. Manches an meinem Theologiebild (die deutlich größer als angenommene Rolle von wissenschaftlicher Herangehensweise) musste ich revidieren, anderes hat sich (leider) bestätigt. Dazu gehört das Selbstverständnis der Theologie, das aus Eurem Gespräch klar wurde. Spielt die aus meiner Sicht groteske Diskrepanz aus den Inhalten des Studiums mit dem in den Gemeinden gelebten (und durch Theologen und Religionslehrer vermittelten!) Glaubensbildern überhaupt eine Rolle? Das Ganze macht auf mich nach wie vor den Eindruck einer Geheimwissenschaft (auch wenn die Inhalte natürlich frei zugänglich sind). Im Studium lernt man, wie es wirklich ist, und den Schafen erzählt man den gleichen Kram wie seit 2000 Jahren. Eure Einlassungen zur Frage der Berechtigung von Theologie an öffentlichen Universitäten würde ich gerne mal aus atheistischer Sicht auf den Punkt bringen: Schöne Gesellschaft habt ihr da, wäre doch schade, wenn der was passieren würde, also - Gesellschaft, bezahle uns bitte an jeder Hochschule Lehrstühle, sonst drehen unsere Glaubensbrüder leider durch und hauen hier mal ein bißchen auf den Putz. Kurz: wir helfen euch bei Problemen, die ihr ohne uns gar nicht hättet. (Und DAS ist für mich Theologie in a nutshell.) Die Frage nach Macht und gesellschaftlichem EInfluss - die eigentliche Begründung für die unverändert starke Stellung der Theologie im universitären Betrieb - blendet ihr völlig aus. Zuletzt ein kurzes Ceterum censeo: Die praktische Gleichsetzung von Atheismus mit Religiösität ("Unglaube ist auch Glaube."), ist logisch und phänomenologisch Blödsinn (Sorry!). Nichtbeweisbarkait von Nichtexistenz ist nicht gottspezifisch, sondern trifft auf alle Fiktionen zu, auch auf die Zahnfee. Die Stellung, die mein Nichtglaube an Gott in meinem Weltbild einnimmt, ist doch nicht im Ansatz gleichzusetzen, mit der Stellung die der Glaube an Gott im Weltbild eines Christen einnimmt. Ich bin immer nur dann Atheist, wenn ich auf Gläubige treffe (oft nicht einmal dann), sonst spielt das in meinem Leben und Nachdenken über die Welt nicht die geringste Rolle. Können Gläubige das unter umgekehrten Vorzeichen auch sagen? Den Podcast betreffend: Weiter So! Grüße salutans
  • Christian 16. Dezember 2021 um 5:51 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?Lieber Peter, danke für deinen Kommentar. Ich teile deine Einschätzung nicht, dass Theologie nicht wissenschaftlich sei. Wir haben in der Folge betont, dass Theologie nicht Gott untersucht, weil, und da stimme ich dir zu, die Existenz eines Gottes nicht bewiesen werden kann. Der Gegenstand der Theologie ist Glaube an Gott und dessen Gestalt in unterschiedlichen Ausprägungen. Insofern sind die von dir genannten Alternativen zum Studium interessant, doch das Theologiestudium führt diese Disziplinen zusammen in der Frage nach der Ausübung von Glauben. Wenn du Atheismus beschreibst als bloße Feststellung, dass jemand die Existenz eines Gottes für ausgeschlossen oder unwahrscheinlich hält, so kann ich deiner Begründung durchaus folgen. Allerdings bleibt, anders als z.B. bei der Zahnfee, auch die Feststellung bestehen, dass Atheismus eine Deutung der Welt ist, die zum Ergebnis kommt, dass es (eher) keinen Gott gibt. Gläubige blicken auf die Welt und kommen zu einem anderen Schluss. Darin sehe ich klare Parallelen, die aus meiner Sicht Atheismus ebenfalls zu einer zumindest dem Glauben ähnlichen Weltsicht machen. Was den Atheismus von der Zahnfee unterscheidet, ist, dass die Existenz Gottes nicht widerlegt werden kann, während die Zahnfee Teil eines elterlichen Rituals ist, in dem sie selbst handeln und keine Zahnfee. Beste Grüße, Christian
  • Florian 15. Dezember 2021 um 22:40 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?“Atheism is a religion in the same way abstinence is a sex position.” (Bill Maher) https://youtu.be/9b1Hj0_S48A
  • Gudrun 5. Dezember 2021 um 19:23 zu #36 Die AmishGute Folge wieder mal! Musste aber ein bisschen mit den Augen rollen als Ralf über relativ demokratische Entscheidungsfindung schwärmt und dann noch in einem Nebensatz fallen lässt, das diese Partizipation natürlich nur Männern offensteht. Da besonders traditionelle Gemeinschaften Frauen ja bekanntlich gerne in ihren Entfaltungsmöglichkeiten beschränken und sie auf die Mutterrolle reduzieren, finde ich schon, dass man unter problematischen Aspekten wohl auch Geschlechterungleichheit erwähnen kann.
