• Anonym 11. Juni 2019 um 13:59 zu #16.2: Ein inaktiver Zeuge erzähltHallo Bithya85, Sehr guter Einwand und gute Frage. Wegen dem bereuen kann ich Dir eine klare Antwort geben, ob diese jedoch einen Sinn macht kann ich nicht sagen und das lass ich auch einfach so im Raum stehen. Wenn es ums bereuen geht, dann ist es immer eine Auslegungssache bzw. das Gefühl das die Ältesten der Versammlung Dir und der Sache gegenüber haben. Ein paar Beispiele... nimm an Du hast biblisch gesehen eine große Sünde begangen, gehst nachdem es passiert ist zu einem Ältesten der Versammlung und erzählst Ihm davon. Daraufhin wird ein Komitee bestehend aus 3 Ältesten gebildet und gemeinsam mit Dir dieses Thema besprochen. Letztendlich kommt es dann auf Dich bzw. die Ältesten an wie dein Fall behandelt wird. Bist Du ein wahnsinnig guter Schauspieler und schaffst es Ihnen zu zeigen dass Du alles von ganzem Herzen bereust und es auch nicht wieder tun willst, dann wird es in den meisten Fällen dazu führen dass Du "nur" zurechtgewiesen wirst und damit ein paar "Vorrechte" in der Versammlung verlierst. Glauben Dir die Ältesten dass nicht oder sind eventuell bestimmte Umstände gegeben, dann werden Sie entscheiden dich von der Versammlung auszuschließen um Dir dadurch zu zeigen dass dein Handeln falsch war und um die Versammlung vor schlechtem Einfluss zu schützen. Grundsätzlich besprechen die Ältesten nach dem Gespräch mit Dir das Thema alleine und lassen sich dann auch noch vom "Heiligen Geist" unter Gebet leiten. Das diese Leitung nicht statt findet sondern es eher nur der Glaube daran ist und die Entscheidung nur bei Ihnen liegt ist ein anderes Thema. Sie berücksichtigen Deine Vergangenheit ob Du schon mal ähnliche Probleme hattest, etc... und dann wird entschieden wie es mit Dir weitergeht. Der selbe Prozess findet dann auch in der Blutfrage Anwendung... Du könnest in so einer Situation einfach einwenden dass es außernatürliche Umstände waren, dass auf Dich großer Druck ausgeübt wurde und Du diesem nicht standhalten konntest, etc... eine solche Story gemeinsam mit "echter Reue" könnte dann zur Folge haben, dass die Ältesten wie im Beispiel oben Dich "nur" zurechtweisen aber sonst keine Konsequenzen zu befürchten hast. Ich hatte diese Situation bereits zweimal... nicht wegen dem Blut aber aufgrund einer "schweren" Sünde und in beiden Situation habe ich "soooooo gut" bereut dass außer einer Zurechtweisung nichts passiert ist. Wenn der "heilige Geist" hier wirklich beeinflussen würde, dann hätte er mein "gespieltes" Bereuen erkennen müssen und die Ältesten dahingehend beeinflusst. Hat er aber nicht, deswegen ist das meiner Meinung nach einfach nur der Glaube an eine Leitung, die Entscheidung treffen aber die Menschen dahinter. Abschließend zu deiner Frage kann ich daher folgendes zusammenfassen... bei einer "schweren" Sünde, also auch bei der Annahme von Blut, hängt der Ausschluss von der Gemeinschaft von deinen "schauspielerischen" Qualitäten und deiner Vorgeschichte ab. Man kann Sünde, egal welche, nicht rückgängig machen, somit tut es nichts zur Sache ob da nun Blut in deinen Venen fließt oder nicht. Ich hoffe dass Dir/Euch dieses hilft dieses Thema etwas besser zu verstehen.
