Diskussion

  • Pascal Bührig 2. Oktober 2022 um 9:58 zu WSW25: Scientology, Shinzo Abe & die Vereinigungskirche, Lev Tahor, NAKLieber Fabian Vielen Dank für die neuen Informationen zur Neuapostolischen Kirche. Du hast völlig recht, dass diese Entwicklungen (und die Überholung der Katholischen Kirche auf der linken Spur in Sachen Frauenordination) positiv stimmen sollten. Entgegen deiner Kritiker:innen stimme ich Dir ebenfalls zu, dass diese Veränderungen zu tiefgreifend sind als dass man sie als rein kosmetisch abtun könnte. Dafür geht die NAK viel zu viele ungewollte Konsequenzen dafür ein. Wie man verschiedenen Berichten im Internet ablesen kann, kam es aufgrund der Einführung vom 20. September in Zentralafrika schon zu gewalttätigen Auseinandersetzungen; auch heute wird es in Lusaka (Sambia) eine von der Polizei bewilligte Grossdemonstration geben. Du greifst einen wichtigen Aspekt auf, nämlich die Auseinandersetzung der Kirche mit ihrer Vergangenheit. Ich würde auch zustimmen, dass diese zumindest hinter den Sitzungstüren der Kirchenleitung bzw. hinter den Stirnwänden sehr intensiv brodeln muss, wenn es innert weniger Jahrzehnte zu solch weitreichenden Entscheidungen kommt. Dennoch muss ich sehr kritisch anmerken, dass davon sehr wenig nach aussen getragen wird und es keinen offenen kollektiven Diskurs zu dieser Vergangenheit gibt. Dafür folgende Anhaltspunkte: - Die NAK hat früher sehr klar und auch mit missbräuchlichen Worten und Ideen eine Frauenrolle innerhalb der Gemeinschaft vorgegeben, die fundamentalistisch begründet wurde. Dazu fand sich in den bisherigen Äusserungen kein Wort. Im Gegenteil wird die Geschichte nun von Jesu Zeiten bis 2021 so über einen Kamm geschert, dass die Amtsvollmacht für Frauen immer zugänglich gewesen, aber der Amtsauftrag leider nicht akzeptiert gewesen sei. Und nun sei das halt nicht mehr so. Dass früher aber eine theologische Anti-Position innegehalten wurde, wird nicht angesprochen geschweige denn die Rechtfertigungen von damals explizit abgelehnt. Sie nimmt einige Punkte davon in der Begründung der neuen Position zwar vorweg, aber damit macht man es sich natürlich auch wieder denkbar einfach: Wir sind zu einer Einsicht über etwas gekommen, worüber wir jetzt nicht mehr sprechen brauchen... - Genauso drängt sich natürlich die Frage auf, ob denn die NAK die offensichtliche Schlussfolgerung aus der Neuerung hinnehmen kann; nämlich dass sie früher etwas *falsches* verkündigt hat. Leider ist hier wenig Mut zur Ehrlichkeit erkennbar. Es war 2019 oder 2020, also zu einem als intern schon viele Weichen für die Frauenordination gestellt waren, predigte Jean-Luc Schneider in einem kryptischen Gottesdienst zum Thema "Veränderungen in der Kirche", dass Gott mit Sicherheit dafür gesorgt habe, dass durch die früheren Zustände nie jemand zu Schaden gekommen sei. Wir wissen nicht, ob er damals schon an die Bombe gedacht hat, die er dann am 20.9.22 hat platzen lassen. Falls ja, wäre es ein absoluter Hohn angesichts der Tatsache wie schwer Frauen bei der Ausübung ihres Glaubens lange Zeit und vielerorts in der NAK waren und dass laut Aussteigerin Gabriele Jakob-Stoffel sogar eine damalige Studie am psychologischen Institut der Universität Hamburg nahelegen konnte, wie ungleich schwer Frauen in Endzeitgemeinschaften (inkl. NAK) geschädigt wurden. In diese Richtung war bisher gar nichts zu hören. - Wie die Zuhörerinnen und Zuhörer von secta.fm selbst gehört haben, hat Peter Johanning in die NAK-Folge das Amt damit begründet, dass sich ein Amtsträger (damals noch ausschliesslich Männer) "von Gott berufen fühlen" und das ihre eigene Überzeugung sei. In der Tat liess die NAK auch in den wichtigsten Quellen und in der Neuformulierung des Amtsverständnis 2019 die frühere Vorstellung abschwächen oder unerwähnt, als man noch mit einer "Erbetung" argumentiert hat; sprich, eine Art Mini-Offenbarung zeige den führenden Amtsträgern vor Ort, wer als nächster Diakon, Priester oder Apostel ordiniert werden solle. Mit den Aussagen zu "Quotenregelung" bei Frauenordinationen schliesst Jean-Luc Schneider wieder abrupt an diese Diktion an und lässt den einen oder anderen doch ratlos, ob nun immer noch die charismatisch angehauchte Lehre von früher gilt oder ob man die Organisation NAK in seinen Strukturen endlich als weltlich begreift. Mir scheint es, dass die NAK immer sehr schnell ihren eigenen Synkretismus an Lehren zusammensetzt, wie sie es momentan gerade am besten nutzen kann. Dafür mit schwindelerregenden Richtungswechseln zur Folge. Einmal mehr scheint sich die NAK auf den Standpunkt zu stellen, mit dem ernstgemeinten Willen zur Veränderung (in der NAK hat man doch lange sehr unter dem Ruf als Sekte gelitten) verbiete oder erübrige sich letztlich auch endlich die Kritik an den früheren Zuständen. Die genannten Punkte zeigen, wie falsch sie dabei liegt und welche Glaubenskonflikte dabei an der Oberfläche ausbrechen. Vielleicht fährt die NAK mit diesem Kurs tatsächlich besser als bei einer Generalbeichte. Doch ich kann nicht erkennen wie er mittelfristig zu einer gefestigten Position der Mitglieder beiträgt. Das Thema Glaubensgehorsam und Eigenverantwortung liegt schon seit mehr als 20 Jahren bei den Akten und dennoch kann man weder in Gottesdienstprotokollen noch in Äusserungen der Mitglieder erkennen, wie und wo sich ein neues Verständnis konsolidiert hat. Bestenfalls hat man einfach überall das Wort "Jesus" eingesetzt, wo es vor 30 Jahren noch "Werk Gottes sprich Kirche" geheissen hätte. So oder so bleibe ich gespannt wie die Änderung umgesetzt werden wird, wie die Leitung den enormen Konflikten und Eigenständigkeitsbemühungen in Afrika begegnen will und wie sie damit umgehen wird, wenn die Akzeptanz von weiblichen Ämtern in den ersten Gemeinden konkret auf die Probe gestellt wird. Viele Grüsse, ich freue mich auf die nächsten Folgen Pascal
  • Heinrich 20. September 2022 um 18:20 zu WSW9: Neuer Esoterik-Kongress, Corona in Freikirchen, Getarnte Scientologen, Der Fall Jan H., Erneuter TOS-AnschlagDer entscheidende Kontakt ist Chuck Pierce von Glory of Zion. Er wird als Freund bezeichnet. Heidi Baker taucht regelmäßig in Tübingen auf. Auch sie gehört zum inneren Kern der (früheren) NAR, der "revival alliance.
  • Hans-Jürgen Groenewold 18. September 2022 um 3:22 zu #26 Die Trump-Sekte?Zum Thema Fluktuation fällt mir die SED/PDS ein. Laut dem Guinness-Buch der Rekorde 1991 war die SED/PDS im Jahr 1990 die Partei in Deutschland mit dem größten Mitgliederverlust; von ca. 2,3 Millionen Mitgliedern im Oktober 1989 auf 600.000 im März/April 1990. Passive Mitgliedschaft war in der SED unerwünscht. Praktisch war jeder Montagabend für Parteiversammlungen reserviert.