  • Peter 1. Dezember 2021 um 14:22 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?Hallo Fabian, vorab: spannender, informativer und toll gemachter Podcast, den du da betreibst. Zu dieser Folge: Dem Theologiestudium spreche ich eine Wissenschaftlichkeit ab, weil es für das Fundament auf dem alles fußt, nämlich den christlichen Gott, keinerlei Beweise gibt. Von daher hat die Theologie meiner Meinung nach auch nichts an staatlichen Universitäten zu suchen. Wer sich für die Bibel und Kirchengeschichte interessiert, darf gerne Geschichte studieren. Wer sich für die psychologischen Aspekte von Religion und Glauben interessiert, darf gerne Psychologie oder Sozialwissenschaften studieren. Wer sich für übernatürliche Phänomene interessiert, soll das bitte privat machen. Du sagst zum Schluss, die würdest Atheisten entgegen, sie hätten ihren Glauben und du eben deinen. Atheismus ist allein die Feststellung, das jemand die Existenz eines göttlichen Wesens für sehr unwahrscheinlich oder für ausgeschlossen hält. Es gibt im Atheismus keine Dogmen, Gebote oder ähnliches. Atheismus ist so wenig ein Glaube im üblichen Wortsinne, wie die Leugnung des Osterhasen oder der Zahnfee ein Glaube ist. Lieben Gruß, Peter
  • Fabian 29. November 2021 um 14:56 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?Ich glaube, dein Eindruck täuscht nicht. An den staatlichen Unis werden Theologische Hochschulen mit großer Skepsis beäugt - eben weil dort unklar ist, welche Standards dort gelten (wie ich finde: oft zurecht. Es gibt Ausnahmen, wie die Hochschule zeigt, auf der Christian war.). Das geht ja auch aus dem Anlass schon hervor: Die Hochschulen wurden ja in Abgrenzung gegenüber der Uni-Theologie gegründet, weil man dieser wiederum skeptisch gegenüber war. Ich würde also sagen: Vermutlich ist das eine Einstellung, die auf Gegenseitigkeit beruht.
  • Christian 29. November 2021 um 10:44 zu #36 Die AmishErster! Vieles an den Amish finde ich durchaus sympathisch: Glaube soll am Leben sichtbar werden, kein dogmatisch-hierarchischer Überbau, Verzicht auf Gewalt... Anderes sehe ich auch kritisch. Gerade beim rumspringa sehe ich nur bedingt die Möglichkeit einer freien Entscheidung. Da sich die Gemeinschaften im Wesentlichen von "der Welt" abschotten, gibt es kaum Berührungspunkte mit einem anderen Lebenstil. Dann werden sie losgelassen und sind vermutlich völlig überfordert mit dieser Reizüberflutung. Da würde ich auch in den Schoß der Gemeinschaft zurückkehren. Lustig fand ich, dass die Amish mit ihrem Lebensstil ein Vorbild im Glauben für Andere sein wollen, sich dann aber von Anderen abschotten. Aber das ist dann ja Sache Gottes, der wird da schon regeln. Irgendwie sympathisch entspannt, aber auch lustig.