  • Lothar Poerschke 10. Juni 2019 um 10:00 zu #9 Neuapostolische Kirche: Warten auf JesusLiebe Sabine, ich bitte um Entschuldigung. Als ich eben meinen eigenen Beitrag nochmal durchlas, stellt ich fest, daß er grammatikalisch nicht einwandfrei ist. Es tat mir selbst weh. Wie heißt es so schön : " Mir und mich verwechsle ich nicht, daß kann mich nicht passieren. " Ich weiß nicht, ob Du diesen Spruch kennst ? Leider ist es mir passiert im Eifer des " Gefechts". Es muß natürlich an der einen Stelle dir statt dich heißen. Apropos Gefecht : Nirgends sind die Auseinandersetzungen unter uns Menschen heftiger als auf religiösem Gebiet ! Einen schönen 2. Pfingsttag Lothar
  • Lothar Poerschke 10. Juni 2019 um 7:19 zu #9 Neuapostolische Kirche: Warten auf JesusLiebe Sabine, ich akzeptiere Deine ( gegenwärtige ) Meinung. Bitte akzeptiere Du auch die Meinung der Kritiker. Man kann einem Menschen alles nehmen : Familie, Beruf , Freunde, Hab und Gut, aber eines kann man ihm nicht nehmen, das sind die persönlich gemachten Erfahrungen. Allein darauf beruhen die Kommentare von mir und anderen. Hat sich wirklich etwas in der der NAK verändert ? Bei vordergründiger und oberflächlicher Betrachtung wird man diese Frage mit Ja beantworten. Bei genauerer und tiefgehender Betrachtung komme ich allerdings zu dem Schluß, daß die Manipulation besonders seit Leber raffinierter, professioneller und schwerer durchschaubar geworden ist. Ich vermute ( ohne es natürlich zu wissen ), daß Du momentan persönlich unter dem Eindruck des erlebten IJT in Düsseldorf stehst und von diesem Megaevent noch etwas benommen bist. Ich kann das gut verstehen. Mir ging es vor zehn Jahren nach dem EJT in Düsseldorf ähnlich. Auch ich war total happy und dachte, die NAK sei meine Kirche, von der mich niemand trennen kann. Heute denke ich oft an das , was mir mein leider inzwischen verstorbener Bruder nach jenem Jugendtag erzählte. Er war damals Jugendpriester unserer Gemeinde und hatte am Rande des Jugendtages ein Gespräch mit dem früheren Bezirksapostel Klingler. Letzterer äußerte die Befürchtung, daß die Jugendlichen nach so einem Großereignis um so härter auf dem Boden der Realität aufschlagen, wenn sie zurück in ihre oft kleinen Gemeinden kommen. Das Problem in totalitären Bewegungen wie der NAK, den Zeugen Jehovas oder den Mormonen ist einfach der Umstand, daß die Schere zwischen dem was gepredigt und dem was gelebt wird, sehr, sehr weit auseinander klafft. Für mich selbst nehme ich heute dankbar die Worte des Paulus in Anspruch : " Es ist unmöglich, daß die , welche einmal erleuchtet sind, wiederum in die Finsternis fallen. " Für mich sind die selbsternannten Apostel der NAK Falschspieler. Daran habe ich nicht den geringsten Zweifel. Daß Du, liebe Sabine, ebenfalls in Foren wie diesem unterwegs bist, könnte darauf hindeuten, daß Du dich Deiner Sache bezüglich der NAK wohl doch nicht ganz sicher bist. Ich empfehle Dir, Deine Meinung in zehn oder zwanzig Jahren noch mal mit der von heute zu vergleichen. Ich bin sicher, Du wirst selber schmunzeln über manches, was Du selbst mal fest geglaubt hast. Wir befinden uns alle in einem ständigen Veränderungsprozeß. Ich selbst versuche die Worte des weisen Augustinus zu beherzigen : " Liebe die Irrenden, ( darum ) hasse die Irrlehren ." Es bleibt leider die bittere Wahrheit, daß die Irrenden leider weder mit Diskussionen noch mit Argumenten zu erreichen sind. Persönlich plädiere ich heute für eine Religion ohne Jenseits. Selbst in der Bibel finden sich Stellen, die besagen, daß mit dem Tod alles aus ist. Und gerade und speziell die NAK macht den Menschen sichere Verspechen für die Zeit nach dem Tod, die durch nichts belegt sind. Schneider behauptet z. B., daß das Schönste erst noch kommt. Woher weiß er das ? Liebe Grüße und alles Gute für Dich ! Lothar
  • Sabine 7. Juni 2019 um 22:17 zu #9 Neuapostolische Kirche: Warten auf JesusLieber Lothar, lieber Manolito, liebe Anne, ich habe diesen Potcast heute erst entdeckt und mir diesen Beitrag angehört, da ich zur NAK gehöre. Er ist ausgewogen und zwar von allen Seiten. Wie üblich wettert ihr Aussteiger am meisten, kritisiert aber tatsächlich eine Kirche die so nicht mehr ist (aber tatsächlich mal so war). Warum denn blos diese Aufregung? Kein Seelsorger irgendeiner Kirche hat Brief und Siegel von Gott in der Hand. Für alle gilt: die Gemeinde ist ein lesbarer Brief und und erst die glaubende Gemeinde ist die Legitimierung des Seelsorgers . Ob etwas lebt zeigt sich von ganz alleine, dann wächst es nämlich und entwickelt sich und an den Früchten kann man erkennen aus welcher Wurzel. Wer wissen will wo Jesus und der Geist Gottes wirken, besuche die Gottesdienste in den verschiedenen Kirchen und bleibe wo er sich wohlfühlt, wo er die Liebe Gottes spüren kann. Jesu Wiederkunft erwarten nicht nur die Neuapostolischen. Gib das mal bei Youtube ein und du hörst von anderen Seiten noch viel mehr und mit viel mehr Schauergeschichten. Da wird mit Angst zur Erlösung getrieben. Nicht die Sehnsucht bei Gott zu sein ist da der Motor, sondern die Drohung mit dem Verderben. Schon die Ersten Christen haben Jesu Wiederkunft erwartet- Sie erwarteten mit Freuden die Wiederkunft ihres Freundes, den sie kannten und liebten. Und genau die wird Jesus auch zu sich nehmen. Es ist die Sache eines jeden einzelnen ob er Jesus so erwartet. Möglicherweise findet man in der NAK ein paar davon. LG Sabine PS: Die Institution ist nicht fehlerfrei, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich was tut wenn man was sagt. Kritik von Innen, und von denen die Bleiben, wirkt. Wer nicht mehr da ist, für den muss sich die Kirche ja nicht ändern, es betrifft ihn ja nicht mehr. Wenn es dich dennoch so trifft, bist du auch noch nicht fertig damit.