  • Fabian 17. September 2022 um 18:23 zu #41 Bruno Gröning FreundeskreisGuter Hinweis, danke!
  • Hans-Jürgen Groenewold 17. September 2022 um 17:02 zu #41 Bruno Gröning FreundeskreisIch hätte noch einen weiteren Grund für "Heilungserfolge": Falsche Diagnose. Ich kann mich an einen Heilungsbericht eines Mannes erinnern (wohl auch aus dem "Phänomen"), der noch zu Bruno Grönings Lebzeiten von ihm persönlich von "Magenkrebs" geheilt worden sein will. Der Mann habe nach dem Krieg nicht mehr essen können. Sein Hausarzt habe ihn kurz untersucht (leider wurde die Diagnosemethode nicht näher erläutert)und gesagt: "Sie haben Magenkrebs." Ich bin kein Mediziner, aber diese Diagnose erscheint mir doch sehr zweifelhaft. Da wäre für mich "Posttraumatische Belastungsstörung" naheliegender. Nebenbei würde dies auch die Massenheilungen Grönings in der Nachkriegszeit gut erklären: Das Land war voller Kriegstraumatisierter und er hatte vielleicht wirklich ein "Händchen" dafür, auf sie einzugehen.
  • Tine 2. September 2022 um 9:11 zu #41 Bruno Gröning FreundeskreisVielen Dank für diese Folge! Meine Schwiegermutter ist überzeugte Anhängerin des Geistheilers Sananda der sich als Reinkarnation von Bruno Gröning sieht. Von daher war es für mich sehr interessant zu erfahren, was genau es mit diesem Mann und auf sich hat.
  • Markus 29. August 2022 um 14:28 zu #41 Bruno Gröning FreundeskreisVielen Dank, Fabian , für diese wieder sehr interessante und gut recherchierte Folge. Der BFK ist leider im süddeutschen Raum immer noch recht aktiv und schafft es immer mal wieder, sich für Vorträge in irgendwelche Sale einzumieten. Da gibt's noch viel aufzuklären. Was mich noch interessiert hätte: Wie ist die Gruppensoziologie des BFK und seiner Sympathisanten? Ich nehme an, man kommt meistens über das Thema Krankheit damit in Kontakt, also tendenziell eher ältere Menschen. Ich vermute, dass sich auch Frauen leichter als Männer von dem Thema und wohl auch von der Gestalt Gröning ansprechen lassen. Und ist es nicht wahrscheinlich, dass es in der Gruppe eine relativ hohe Sterblichkeit gibt, angesichts der Schwerpunktthematik? Hast Du dazu Infos gefunden? Herzliche Grüße von Markus
  • Martin 24. August 2022 um 19:17 zu #41 Bruno Gröning FreundeskreisIch kann nur immer den Film "Per Anhalter durch die Galaxis" erwähnen: Die Jatvatieden: Sie glauben das Universum hätte die Menschheit ausgeniest ! Und sie beten an die Rückkehr des "grossen weissen Taschentuches" =)
  • Martin 24. August 2022 um 18:46 zu #41 Bruno Gröning FreundeskreisEr hies "Brunowski" - Warum kann ich den Typen jetzt schon nicht mehr wirklich ernst nehmen ? 😀 😀 😀 Brako hat wohl lieber "aufs Geld geguckt" 😀 😀 😀
  • Nelson 24. August 2022 um 17:58 zu #41 Bruno Gröning FreundeskreisSekten haben es nicht für sich allein gepachtet, dass man die Historie ihrer Gründerfigur mystisch überhöht. Kommt uns das nicht bekannt vor? Vielleicht konnte er ja auch übers Wasser laufen. 😉 Soll der gute Jesus nicht auch Kranke geheilt haben? Das kann ja also erstmal jeder behaupten. Man soll ja, warum auch immer tolerant sein. 😁
  • Peggy 23. August 2022 um 15:22 zu #35 – Christlich Essenische KircheVielen Dank, Fabian, für diese Folge. Besonders dein hartnäckiges Nachfragen im Interview, man sitzt gebannt vorm Lautsprecher und kanns kaum fassen, was dort an Antworten kommt. Auch grundsätzlich wirklich Respekt für deine tiefen Recherchen und dein Bemühen, jeder Gruppierung mit Achtung und ehrlichem Interesse zu begegnen und die Innensicht nachvollziehen zu wollen, ich find es mega spannend. Ich höre gerade deinen Podcast Folge für Folge von Anfang an nach und nehme so viel mit und hoffe, auch mal bei einem Stammtisch dabei sein zu können. Danke dir sehr für die viele Arbeit!
  • Cordula 19. August 2022 um 10:05 zu #13 FLDS: Polygamie für die EwigkeitBei Netflix gibt es eine vierteilige Mini-Dokuserie ( ca. 45 Minuten pro Folge) von 2022, in der auch einige Frauen zur Sprache kommen, unter anderem die Frau, die als Kronzeugin im ersten Prozess gegen Warren Jeffs maßgeblich zu seiner Verurteilung beigetragen hat. "Be sweet. Pray and obey" bzw. "Sei lieb. Bete und gehorche".
  • stef baura s 15. Juli 2022 um 12:05 zu WSW24: Xavier Naidoo, Olaf Latzel, Königreich Deutschland, Multi-Level-Marketing, Connect-BuchverlosungHallo Fabian, ich schreibe hier mal in die neueste Folge. Ich bin aufgrund Deines Interviews bei Hossa-Talk hier gelandet. Habe ein paar Folgen durcheinander gehört und dann von vorne angefangen, die ersten 9 sind durch. Ich bin ganz erstaunt, wieviele der "Sekten", die Du erklärst, ich zumindest vom Namen her kenne, offensichtlich interessiert mich das Thema doch noch deutlich mehr, als ich dachte. Besonders berührt hat mich die Folge zu Jim Jones. Ich war 12, als das passierte, und wir hatten (unter anderem) auch die BILD-Zeitung zu hause. Ich meine mich noch ganz genau zu erinnern, wie die BILD tage- wenn nicht wochenlang über diese Tragödie berichtete, mit Bildern, vielen Bildern. Ich hatte das völlig vergessen, aber bei Deinem Bericht konnte ich mich am Küchentisch sitzen sehen, wie ich gebannt diese Artikel las. Ich fühle noch meine Fassungslosigkeit von damals, aber auch die morbide Faszination daran, wie man Menschen manipulieren kann. Es war sehr merkwürdig, sich jetzt daran zu erinnern. Und wie es der Zufall will, habe ich kurz nach Hören der Jim Jones Folge einen Podcast zu einer Startrek DeepSpace 9 Folge gehört, wo sich darauf bezogen wird, dass der Autor der Folge 02/14 "Das Paradiesexperiment" seine familiären Erfahrungen mit einer Sekte verarbeiten wollte. In dieser Folge, in der eine isolierte abgestürzte Gruppe auf einem einsamen Planeten ohne Technik überlebt, wird u.a. jemand zur Strafe in eine Kiste in sengender Sonne gesperrt. Das fand ich doch eine deutliche Parallele zu dem was Du über die Strafen in Jonestown erzählt hast. Und noch ein verrückter Zufall scheint für mich zu sein, dass man nach dem MOrd an Japans Ex-Premier Abe, bei diesem einen Zusammenhang mit der Moon-Sekte herstellt. Auch eine Folge, die ich eben erst gehört habe... Lange Rede, kurzer Sinn, vielen Dank für diesen informativen Podcast, Grüße Stefanie
  • Marcus Köhler 23. Juni 2022 um 12:55 zu #32 Die Lorenzianer – Gemeinschaft in Christo Jesu e.V.Weißer Fürst ist Canaris aber sicher kein ''Aussteiger''. Seine Behauptungen grenzen an vielerlei Straftatbestände und sind zum größten Teil einfach völlig falsch und widersprüchlich. In jedem Fall sind sie zu tiefst unmoralisch. spätestens wenn schlimme Unfälle instrumentalisiert werden. Schon die Aussage zum Schutz der Familie zeugt von genau dieser Person. MFG Marcus K.