  • Holger 21. November 2021 um 13:34 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?Hallo miteinander, hier ist die Verbindung zur echten Naturwisenschaft. Hinrforscher haben inzwischen den Bereich im Hirn gefunden, der für Religiosität verantwortlich ist. https://www.scinexx.de/news/medizin/gehirnareal-fuer-spiritualitaet-lokalisiert/ spannend dabei nun, dass diese Region bei vielen Säugetiern vorhanden ist. Niemand kann es je beweisen, aber evtl. ist das dann vergleichbar mit Instinkt bei Tieren. Mensch ist so gesehen ja nichts anderes als eine Tierart.
  • Christian 21. November 2021 um 7:33 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?Hi Mku, danke für deinen Kommentar. Als wir darüber sprachen, ob Theologie an die Uni gehört, habe ich staatlich anerkannte Fachhochschulen wie die Theologische Hochschule Elstal, an der ich studiert habe, mitgedacht. Wichtig sind mir vor allem die Transparenz der Lehre und die wissenschaftlich-methodische Vorgehensweise. Diese Standards findest du an der Uni auf jeden Fall, bei privaten Hochschulen musst du genauer hinsehen, was du bekommst. Dass private Hochschulen von manchen Unis als "Schmuddelkinder" behandelt werden, ist ein Thema, in dem ich zu wenig drin stecke als dass ich darüber etwas sagen könnte.
  • Mku 20. November 2021 um 12:48 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?Hey, Danke für den interessanten Dialog. Macht ihr zu zweit vielleicht nochmal eine zweite Folge, grade auch zu den den Unterschieden in eurer Ausbildung? Ich habe nämlich den Eindruck, dass theologische Hochschulen von den staatlichen theologischen Fakultäten ein bisschen als "Schmuddelkinder" gesehen werden, mit denen man nicht soviel zu tuen haben will. Ich war z. B. überrascht, dass ihr beide so für Theologie an staatlichen Unis plädiert, obwohl einer eben doch eben nicht da studiert hatt. LG
  • Fabian 20. November 2021 um 9:45 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?Hallo Jordan! Danke für deinen Kommentar. Ich stimme dir zu: Natürlich gehört auch Gott dazu 🙂 Ich finde allerdings: Das kommt eigentlich in der Form so richtig nur in der Systematischen Theologie zum tragen: Da wird er explizit als Prämisse herangezogen, im Gegensatz z.B. zur Philosophie. Die anderen Disziplinen (AT,NT,KG,PT) kommen m.E. auch ganz ohne die Prämisse Gott auskommen: Ich brauche hier (methodisch!) keinen Gott anzunehmen, um das AT & NT zu erforschen, um die Kirchengeschichte zu studieren oder praktisch-theologische Fragen zu erforschen. Was die Deutungsebene danach angeht, ist das wieder etwas anderes, und da ist natürlich auch alles mit allem irgendwie verwoben. Oder siehst du das anders? Vielleicht haben wir hier das eine zu sehr und das andere zu wenig betont...das ist vielleicht auch dem geschuldet, dass wir eben vor allem auch aufzeigen wollten, dass Theologie eben ein sehr breit gefächertes Fach ist und man nicht dasitzt und beten lernt oder sich den ganzen Tag Gedanken darüber macht, in welchem Verhältnis jetzt Jesus zum Heiligen Geist und zu Gott steht. Liebe Grüße! Fabian
  • Christian 19. November 2021 um 23:51 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?Hallo Jordan, danke für deinen Kommentar. Klar ist Gott Gegenstand der Theologie, aber in der Frage danach, ob Theologie eine Wissenschaft ist, bleibt Gott ein Teil des Glaubens, der sich nicht empirisch untersuchen lässt. Glaube lässt sich dagegen empirisch untersuchen, und da Gott natürlich Grundlage des Glaubens ist, reden wir in der Theologie von ihm. Den Unterschied zur Religionswissenschaft, ohne dafür Experte zu sein, liegt meines Erachtens in der Wechselwirkung zwischen Theorie und Praxis. Theologie arbeitet mit wissenschaftlichen Methoden, deren Ergebnisse Auswirkung auf Verkündigung, Dogmatik, Ethik, Spiritualität u.v.m. haben. Und ebenso gibt das Glaubensleben, Brüche, existenzielle Fragen etc. der Theologie neue Fragen zur Untersuchung mit auf den Weg, wie die von dir genannte Frage zum Verhältnis menschlicher Autonomie zu Gottes Allmacht. Findest du deine Frage in meinem Kommentar wieder? Liebe Grüße und