  • André Ay 20. Juni 2022 um 23:02 zu WSW 15: Prinz-Philip-Bewegung, Scientology, “Love Has Won”, Olaf LatzelHallo! Latzel bewegt sich mit seinen hier zitierten Äußerungen im Rahmen der Kernaussagen der Bibel: Das kommende Gericht: Römer 9: "22 Da Gott seinen Zorn erzeigen und seine Macht kundtun wollte, hat er mit großer Geduld ertragen die Gefäße des Zorns, die zum Verderben bestimmt waren, 23 auf dass er den Reichtum seiner Herrlichkeit kundtue an den Gefäßen der Barmherzigkeit, die er zuvor bereitet hatte zur Herrlichkeit." Römer 2: "5 Du aber, mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen, häufst dir selbst Zorn an für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes," Jesus als Ausweg: Johannes 5: "24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen." Johannes 14: "6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." Römer 3: " 23 Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. 25 Den hat Gott für den Glauben hingestellt zur Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden" Missionsauftrag: Lukas 24: " 45 Da öffnete er ihnen das Verständnis, dass sie die Schrift verstanden, 46 und sprach zu ihnen: So steht's geschrieben, dass der Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; 47 und dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern." Empathie für andere: Matthäus 22: "39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). 40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten." Verantwortung des Umkehr-Rufers: Hesekiel 33: "8 Wenn ich nun zu dem Gottlosen sage: Du Gottloser musst des Todes sterben!, und du sagst ihm das nicht, um den Gottlosen vor seinem Wege zu warnen, so wird er, der Gottlose, um seiner Sünde willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern. 9 Warnst du aber den Gottlosen vor seinem Wege, dass er von ihm umkehre, und er will von seinem Wege nicht umkehren, so wird er um seiner Sünde willen sterben, aber du hast dein Leben errettet." Der Abschnitt ist in der Lutherbibel fettgedruckt, als wäre es eine Verheißung, aber ich glaube, diese Ansprache kann nur auf Hesekiel bezogen und nicht verallgemeinert werden aufgrund der Prädestinationslehre. Widerstand der Welt: Johannes 15: "18 Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. 19 Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt." Es ist zudem unsachlich, hier Höllendrohungen reinzubringen, da Latzels Worte auch mit Annihilismus vereinbar sind. Alles Gute!
  • Fabian 13. Juni 2022 um 14:16 zu WSW24: Xavier Naidoo, Olaf Latzel, Königreich Deutschland, Multi-Level-Marketing, Connect-BuchverlosungDas stimmt. Differenzierter müsste man also vermutlich sagen: Die *Äußerung* von Hass (und Hetze) fällt nicht unter Meinungsfreiheit, weil sie die Menschenwürde verletzt. Und die Ursache für das Gefühl des Hasses muss "bekämpft" werden, etwa durch Bildung.
  • Michael 10. Juni 2022 um 16:56 zu WSW24: Xavier Naidoo, Olaf Latzel, Königreich Deutschland, Multi-Level-Marketing, Connect-BuchverlosungDer Vortrag von Prof Dr. Zimmer ist sehr interessant und sehr gut, danke. Die Erläutetung der nicht allg. bekannten historischen Tatsachen ist hilfreich und sollte bekannter werden
  • Holger 9. Juni 2022 um 18:53 zu WSW24: Xavier Naidoo, Olaf Latzel, Königreich Deutschland, Multi-Level-Marketing, Connect-Buchverlosunghallo miteinander: ja, mir ist bewusst, dass die Aussage provozierend aufgefasst werden kann - soll es aber nicht. Thema Hass: Zustimmung: Hass ist keine Meinung. Aber: Hass ist ein Gefühl vergleichbar wie Liebe. Und man soll Gefühle nicht beschränken oder verbieten und es ist sogar nichtmal möglich die zu tun.
  • Fabian 8. Juni 2022 um 22:18 zu WSW24: Xavier Naidoo, Olaf Latzel, Königreich Deutschland, Multi-Level-Marketing, Connect-BuchverlosungIch bin nun etwas irritiert,nachdem ich diesen Zeit -Artikel gelesen habe,von einem Juristen verfasst, der exakt so argumentiert wie ich in der Folge. Das Strafrecht als Grenze der Religionsfreiheit. Was übersehe ich? https://www.zeit.de/gesellschaft/2022-06/landgericht-bremen-olaf-latzel-homophobie
  • Fabian 8. Juni 2022 um 17:37 zu WSW24: Xavier Naidoo, Olaf Latzel, Königreich Deutschland, Multi-Level-Marketing, Connect-BuchverlosungDanke für die Ausführung - ja, da merkt man, dass ich kein Jurist bin. Vermutlich müsste ich so formulieren: Das Grundrecht der Religionsfreiheit kommt da an die Grenze, wo (in diesem Fall durch Volksverhetzung) das Grundrecht Art. 1 Abs 1. verletzt ist. Ich frage mal unkundig: Könnte man sagen, dass das StGB in diesem Fall durch den Paragraph zur Volksverhetzung ja dieses Grundrecht sichern möchte (§130 Abs. 1 StGB bezieht sich ja explizit auf GG Art .1)? Jedenfalls: Sorry, dass ich das so unkundig formuliert habe. Theoretisch ist mir sogar klar, dass Grundrechte eine andere Ebene sind als z.B. das Strafrecht. Liebe Grüße Fabian
  • Fabian 8. Juni 2022 um 17:30 zu WSW24: Xavier Naidoo, Olaf Latzel, Königreich Deutschland, Multi-Level-Marketing, Connect-BuchverlosungNein, mit Schönreden hat das nichts zu tun. Und auch nicht damit, dass man sich aussucht, was man aus der Bibel glaubt oder nicht. Es hat etwas mit der Kontextualisierung der Bibel zu tun. Ich empfehle dazu folgende Podcastfolgen, die das (mit Blick auf Homosexualität) ausführlicher beleuchten: https://karte-und-gebiet.de/home/12-folge-homosexualitaet-part-2/ https://worthaus.org/mediathek/homosexualitaet-und-die-bibel-12-4-1/ https://worthaus.org/mediathek/die-schwule-frage-die-bibel-die-christen-und-das-homosexuelle-5-1-1/ Letztlich geht es um die Frage des Bibelverständnisses, nicht darum, ob man sich die Bibel "schönredet". Aufgeklärte Christen sehen die Bibel zwar als "heiliges Buch" an, aber das heißt nicht, dass sie Wort für Wort von Gott diktiert wurde und auch nicht, dass sie fehlerfrei ist. Die Bibel muss man sich nicht schönreden, wenn man sie im Kontext ihrer Zeit versteht. Man muss eben nur das: Sie im Kontext ihrer Zeit und Umstände verstehen, wie jede andere historische Literatur auch. Ich sage übrigens ja auch mehrfach, dass Latzel viele Anhänger hat. Und ja, weltweit gesehen vertritt er sicher eine Mehrheitsmeinung. Für mich ist das eher Ansporn, dafür zu sorgen, dass sich das ändert (auch wenn das in absehbarer Zeit illusorisch ist...). Aber gerade in der evangelikalen Welt tut sich da gerade viel in den letzten Jahren. Zunehmend gibt es hier insbesondere in der Frage nach der Homosexualität einen Sinneswandel - in manchen Bereichen gibt es deshalb auch bereits Abspaltungen (siehe Methodistische Kirche). Man darf also gespannt sein, wo der Weg hinführt.