  • Jordan 19. November 2021 um 19:26 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?Danke für die spannende Podcastfolge! Ich hab selbst katholische Theologie studiert und stimme vielen eurer genannten Themen und Meinungen zu. Allerdings wunderte mich die starke Trennung von Gott und Glaube, die ihr im Hinblick auf den Gegenstand der Theologie gezogen habt. Also würdet ihr sagen, dass Theologie soetwas wie eine christliche Religionswissenschaft ist? Zumindest ist mir nach dieser Definition der Unterschied von Religionswissenschaft und Theologie nicht ganz klar. Denn allein von der Etymologie her ist Theologie ja die Rede über Gott. Daher würde ich Gott ganz klar zum Gegenstand der Theologie hinzuziehen, was im besonderen in der systematischen Theologie zum Vorschein kommt (z.B. Trinitätslehre, philosophische Gotteslehre) oder die (neueren) Überlegungen von menschlicher Autonomie unter dem Vorzeichen der Allmacht Gottes. Liebe Grüße
  • Fabian 19. November 2021 um 9:30 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?Puh, also ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so recht, wie ich auf deinen Kommentar eingehen soll. Du scheinst ja schon eine sehr vorgefertigte Meinung zum Thema zu haben. Und ich habe das Gefühl, du wolltest in der Folge auch gar nicht so richtig hören, was wir erzählt haben. Nun gut, ich versuche mal ein paar Punkte aufzugreifen. Zunächst: Ich glaube, du überschätzt die rhetorische Ausbildung in unserem Studium. Gegen eine jahrelange rhetorische Ausbildung hätte ich nichts einzuwenden gehabt 🙂 Fakt ist aber: Das ist ein Mini-Teil und bezieht sich eigentlich ausschließlich auf die Predigt (so war das zumindest bei mir), wir sitzen da nicht da und überlegen uns, wie man bestmöglichst Argumente gegen den Glauben/Gott entkräftet. Dann sprichst du von "Fakten" und sprichst von einer (m.E. wirklich absurden) Analogie zum Klimawandel, wenn du Theologen pauschal unterstellst, Heuchler zu sein, weil sie genau wissen, dass "die Bibel und Gott Blödsinn sind" und sagst, es sei bewiesen, dass es keinen Gott gibt. Der einzige Fakt hier ist: Man kann Gott weder belegen noch widerlegen. Man kann auf die Welt schauen, wie sie ist, und dann zu unterschiedlichen Schlüssen kommen darüber, was für einen Sinn das Ganze hat - oder auch nicht. Diese Interpretationsebene entzieht sich der Beweisbarkeit, weil es eben eine Interpretation ist. Es gibt Argumente für und wider, dich überzeugen ganz offenbar andere als mich. Du schreibst noch viel mehr, und ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so recht, wie ich drauf eingehen soll, weil mir - auch nach dieser Folge - scheint, dass du keinerlei Vorstellung davon hast, was in einem Theologiestudium gemacht wird. Sondern nur bestätigt findest, wovon du "schon lange ausgegangen bist" und entsprechend genau diese Teile heraushörst. Falls du über deinen Schatten springen kannst und wirkliches Interesse daran hast, dann geh doch mal in der nächstgelegenen Uni als Gasthörer in eine Vorlesung oder ein Seminar (am besten vielleicht eines zur Religionskritik :-)). Mach dir selbst ein Bild, anstatt ein Urteil über etwas zu fällen, von dem du gar kein realistisches Bild hast. Ich kann nämlich hier ja schreiben, was ich will - wenn ich in deinen Augen ein Heuchler und Schwurbler bin, hilft das ja alles nichts. Vielleicht glaubst du mir folgendes: In besagtem Religionskritik-Seminar saß kein Dozent, der uns beigebracht hat, argumentativ möglichst gut Feuerbach zu widerlegen. Niemand, der uns davon überzeugen wollte, dass das Blödsinn ist. Wir haben gemeinsam den Text gelesen und versucht zu verstehen, was Feuerbach genau meint, aus welchem Hintergrund und mit welchem Ziel er argumentiert. Da saß sogar ein Kommilitone aus der philosophischen Fakultät mit drin, ein Atheist, der einfach Interesse an dem Thema hatte und fleißig mitdiskutiert hat (und das Seminar sehr bereichert hat, und zwar nicht deshalb, weil er ein gutes Übungsprojekt für die angehenden Schwurbler war...). Die abschließende Prüfung ging nicht darum, dass wir gebeten wurden, Feuerbach zu widerlegen. Wir sollten (neben o.g. inhaltlichen Aspekten) unsere Meinung und Position zu ihm formulieren und begründen. Und Kriterium für eine gute Note war nicht, dass wir ihn in allem ablehnen (habe ich btw auch nicht getan). Und noch das: Ein Studienfreund von mir ist heute Atheist, er ist das durch's Studium tatsächlich geworden. Da gibt es mehrere, er ist da nicht alleine. Aber wenn das Theologiestudium eine Schwurbel-Ausbildungs-Akademie wäre, die ein klares Ziel hätte - nämlich alle möglichst gut dafür auszurüsten, gegen kritische Stimmen gegenzuschwurbeln - dann liefe da gehörig was schief und man müsste mal überdenken, wie man die Leute am Glauben hält. "Allerdings glaubt der Großteil der Christen (nicht in Mitteleuropa) noch sehr naiv an Adam und Eva und an einen alten weiten Mann im Himmel." Ich fürchte, da hast du recht, wenn man das alles weltweit betrachtet. Zumindest das mit Adam und Eva glauben sicherlich auch viele Theologen aus den entsprechenden Strömungen. Da kenne ich sogar in Deutschland einige - auch welche, die an der Uni studiert haben. Ich halte das für problematisch, weil dahinter letztlich konsequent zuende gedacht ein schwieriges/problematisches Verständnis der Bibel zugrunde liegt. Das habe ich aber auch im Podcast in mehreren Folgen schon zur Genüge ausgeführt. Ich finde es aber faszinierend, dass du auch hier wieder den Menschen nicht zugestehst, wirklich von etwas überzeugt zu sein, sondern sofort eine böse Absicht dahinter siehst (genau deshalb, fürchte ich, läuft diese Diskussion hier ins Leere). Ich glaube eher, das Ganze ist ein Prozess. Und ich hoffe, dass der dazu führt, dass dieser "naive Glaube" (bei der Bezeichnung würde ich dir zustimmen) zugunsten eines reflektierten Glaubens irgendwann auch weltweit eine Minderheit sein wird, wie er es in Mitteleuropa m.E. schon ist. Das dauert aber, wie alle Prozesse eben dauern. Ich arbeite in meinem kleinen Rahmen hier dabei mit, dass es vorangeht. Liebe Grüße Fabian
  • Sören 19. November 2021 um 6:23 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?Sorry, aber ich fand deine Argumentation unschlüssig, dass ihr euch im Studium ja auch mit Religionskritik beschäftigt und nicht alles glaubt was in den Schriften steht. Ich bin schon lange davon ausgegangen, dass ein Großteil des Theologiestudiums genau dafür da ist, sich mit den besten Argumenten der Religionskritiker wie Feuerbach zu beschäftigen, um möglichst geschickte und rethorisch gut klingende Schwurbelentgegnungen zu finden. Natürlich könnte ich dir auch keine neue Kritik an Gott oder den