  • Michael 8. Juni 2022 um 15:50 zu WSW24: Xavier Naidoo, Olaf Latzel, Königreich Deutschland, Multi-Level-Marketing, Connect-BuchverlosungDas interessiert mich auch. Kann ich oder auch muss ich die Bibel "schönreden"? Ich kann mir doch nicht aussuchen, was ich von der Bibel glaube, oder? Es wäre schön und sinnvoll, das etwas zu erklären. Sonst gibt es richtig Gläubige ( homophob) und falsche / lasche Gläubige (liberal) Danke
  • Nelson 8. Juni 2022 um 13:00 zu WSW24: Xavier Naidoo, Olaf Latzel, Königreich Deutschland, Multi-Level-Marketing, Connect-BuchverlosungZu Latzel möchte sagen, dass es eben problematisch ist, wenn man sich auf fiktionale Schriften beruft in die man alles mögliche hineininterpretieren kann und man immer darauf angewiesen ist, dass Gläubige ihre Religion nicht zu ernst nehmen. Im Großteil der Welt glauben Christen sehr viel bibeltreuer als bei uns. Die Aufklärung ist bei den meisten nicht angekommen. Homosexualität ist unter dem Großteil der Christen und auch der Moslems ein Problem. Da vertritt Latzel eher die Mehrheitsmeinung. Da ist der Podcaster weltweit eher in der Minderheit, wobei ich seine Meinung natürlich begrüße. Das zeigt mir, dass man trotz christlichen Glaubens liberal sein kann. Dafür muss man sich die Bibel aber schön reden.
  • CH64 7. Juni 2022 um 22:53 zu WSW24: Xavier Naidoo, Olaf Latzel, Königreich Deutschland, Multi-Level-Marketing, Connect-BuchverlosungHallo, ehrlich gesagt habe ich mich über die Aussagen im Podcast zu Grundrechten und Straftaten ziemlich geärgert. Das ist ein nativer und geschichtsvergessener Rechtspositivismus und ein Unverständnis was Grundrechte sind. Grundrechte sind Abwehrechte gegen staatliche Übergriffe und garantierte mindest Standards. Diese können nicht einfach durch einfache Gesetze eingeschränkt werden. Wer das falsch findet, der sollte an die Zeit des Nationalsozialismus oder die DDR zurückdenken. Dort wurden Grundrechte durch Gesetze mit Füßen getreten. Und zu der Frage, wo das Grenzen kennt? Ganz einfach, wenn andere Grundrechte betroffen sind. Es gibt ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Deshalb darf man seine Kinder nicht schlagen, weil das Grundrecht dort höher gewichtet wird. Super-Grundrecht ergibt in dieser Argumentation keinen Sinn. Es ist ein Grundrecht und wer es Einschränken will, der braucht eine gleichwertige Grundlage.
  • Frauke 1. Mai 2022 um 15:36 zu WSW23: Xavier Naidoo, 12 Stämme, Adullam, Endzeit-ProphezeiungenNe tolle Folge! Ich bin - mach ich sonst nie - sofort dem Hörbefehl gefolgt und hab über das Buch „Factfulness“ erst mal die Zusammenfassung bei Blinkist gehört, danach das Buch für mich und eine Freundin bestellt, die auch immer so was sagt wie „ …in der heutigen Zeit…das wird ja alles immer schlimmer“. Danke für den Tipp und bitte weiter so!
  • Sandra aus dem All 25. April 2022 um 20:08 zu #36 Die AmishDie Amish haben sicher auch sympathische Züge aber sieben Kinder im Schnitt finde ich schon eine ganz schöne Warnlampe. Wie steht es da um die sexuelle Selbstbestimmung der Frauen und um Aufklärung sowie Zugang zu Verhütung? Ich befürchte schlecht. Wie jung wird geheiratet? Wie geht es den nicht heteronormativen Menschen da? Da spielen sich sicher ein paar menschliche Tragödien ab. Puh, ich möchte in so einer Gemeinschaft nicht hinein geboren werden.
  • Kalli 12. April 2022 um 11:04 zu #23 Kirche des letzten Testaments (Vissarion)Hallo, mein Name ist Kalli.In der Schule sollen wir eine Präsentation über eine beliebige Glaubensgemeinschaft erstellen.Ich habe mich für die Kirche des letzten Testaments entschieden, jedoch habe ich einige Fragen dazu ,trotz Recherche.Ich finde es sehr interessant, dass sie in Kontakt mit dieser Gruppe gewesen sind und Ich würde mich sehr freuen ,wenn Sie mir über Ihre Erfahrungen etwas berichten könnten.Falls Sie Interesse haben, könnten Sie mir einige Fragen beantworten? LG Kalli
  • Markus 3. April 2022 um 9:00 zu #34 – Katholische Integrierte GemeindeDa stimme ich dir zu! Da die Neokatechumenalen immer noch ziemlich verbreitet und von den Oberen zum Teil auch hofiert werden, wäre das ein Topthema.
  • Marius 3. April 2022 um 4:43 zu #34 – Katholische Integrierte GemeindeInteressant fänd ich auch mal die Frage, in wie fern eigentlich der Neokatechumenale Weg eine der KIG ähnliche, bedenkliche Gruppe ist.
  • Fabian 22. März 2022 um 17:34 zu #38 Der Ku Klux Klan & Christian IdentityDanke für deinen Kommentar - und du hast vollkommen Recht. Da hab ich was durcheinander gewürfelt. Danke für den Hinweis!
  • Alexander 22. März 2022 um 15:14 zu #38 Der Ku Klux Klan & Christian IdentityDanke für die super-interessante Folge! Bei der theologischen Einsortierung ist aber was schief gegangen. Prä- und Postmilleniarismus sagen ja erstmal was über die Haltung zum "Tausendjährigen Reich" aus (und sind auch keine Randpositionen in extremen Grüppchen - viele frühe Kirchenväter waren Prämilleniaristen, Postmill war v.a. unter amerikanischen Reformierten im 18./19. Jh. recht verbreitet, angefangen mit dem großen Jonathan Edwards). Im Beitrag geht es aber im die Position einer "Entrückung" (pre-trib / post-trib), da sind wir bei Feinheiten innerhalb einer Prämill-Position, bzw. innerhalb des Dispensationalismus. Beeindruckend fand ich auch besonders die absurden theologischen Verrenkungen, die unternommen wurden / werden, um Rassismus zu legitimieren. Was ja ein deutliches Indiz dafür ist, wie inkompatibel die Bibel und der Rassismus eigentlich sind ...
  • Karmen 20. März 2022 um 22:21 zu #38 Der Ku Klux Klan & Christian IdentityEine freundliche Buchempfehlung zum Thema Religiöse Rechte/Christian Identity: "Amerikas Gotteskrieger" von Annika Brockschmidt.