Staatskirchen liefern, die du noch nicht gehört hast. Die Fakten liegen wie beim Klimawandel auf dem Tisch. Theologen werden eben genau deshalb so gut rethorisch ausgebildet, weil man natürlich weiß, dass die Bibel und Gott Blödsinn sind. Deshalb muss man besonders gut, der schlüssigen Kritik von Atheisten entgegentreten können. Ich der nicht jahrelang rethorisch ausgebildet wurde, würde in der B-Note immer gegen einen Theologen "verlieren". Für mich ist das Theologiestudium eine Art Studium für Klimawandelleugner. Die Prämisse ist falsch, also es gibt einen Gott analog zu es gibt keinen Klimawandel und dann wird man eben so gut ausgebildet, dass man den besten Argumenten Bullshit-Erklärungen entgegnen kann. Ich kann ein Studium nicht ernst nehmen, dass ein Bekenntnis zu Gott eigentlich voraussetzt. Ich glaube zumindest auch, dass studierte Theologen nach kritischer Behandlung der Bibel nicht bibeltreu glauben können und eine differenzierte Gottesbetrachtung haben. Allerdings glaubt der Großteil der Christen (nicht in Mitteleuropa) noch sehr naiv an Adam und Eva und an einen alten weiten Mann im Himmel. Deren Theologen lassen diese Menschen auch in diesem Glauben,weil das natürlich einfacher ist und man bei kritischer Betrachtung viele verlieren würde. Außerdem wäre ich mal gespannt wann auch bei uns die Großkirchen wieder missionieren müssen, bei rückläufigen Mitgliedszahlen. Noch kann man sich auf die Jahrhunderte aufgebaute Struktur verlassen (Eltern lassen Kinder taufen, Staat lässt Religionsunterricht zu usw.)
  • Markus 3. November 2021 um 10:47 zu #35.1 Post von PAX, Komplettes InterviewSehr interessant, wie Du transparent den weiteren Verlauf der Reaktionen darlegst. Dem Arzt, der Dir nahelegt, den Herrn Strohm endlich "ins rechte Licht zu rücken", möchte ich antworten: Jetzt mal Butter bei die Fische, Herr Doktor! Legen Sie doch mal bitte Nachweise vor für Herrn Strohms Doktortitel, für die "Tausende Heilungen", für die Leute, die Herr Strohm "aus dem Rollstuhl geholt" haben will. Wo sind die denn alle? Sie und er hätten doch alle Möglichkeiten, die Reputation "seiner Heiligkeit" herzustellen, oder etwa nicht? Ach nein, darauf legen Sie ja keinen Wert, weil Ihnen Titel nichts bedeuten und die Geheilten alle so bescheiden sind, dass sie nicht im Rampenlicht stehen wollen. Na klar. Das erinnert mich an Astrid Lindgrens kleine Lotta aus der Krachmacherstraße, die gegenüber ihren größeren Geschwistern behauptete, dass sie auch schon Fahrrad fahren könne, "aber heimlich". Auf diesem Level bewegen Sie sich.
  • Fabian 3. November 2021 um 8:46 zu #35 – Christlich Essenische KircheOh,wow...vielen Dank!
  • Jörn 3. November 2021 um 8:10 zu #35 – Christlich Essenische KircheVielen Dank für diese superspannende und top recherchierte Episode. Ich finde das was Du machst ohnehin immer sehr fundiert und gut aufbereitet, aber hier hast Du Dich selbst übertroffen.
  • Fabian 2. November 2021 um 10:48 zu #35.1 Post von PAX, Komplettes InterviewJa, auf die Strafbarkeit habe ich irgendwo hingewiesen. Er erwähnt die Titel ja aber offenbar "nur" in Gesprächen, auf seinen Webseiten sind sie nicht zu finden. Aber klar, es ist eigentlich auch "genug", wenn er anderen gegenüber behauptet, solche Titel zu haben. Nun ja, ich habe jetzt ehrlich gesagt kein gesteigertes Interesse daran, in einen Rechtsstreit einzutreten, falls es dabei jetzt bleibt. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Und ohnehin zeigt mir inzwischen weiterer Kontakt mit einigen seiner Unterstützer:innen, dass das keinen Sinn bzw. keine große Auswirkung hätte...