  • Fiona 23. Februar 2022 um 19:34 zu #24 EvangelischHallo Fabian, Lange ist die Folge her, aber da mir einiges sauer aufgestoßen ist möchte ich dazu trotzdem noch etwas sagen. Insbesondere, da ich darauf gehofft habe, dass ihr ebenso wie in anderen Folgen schaut welche problematischen Strukturen sich finden, was leider nicht passiert ist. Das allermeiste Betrifft eher Christina, aus dem einfachen Grund, dass sie am meisten gesprochen hat und ich nicht immer ganz einordnen kann wie sehr du mit ihr einer Meinung bist. Ihre Erläuterung des Glaubens fand ich etwas erschreckend. Es wirkte wie eine Wiedergabe dessen, was sie gelernt hat, als würde sie nicht wirklich hinterfragen und auch erstaunlich wenig Religionswissenschaftlich an die Sache herangehen. Das halte ich aber doch für wichtig, insbesondere wenn man selbst vor einer Gemeinde Predigt. Ob ihr Verständnis das allgemein evangelische ist, weiß ich nicht, aber ich muss leider sagen, hoffentlich nicht. Sie sagt ganz klar, dass sie alle Verantwortung an Gott abgibt. Er hat das letzte Wort, die Menschheit wird schon nicht untergehen, weil wir haben ja den Retter. Das finde ich eine sehr gefährliche Anschauung, die ich viel zu oft von Christen (wenn auch in kleinerem Ausmaß) höre. Warum dann noch für etwas arbeiten? Nach dieser Logik könnten wir alle gediegen den Umweltschutz ignorieren, weil Gott hat ja das letzte Wort. Es scheint bei ihr und bei vielen Gläubigen ein unbewusster Fokus zu sein, sich vor Problemen zu verstecken und eine Ausrede zu finden, warum man sich um das Problem nun nicht kümmern muss. Damit macht man es sich echt verdammt einfach. Ein Glück, dass wir nicht alle so denken! Ein weiterer Punkt ist die Bibelauslegung. Ich selbst wurde katholisch erzogen und habe im Religionsunterricht viel zu dem Thema gelernt. Einer der wichtigsten Punkte war: Es ist nur ein Buch voller Metaphern, Geschichten und Gleichnissen. Fasst alles besteht aus Erzählungen, die uns verständlicher machen wie das Reich gottes ist. Von Fundamentalismus ist Christina weit entfernt, keine Frage, aber dennoch wird erstaunlich viel sehr ernst genommen. Wenn sie selbst einen Glauben hat, warum nicht selbst mal überlegen wie man sich Gott vorstellt? Selbst überlegen, was würde ein Gott als gut empfinden? Anstatt dessen werden Verse aus der Bibel zitiert und lieber gesagt „es steht mir nicht zu, zu richten. Gott entscheidet alles.“ Ach ja? Woher nimmst du die Information? Hat Gott es dir gesagt? (Stichwort Verantwortung abschieben). Direkt zu dem Punkt „ich richte nicht, das macht Gott.“ passt auch, dass ich es als Widerspruch empfinde, dass dann trotzdem andere Menschen von Christina verurteilt werden. Woher nimmt sie sich plötzlich das Recht? Darf doch nur Gott^^ Thema Kindestaufe: Ja, Eltern treffen laufend Entscheidungen für ihr Kind. Aber die Entscheidung an was das Kind glaubt, das ist erstens keine, die getroffen werden muss (ganz wichtig) und zudem keine, die man dem Kind abnehmen sollte. Zu sagen es sei ja auch gut, weil Gott einem dann von Anfang an die Sünden nimmt, bringt mir reichlich wenig, wenn ich gar nicht an Gott glaube. Das Kind nicht zu taufen ist definitiv nicht das Gleiche, man lässt ja alles offen und wenn das Kind einen Weg einschlagen möchte, dann zu seiner Zeit. Es ist nämlich nicht super entspannt wieder auszutreten. Ich durfte als arme Schülerin zum Amt gehen und 30 Euro von meinem knappen Taschengeld blechen um aus dem Verein rauszukommen und mich dann noch von vielen Seiten warnen lassen, dass es sein kann dass die Kirche später so tut als wär ich nie ausgetreten und sich Geld zurückholt. Das wär einfach nicht nötig gewesen, wenn ich diese Entscheidung von Anfang an hätte treffen können. Dazu kommt noch die Unterscheidung zwischen Glaube und Kirche. Wenn ich an Gott glaube und das selbe Gottesverständnis wie die Evangelische Kirche habe, dann heißt das noch lange nicht, dass ich Gottesdienste oder die Institution an sich gut finde. Mir wird aber von der Kirche (und von Christina, kommt auf etwas ähnliches hinaus) erklärt, dass mir durch die Taufe die Sünde genommen wird und dass ich Gott nahe bin, wenn ich in der Kirche bin. Das baut ja einen großen Druck auf. Bin ich gut genug für Gott, wenn ich jetzt nicht zur Konfirmation gehe? Wenn ich nicht in Gottestdienste gehe? Fazit: die von Christina genannten Glaubenssätze klingen für mich genauso an den Haaren herbeigezogen wie die der problematischen Gemeinschaften, die du in dem Podcast schon behandelt hast. Leider ist dieser Glaube nicht sonderlich reflektiert, so habe ich den christlichen Glauben bisher nicht erlebt. Das war etwas schade. Ich weiß, dass ich hier teilweise etwas zynisch werde. Das ist nicht persönlich gemeint, tut mir an der Stelle Leid falls ich Gefühle verletze. Das Thema ist ein sehr sensibles und dementsprechend emotional habe ich auf manche Aussagen reagiert. Ich höre deinen Podcast sehr gerne, immer weiter so 🙂 Liebe Grüße Fiona
  • Andres 24. Januar 2022 um 18:55 zu WSW10: “Operation Tinfoil” und die OCGAlso ich sehe die OCG als hochgradig gefährlich, ähnlich gefährlich wie einen Diktator, der vor dem 2. WK die Macht im DACH ergriff. Sie bündeln die Querdenken Szene mit ihrer Antizensurkonferenz. Ich sehe auch mit der Scientology einen deutlichen Zusammenhang in Bezug auf Querdenken, weil da viel Einfluß genommen wird. Ich denke, das da viel so undercover läuft, das man möglichst wenig mitbekommt. Derzeit recherchiere ich über diesen Zusammenhang, insbesondere auch im Zusammenhang mit vermeintlich einzelnd stehenden Esoterikern. Es geht "bloß" darum, die Demokratie in Deutschland zu erschüttern und abzusetzen, um dann was zu installieren? Da wird keiner so richtig konkret, aber so langsam wird das Bild deutlicher. Der Aufstieg nach 5D, die neue Welt. WTF?
  • Andreas Moser 15. Januar 2022 um 19:48 zu #36 Die AmishTolle Folge - und danke, dass Ihr meinen Einspieler verwendet habt! Über meine Zugreise mit den Mennoniten habe ich auf meinem Blog noch mehr Details beschrieben - und sogar heimlich ein paar Fotos von ihnen gemacht: https://andreas-moser.blog/2019/05/31/zug-und-zeitreise/ Ich fand das Zusammentreffen auch deshalb so interessant, weil ich selbst - ohne diesbezüglichen religiösen oder ethnischen Hintergrund -ziemlich technikskeptisch bin. Ich habe zB kein Smartphone, keinen Kindle, keine Alexa, kein Auto, nicht einmal ein Fahrrad. Ich habe die Philosophie der Amish und Mennoniten deshalb sehr gut verstanden: Man überlegt (und diskutiert) bei jeder Neuerung, ob man sie wirklich braucht. Man schaut sich Vor- und Nachteile an, wägt ab und trifft dann eine Entscheidung im Einzelfall. So kommen auch die unterschiedlichen Handhabungen in unterschiedlichen Gemeinden zustande. Zum Teil sind es unterschiedliche Anforderungen (je nach Geographie oder Art der Landwirtschaft/des Handwerks), zum Teil verlief einfach die Diskussion in Gemeinde A anders als in Gemeinde B. Ich finde das viel schlauer als sich blind alles zu kaufen, was neu auf den Markt kommt, obwohl sie es vor einem halben Jahr noch nicht "gebraucht" haben. Und jetzt stehen Millionen Thermomix-Geräte nutzlos in den Küchen dieser Welt. Und man schaue sich nur einmal an, was alles in den Gartenhütten oder Garagen unserer Länder an nur einmal genutzten Geräten rumgammelt. Ganz aktuell würde ich bei den negativen Aspekten der Amish noch die Weigerung anführen, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. (Die Mennoniten scheinen da offener zu sein.)
  • Lars 11. Januar 2022 um 19:43 zu #37 Die Sprache der ApokalypseHallo Fabian !!! Mal wieder eine sehr gute ,informative Folge...Hab wieder was dazugelernt. Ich hab mich wieder ein meine alte Gemeinde zurückerinnert. Der Pastor dort hatte immer wieder das Thema der Endzeit.Das war sein grosses Steckenpferd. Es wurde immer wieder ein Angst und Bedrohungsszenario geschaffen, gewürzt mit einem guten Schuss dualistischer Weltsicht (die Welt dort draußen und wir wenigen hier in unseren kleinen Gemeinde). Aussagen über die Politik, die uns verarscht, die Wirtschaft die uns über finstere Verschwörungen ausbeutet, die Presse der man nicht trauen kann...waren immer an der Tagesordnung. Aber in einem seriösen, subtilen, vertrauten Ton gehalten ("Ich lade euch mal ein darüber nachzudenken, lasst euch das mal auf der Zunge zergehen... "etc.) Die Wiederholung machts...Schwuppdiewupp ehe man sichs versieht ist man in einer destruktiven Denke die man kaum mehr selbst realisiert. Heute nach meinem Austritt in 2019 schüttle ich nur noch den Kopf über mich selbst über manches was ich damals geglaubt habe. Der Pastor wurde dann in der Coronazeit ein (was Wunder?) ein heftiger Kritiker der Coronamassnahmen und der Coronaimpfung...
  • Martin 10. Januar 2022 um 19:23 zu #37 Die Sprache der ApokalypseZu Manipulation: Letztlich ist jedes "Guten Tag" Manipulation: Ich will deinen Tag so "beeinflussen" dass er gut wird =)
  • Martin 10. Januar 2022 um 19:11 zu #37 Die Sprache der Apokalypsezu Jim Jones: Der hat ja auch diese "White Nights" veranstaltet, diese "Weissen Nächte" in denen die ihren Selbstmord gespielt haben und "White Night" klingt fast wie "White Knight" und ein "White Knight" ist ein "Weisser Ritter", ein Symbol für einen Retter 😉 "Bestimmte Sprachmuster die Gruppenintern von der Sekte anders werden werden - Ähmähm...Mainstream...Diktatur...in Afd Sprache...Ähm Ähm - sorry hatte nen Kloss im Hals 😉
  • Martin 10. Januar 2022 um 18:07 zu #37 Die Sprache der ApokalypseWas sich nach dieser Folge gut anbieten würde wäre eine Folge über Scienthologie, weil die ja einen ganz speziellen “Sprachcode” haben 😉 *Wink mit dem Zaunpfahl* Zu Nelson: NEIN – Menschen die nicht gendern zu kritisieren ist eben NICHT (!!!) “intollerant” – Das sind erlernte Gesprächstaktiken der rechten Szene die du da verwendest aber Fakt ist: Es wird niemand benachteiligt dadurch dass er vergessen oder ignoriert wird. Wenn ich nicht gendern blende ich die diversen Geschlechter aus dh ich tue so als seien sie nicht wichtig/nicht erwähnenswert. Wenn ich jemanden der bewusst - ohne ersichtlichen Grund - nicht gendert kritisiere ignoriere ich ihn nicht – ich spreche ihn sogar ganz direkt an ! Und kritisiere ihn und man DARF Jederzeit kritisieren !!!! Ihr Rechten/Konservativen habt einfach nur keine Ahnung was Intolleranz wirklich ist und versucht mit zu reden und dieselben Vokabeln zu verwenden auch dann wenn sie NICHT PASSEN !!! – das ist euer Problem =) Ausserdem versuchst du am Ende mit “schlecht vorbereitet” – ohne dass du diese Behauptung anhand von Beispielen belegst – noch nach zu treten – wahrscheinlich weil du selbst merkst dass dein Argument zu schwach ist 😉
  • Holger 8. Januar 2022 um 18:38 zu #37 Die Sprache der ApokalypseBei Sprache bin ich ein leidenchaftlicher Nutzer von Dialekt (also im Alltag und nicht bei Schrift) Und als derartiges betrachte ich auch im Alltag den Gender-Dialekt. Habe damit keinerlei Problem - Ziel von Sprache ist ja Kommunikation und alle Partner sollten den Inhalt verstehen. Das wird krass wenn ein Bayer mit dem Fiesen labert. Die sollten sich auf einen kleinsten gemeinsamen nenner einigen. Meist hierzulande hochdeutsch. Und hochdeutsch ist auch nur einer der vielen Dialekte ohne besser als alle anderen zu sein. Vermutlich wegen Luther bzw. dem Buchdruck als Schriftdialekt verallgemeinert. Beispiel aus dem Berufsalltag (Beruf egal, aber Telefonkontakt in andere deutsche Regionen) ein Gesprächspartner hat evtl. versehentlich seinen Dialekt genutzt und ich war da wie der Ochs vorm Berg. Meine Reaktion hier nun meinen Dialekt zu nutzen war der positive Anlass sich nach kuzrem Erstaunen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen. Im geschäftlichen Umfeld bei Schrift verzichte ich nur aus dem Grund Konflikten vorzbeugen auf Sprache bei denen Geschlecht wichtig ist. also Anrede mit "Hallo miteinander" oder vergleichbar. Ich möchte von vornherein den Konflikten ausweichen den einige damit haben. Im privaten Umfeld ist sowas total egal - es interessiert sich niemand für das Thema. Also lass ich das auch bleiben. Ich muss einfach Nelson zustimmen - es ist nur eine akademisch geführte Diskussion einer Minderheit. Frage zum eigentlichen Thema des podcast. Wird so eine überzeugende Sprache gelehrt? Ich stelle mir das für alle im Bereich Werbung vor. Aber dazu zähle ich neben Industrie sogar auch Politik oder auch Kirchenvertreter. Werbung funktioniert, sonst würde die Industrie nicht mit viel kapitaleinsatz verwenden. Und auch da ist dr versuch vorhanden durch die Ansprache Menschen zu steuern.
  • Mirco 8. Januar 2022 um 13:38 zu #37 Die Sprache der ApokalypseLieber Nelson, erst einmal herzlicher Dank für Deinen Kommentar. Fabian hat die meisten Punkte bereits gut beschrieben. Keinesfalls ging es uns um Abwertung von Personen, die das Gendern nicht anwenden, weil es dazu möglicherweise keine Veranlassung gibt. Gleichzeitig ist allerdings korrekt, wie von Fabian bereits ausgeführt, dass es um Inklusion geht und Menschen möglichst mit Sprache keine Gruppen diskriminieren. Insofern halte ich es für keinerlei ausschliesslich akademische Debatte, sondern eine, die uns alle betrifft. Dahinter steht ja auch die Frage, wie wir miteinander leben wollen. Diese Frage bewegte uns, diesen Podcast überhaupt ins Leben zu rufen. Selbstverständlich hast Du recht, dass »Normalität« auch einen statistischen Wert beschreibt. Allerdings ist Normalität auch ge- und erlebte tägliche Lebenswirklichkeit und somit mehr als nur ein statistischer Wert. Nach meiner Kenntnis wird »Normalität« jeden Tag von Menschen und Gesellschaften gestaltet und ist damit in steter Veränderung. Ich gestehe, dass mein Beispiel mit Böblingen im 17. Jahrhundert und dem (unterstellten) Autoverkehr zu jener Zeit vollkommen überspitzt war – allerdings hatte ich dies auch entsprechend sprachlich markiert. Es ist sehr schade, dass Du uns als schlecht vorbereitet empfunden hast und ich nehme dies sehr ernst und wir werden Deine Kritik besprechen. In diesem Fall jedoch haben wir uns gerade Fabian eingeladen, damit er als Experte etwas Qualifiziertes zum Thema sagen kann. Diesem wurde meiner Ansicht nach mehr als genug Genüge getan. Wir hätten diese Studien gar nicht einzuordnen vermocht. Wir sind deshalb der Überzeugung, keine Erwartungen geweckt zu haben, wir (Sprechaktiv) kennten bereits die Antworten auf unsere Fragen. Herzliche Grüsse, Mirco