  • Cyrix 30. Oktober 2021 um 11:01 zu #35.1 Post von PAX, Komplettes InterviewKurz was zur Promotion: Eine Dissertation muss veröffentlicht werden. Selbst wenn der Möchtegern-Doktor seine Promotions-Urkunde "verloren" hat, muss die veröffentlichte Diss. ja noch auffindbar sein -- notfalls in der Bibliothek der den akademischen Grad vergebenden Universität. Als promovierter Wissenschaftler weiß ich sehr genau, welche Arbeit hinter einem solchen Vorhaben steht -- auch wenn es natürlich Unterschiede gibt. Dennoch ist das unberechtigte Führen eines solchen akademischen Grads strafbar (§132a StGB) und wird (siehe Gesetz) mit bis zu einem Jahr Haft (oder eher wahrscheinlich einer entspr. Geldstrafe) verurteilt. Eigentlich könnte man hier gut über eine entsprechende Strafanzeige nachdenken...
  • Renate 28. Oktober 2021 um 15:17 zu #35.1 Post von PAX, Komplettes InterviewHi Fabian Ich bin bei Minute 23 (E-Mail des Arztes) und ich hoffe sehr, dass ich mich irre, aber das klingt doch sehr, als ob du dir da den einen oder anderen Troll eingetreten hast. Als perfide würde ich dich nun echt nicht gerade beschreiben, eher noch als nachsichtig. Immerhin konnten in wissenschaftlichen Studien bei Reiki keine Wirkungen über den Placeboeffekt hinaus beobachtet werden... Ich verweise hier gerne auf Psiram. Liebe Grüsse Renate
  • Lars 27. Oktober 2021 um 22:31 zu #35 – Christlich Essenische KircheWas für eine skurrile Gruppe!!! Ich muss mich meinem Vorkommentator anschließen, die Auftritte der Gruppe haben irgendwie etwas Satirisches.Mir kam ständig der Gedanke ob sich seine Heiligkeit Pax Immanuel der Zweite sich wirklich ernst nimmt.Die Wahrheit nimmt er jedenfalls nicht so Ernst. Musste an manchen Stellen immer wieder lachen (Reiki Grossmeister,Harvard,Eigenes Johannesevangelium).Viel Geschwurbel...Hatte vorher noch nie was von dieser Gruppe gehört. War wieder mal sehr interessant. Ich finde du machst das sehr gut; stellst erstmal die Gruppen sehr respektvoll und deskriptiv dar und sagst aber gleichzeitig auf gute Art und Weise deine Meinung dazu und was du Problematisch findest.Ich hör dich immer wieder gern...Danke !!!
  • Fabian 25. Oktober 2021 um 8:59 zu #35 – Christlich Essenische KircheDanke für das Lob 🙂 PAX hat reagiert, und in der Tat recht freundlich. Ich sage dazu aber noch mal ein paar Sätze in der Bonusfolge mit dem kompletten Interview mit ihm....
  • Fabian 25. Oktober 2021 um 8:58 zu #35 – Christlich Essenische KircheDanke für den Hinweis. Ich habe vermutlich nicht präzise genug formuliert: Natürlich gibt es die Forschung daran schon länger. Ich meinte zugelassene Impfstoffe für den Menschen, was ja in dieser FakeNews angeblihc als das proklamiert wird, was einen den Status als Mensch verlieren lässt. Da waren die CoVid19-Impfstoffe die ersten.
  • Christoph 24. Oktober 2021 um 23:37 zu #35 – Christlich Essenische KircheIch glaube, mRNA haben 2013 schon existiert. https://www.nature.com/articles/nrd.2017.243