  • Fabian 8. Januar 2022 um 12:40 zu #37 Die Sprache der ApokalypseDanke für den Kommentar! Zunächst mal zur Klarstellung: Ich war ursprünglich bei den beiden einfach als Experte eingeladen. Weil es so gut zu Secta passt, haben wir uns aber für die Crossover-Variante entschieden. Man kann den beiden also nicht vorwerfen schlecht vorbereitet gewesen zu sein; das war nicht ihre "Aufgabe". Zum Thema gendern: Ich hab's nicht mehr ganz im Ohr, was wir dazu gesagt haben. Ich erinnere mich, dass Mirco von dahinterliegender "Haltung" gesprochen hat. Ich vermute, er würde dir in dem, was du über deine Mutter schreibst, zustimmen und hatte vor allem Menschen vor Augen, die sich dem Fortentwickeln der Sprache in diesem Punkt bewusst entgegenstellen. Ich verweise ihn aber mal auf diese Anfrage; evtl. antwortet er selbst. Ich für mich kann nur sage: Mir ging es alleine um die Tatsache, dass das Gendern so emotional aufgeladen ist. Das ist es für mich deshalb, weil Sprache zur eigenen Identität dazu gehört (Lesetipp: "Sprache und Sein" von Kübra Gümüşay). Es wird also etwas "verändert", was bisher zu mir einfach dazugehörte. Das fällt Menschen (verständlicherweise) schwer und löst Emotionen aus. Ich halte nichts davon, anderen das Gendern aufzuzwingen. Ich tue es, weil ich es für richtig halte und hoffe, dass sich die Sprache hin zu einer inklusiveren verändert, sodass wir in ein paar Jahren da gar nicht mehr drüber reden müssen. Die Relevanz der Frage hat übrigens nichts mit akademisch oder nicht zu tun. Es hat damit zu tun, ob wir Minderheiten und Randgruppen wahrnehmen. Liebe Grüße! Fabian
  • Nelson 8. Januar 2022 um 11:40 zu #37 Die Sprache der ApokalypseIch finde es unfair zu behaupten, dass es tief blicken lässt, wenn Menschen nicht gendern oder ähnliches. Das ist genau so intolerant, wie man es diesen Menschen unterstellt. Bspw. spielt gendern in der Lebensrealität meiner Mutter überhaupt keine Rolle. Und nun? Ist sie jetzt ein schlechter Mensch, weil sie nicht von alleine auf die Idee kommt, ihre Sprache anzupassen? Ich glaube, dass ihr noch nie eine Transperson begegnet ist. Sie wohnt auf dem Dorf. Es ist immer noch eine akademisch geprägte Diskussion. Bitte vergesst das nicht. Der Mehrheit ist das relativ egal. Und "normal" ist erstmal ein statistischer Begriff. Und das Sprache erstmal darauf ausgerichtet ist, die "Normalität" abzubilden, ist doch auch Normal. Übrigens glaubt meine Mutter an kein höheres Wesen oder Esoterik. Das ist mir viel wichtiger. Übrigens fand ich die Beiden aus dem anderen Podcast extrem schlecht vorbereitet.
  • Martin 7. Januar 2022 um 20:50 zu #37 Die Sprache der ApokalypseHi Was auch einmal interessant wäre - wenn es denn in dieses Format passt - wäre auf Sekten/Gruppierungen ein zu gehen aus denen das Dritte Reich hervor ging (Ariosophen, Thule Gesellschaft usw.) - Gerade weil es viele Versatzstücke von rechter Esoterik ja in vielen Gruppierungen die du besprochen hast bisher gab und das waren ja praktisch auch Sekten im Weitesten Sinne Gruss Martin
  • Martin 7. Januar 2022 um 18:11 zu #13 FLDS: Polygamie für die EwigkeitHi Bei der FLDS habe ich mal bei youtube ein richtig ekliges Video gesehen was voll von Verschwörungstheorien war. Da stand auch nirgendwo was dass das zur FLDS gehört. Hab's dann durch Internetrecherche rausgekriegt. Weiss jetzt leider nicht mehr wie das Video hiess, das war irgend eine Art "Pfarrer"/"Prediger" dieser Kirche und - wie gesagt: Das war so voller Verwörungserzählungen...also wirklich - Alles dabei: Reptilloiden, Aliens usw 😀 Das wurde von Minute zu minute schlimmer 😀
  • Ulrich 28. Dezember 2021 um 16:17 zu #36 Die AmishHallo Fabian, Wieder einmal ein spannendes Thema in Deinem Sekten-Podcast, den ich in den letzten 1,5 Jahren durchgehört habe. Und tatsächlich sind mir die Amish in meinem Leben auch schon mal begegnet, und zwar vor 15 Jahren als ich für drei Monate auf einer Milchfarm in Missouri gelebt habe. Die Farm gehörte einer ausgewanderten Schweizer Familie, und diese war wiederum mit einer Amischen Familie befreundet, die auch einen Basler Schweizer Akzent in ihrem "Pennsylvania-Dutch" hatten. Wir haben die Amischen dann auch mal an einem Wochenende besucht, und ich konnte dadurch etwas Einblick in ihr Leben gewinnen. Zwei Dinge, die Du in deinem Podcast nicht erwähnt hast, sind mir aufgefallen - wobei ich nicht sicher weiß, ob diese generell typisch für die Amischen sind, oder nur familienspezifisch sind. 1) Ähnlich wie meine Vorrednerin fand auch ich die Rolle der Frauen problematisch und weit weg von Gleichberechtigung, was mir vor allem auch Vroni (bei deren Familie ich in Amerika gelebt habe) bestätigt hat. Auch ihr als Frau war es eigentlich nicht möglich mit den Amischen Frauen ein über irgendwelche Höflichkeiten hinausgehendes Gespräch zu führen. Die Kommunikation mit Außenstehenden (beruflich oder privat) fand eigentlich ausschließlich durch den Ehemann statt und bei den Söhnen und Töchtern war die Rollenverteilung genauso. Die Ehefrau war damals mit Anfang 40 gerade zum ersten Mal Großmutter geworden, ihr jüngstes Kind, das 13., war ein knappes Jahr alt. Die unterschiedliche Behandlung der Kinder nach ihrem Geschlecht fand ich schon frappierend. Die Jungen wurden letztendlich dazu ermutigt nach draußen zu gehen und mit den Leuten von draußen zu sprechen, die Mädchen sollten eigentlich nur zuhause sein und sich mit der Haushaltsführung und Kindererziehung beschäftigen. 2) Was mir auch auffiel, war, dass es im ganzen Haus keine Bilder oder Spiegel gab. Alle Wände waren mit weiß gestrichenem Holz verkleidet, aber völlig kahl. Ein Foto durfte ich auch nur vom Pferdegespann machen, nicht von den Menschen. Ich hatte den Eindruck, dass dahinter mehr steckt als nur eine Inneneinrichtungs- bzw. Geschmacksfrage, aber habe es leider versäumt genauer nachzufragen. Dennoch fände ich es spannend, zu erfahren, ob sich dahinter vielleicht auch religiöse Gründe verbergen. Allgemein hat mich vieles tatsächlich auch an das erinnert, was mir meine Großmutter von ihrer Kindheit und Jugend vor 100 Jahren im v.a. pietistisch geprägten Hohenlohe erzählt hat, bzw. um das damals vermittelte Rollenbild der Frau. Es ging vor allem darum, nicht "eitel" zu sein (vielleicht deshalb keine Spiegel oder Fotos), zurückhaltend, sich eben hauptsächlich um den Haushalt und die Familie zu kümmern. Annika Brockschmidt hat zum biblischen Verständnis der Geschlechterrollen auch eine sehr interessante Folge im Kreuz und Flagge-Podcast gemacht, wobei es da um die Evangelikalen in den USA geht und der Schwerpunkt auf der Männlichkeit liegt (und die mir doch sehr unterschiedlich zu den Amischen Vorstellungen zu sein scheint). Aber gerade was die weiblichen Rollenbilder angeht, hat mich tatsächlich einiges auch an die Amischen erinnert: https://www.kreuzundflaggepodcast.com/episodes/biblische-maennlichkeit
  • Markus 23. Dezember 2021 um 10:02 zu #35 – Christlich Essenische KircheDas können Sie nicht wissen, docch es ist so, dass ich gerade als katholischer Insider und kirchlicher Mitarbeiter eine gewisse Erfahrung und einen Blick auf liturgische Gestaltungselemente habe. Und dementsprechend fällt es mir auf, wie von der CEK versucht wird, liturgisches Gerät und Gewand einzusetzen, um als Kirche zu erscheinen. Dabei zeigen die Fotos jedoch deutlich, dass - ganz abgesehen von Geschmacksfragen - z.B. die Bedeutung liturgischer Farben überhaupt nicht verstanden wurde. Ihr Argument, dass wer die Kirche nicht kennt, sich nicht kritisch dazu äußern darf, ist ein Totschlagargument, das sehr häufig verwendet wird. Wenn nur die unmittelbare Erfahrung als Autorisierung zum Mitreden gelten soll, dann müsste jeder Drogenexperte eine "Drogenkarriere" gemacht haben und jeder, der sich eine Meinung über eine wie auch immer geartete Gruppierung bilden will, erst mal in ihr gewesen sein. Nein, das zieht nicht. Selbstverständlich kann man sich aufgrund schon der Selbstdarstellung dieser Gruppierung und auch mithilfe von Berichten darüber eine Meinung bilden. Und was Sie selber bei den Gottesdiensten empfinden, das spricht Ihnen ja auch niemand ab. Dennoch ist es legiitim, diese Gemeinschaft kritisch zu kommentieren. Und da sehe ich Fabians Analyse als äußerst hilfreich.
  • Rath 21. Dezember 2021 um 20:18 zu #35 – Christlich Essenische KircheSehr despektierlich wie sich Markus über die CEK äußert: "Beim Stöbern auf der Website dieser Pseudo-Kirche musste ich über die Fotos schmunzeln mit dem bunten Sammelsurium liturgischer Gewänder von der katholischen Resterampe. Wo sie den Plunder nur herhaben?" Dies würden selbst Katholiken so nicht hören wollen. Ich habe regelmäßig die Gottesdienste der Gemeinschaft besucht und sehr gute Erfahrungen gemacht, wir haben wunderbare Gottesdienste gefeiert, insbesondere Waldgottesdienste mit einem hohen Maß an Spiritualität. Wer die Kirche nicht kennt, sollte sich so nicht äußern! Hinsichtlich der Einstellung zu COVID 19 unt der Behandlung vertrete ich eine andere Meinung als andere CEK Mitglieder, dies ist ja auch kein Problem!
  • thomas der Hooligelikale 21. Dezember 2021 um 18:00 zu WSW20: Demokratische Freikirche, Kelten impfen nicht, Entführtes Mädchen, AdullamAls im Podcast gesagt wurde, dass sich der Gründer von Adullam selber als "Sektenexperte" ansieht, klingelte es bei mir... Im baden-württembergischen Pforzheim gibt es ja die "bibeltreue" Freikirche eines gewissen Dr. Lothar Gassmann... er hat einen eigenen YT- Kanal und gehört mit rund 24.000 Abos wohl zu reichweitenstärksten Kanälen des fundamentalistisch-evangelikalen Lagers im deutschen Sprachraum. Gassmann gibt selber vor, Anfang der Nuller Jahre "Sektenbeauftragter" gewesen zu sein, kommt aber seit geraumer Zeit zur "Erkenntnis", dass auch Teile der evangelischen Landeskirche mittlerweile eine "Sekte" seien... wobei er die Eigenschaft einer Sekte davon abhängig macht, wie viel oder wie wenig die Bibel ernstgenommen würde... Mittlerweile positioniert er sich auch in der Öffentlichkeit immer stärker gegen eine mögliche Impfpflicht, auch wenn er offiziell vorgibt, dass jeder Christ selber entscheiden dürfe, ob er sich impfen lassen wolle oder nicht... man müsse dies "anhand der Schrift prüfen" und solle dabei immer beachten, dass alles Sünde sei, was nicht aus Glauben getan werden. (siehe Römerbrief) Daneben hält er die AFD für wählbar bzw. stuft sie als einzige Partei ein, die derzeit aus christlicher Sicht wählbar sei. Moderne Musik ist für ihn pauschal "Unzucht" und auf Nachfrage verschickt er gern eine Art "Merkblatt", auf dem die Merkmale von gottgefälliger Musik beschrieben werden... aus seiner Sicht versteht sich. Da er es als "Sünde" (!) ansieht, wenn im Gottesdienst nicht gesungen (!) wird, weil er meint, in den Psalmen und in einem Paulusbrief entsprechende göttliche Direktive zu erblicken, begrüßte er juristische Schritte gegen das vergangene Gesangsverbot aufgrund der Corona-Situation. Er hat seit kurzem einen eigenen Telegram- Kanal und will dort "friedlichen Widerstand" gegen eine sich abzeichnende Impflicht "organisieren"...
  • salutans 18. Dezember 2021 um 13:32 zu WSW19: Was macht man eigentlich, wenn man Theologie studiert?Hallo, zunächst einmal: Vielen Dank für diesen Podcast. Ich halte das, was Du hier machst, für sehr wertvoll, gerade weil Du es aus christlicher Perspektive tust. Auch diese Folge war sehr aufschlussreich. Manches an meinem Theologiebild (die deutlich größer als angenommene Rolle von wissenschaftlicher Herangehensweise) musste ich revidieren, anderes hat sich (leider) bestätigt. Dazu gehört das Selbstverständnis der Theologie, das aus Eurem Gespräch klar wurde. Spielt die aus meiner Sicht groteske Diskrepanz aus den Inhalten des Studiums mit dem in den Gemeinden gelebten (und durch Theologen und Religionslehrer vermittelten!) Glaubensbildern überhaupt eine Rolle? Das Ganze macht auf mich nach wie vor den Eindruck einer Geheimwissenschaft (auch wenn die Inhalte natürlich frei zugänglich sind). Im Studium lernt man, wie es wirklich ist, und den Schafen erzählt man den gleichen Kram wie seit 2000 Jahren. Eure Einlassungen zur Frage der Berechtigung von Theologie an öffentlichen Universitäten würde ich gerne mal aus atheistischer Sicht auf den Punkt bringen: Schöne Gesellschaft habt ihr da, wäre doch schade, wenn der was passieren würde, also - Gesellschaft, bezahle uns bitte an jeder Hochschule Lehrstühle, sonst drehen unsere Glaubensbrüder leider durch und hauen hier mal ein bißchen auf den Putz. Kurz: wir helfen euch bei Problemen, die ihr ohne uns gar nicht hättet. (Und DAS ist für mich Theologie in a nutshell.) Die Frage nach Macht und gesellschaftlichem EInfluss - die eigentliche Begründung für die unverändert starke Stellung der Theologie im universitären Betrieb - blendet ihr völlig aus. Zuletzt ein kurzes Ceterum censeo: Die praktische Gleichsetzung von Atheismus mit Religiösität ("Unglaube ist auch Glaube."), ist logisch und phänomenologisch Blödsinn (Sorry!). Nichtbeweisbarkait von Nichtexistenz ist nicht gottspezifisch, sondern trifft auf alle Fiktionen zu, auch auf die Zahnfee. Die Stellung, die mein Nichtglaube an Gott in meinem Weltbild einnimmt, ist doch nicht im Ansatz gleichzusetzen, mit der Stellung die der Glaube an Gott im Weltbild eines Christen einnimmt. Ich bin immer nur dann Atheist, wenn ich auf Gläubige treffe (oft nicht einmal dann), sonst spielt das in meinem Leben und Nachdenken über die Welt nicht die geringste Rolle. Können Gläubige das unter umgekehrten Vorzeichen auch sagen? Den Podcast betreffend: Weiter So! Grüße salutans