  • Bithya85 5. Juni 2019 um 18:42 zu #16.2: Ein inaktiver Zeuge erzähltwie kann man denn dann bereuen, eine Bluttransfusion angenommen zu haben und das dann nicht mehr tun? Man kann sich das Blut ja nicht mehr raus pumpen... (klingt jetzt blöder als es gemeint war, ich weiß nur nicht, wie ich es anders ausdrücken soll. Was drin ist, ist eben drin.)
  • Nelson 17. Mai 2019 um 17:11 zu #12 Eure SektenerfahrungenHallo Fabian. Danke für den tollen Podcast. Die Venus war früher übrigens in der habitablen Zone. Somit ist die Vorstellung, dass es dort Leben gab, gar nicht so Banane. Ich gehe aber auch nicht davon aus, aber es ist wahrscheinlicher als die Jungfrauengeburt 🙂
  • Fabian 16. Mai 2019 um 19:59 zu #12 Eure SektenerfahrungenDanke fürs Lob!
  • Andrea 16. Mai 2019 um 18:36 zu #12 Eure SektenerfahrungenWieder mal qualitativ hochwertigste Arbeit in jeder Hinsicht, besten Dank!
  • Anonym 16. Mai 2019 um 10:44 zu #16.2: Ein inaktiver Zeuge erzähltHallo Knut/Dennis, Ich selbst habe keine persönliche Erfahrungen in Sachen Blut, als "inaktiver" Zeuge habe ich jedoch natürlich ziemlich viel Einblick bzw. Zugang zu diesem Thema. Wenn es also irgendwelche besonderen Fragen dazu gibt, dann bin ich gerne bereit diese mit Euch zu teilen. Das mit der aktiven Zustimmung zu einer Bluttransfusion und dem bereuen danach, kann meiner Meinung nach den Ausschluss verhindern, trotzdem besteht die Möglichkeit dass es dazu kommt. Garantie gibt es hier keine da es am Ende von den Ältesten abhängt, die unter Gebet um die Hilfe Jehova's bitten um eine richtige Entscheidung treffen zu können. Wenn bei dieser Zusammenkunft die Ältesten den Ausschluss entscheiden, dann wird es auch dazu kommen. Wenn bereuen immer dazu führen würde, dass man nicht ausgeschlossen wird, dann wäre kein Unterschied zu den großen Glaubensgemeinschaften (Katholiken, etc.) die grundsätzlich ja tun was sie wollen, aber regelmäßig zur Beichte gehen und um Vergebung bitten. Das bereuen unter ZJ ist ein Zustand des bekennen der Sünde vor den Ältesten, Ihnen zu zeigen das man diesen Fehler bereut und dass man diesem auch danach nicht mehr begeht. Am Ende entscheiden jedoch immer wieder die Ältesten die dieses Thema mit einem Zeugen behandeln. Das Problem das sich dadurch ergibt ist, dass es in der Hand der Ältesten liegt ob man ausgeschlossen wird oder nicht. Wenn man also eine "Sünde" begeht und den Ältesten das Gefühl gibt dass man bereut, ist es auf jeden Fall möglich in der Gemeinschaft zu verbleiben. Für die folgenden Übertretungen hält man entweder am besten die Klappe oder man lässt sich nicht erwischen, und dann wird auch nicht mehr viel mehr passieren. Soviel mal zu diesem Thema...
  • Knut 15. Mai 2019 um 21:42 zu #16.2: Ein inaktiver Zeuge erzähltHallo Dennis, Danke für Deinen Bericht bezüglich Bluttransfusion. Mich interessiert das Thema, schade dass man über die Blutfrage praktisch keine Erfahrungsberichte hört / liest. In Wirklichkeit müssten sich doch im deutschsprachigen Raum Jahr für Jahr mehrere solche tragische Fälle ereignen. Ein Zeuge der einer Bluttransfusionen zugestimmt und erhalten hat und diese Tat danach nicht bereut, müsste von der Versammlung ausgeschlossen werden (gemäss "Hütet die Herde Gottes"-Ältestenhandbuch).
  • Dennis 13. Mai 2019 um 13:35 zu #16.2: Ein inaktiver Zeuge erzähltMoin Fabian, vielen Dank für die Folgen zu dem Thema. Ich denke, ich habe viel gelernt. Das mit dem Kontaktabbruch ziehen die auch ohne Gnade durch. Eine Freundin von mir arbeitete in einem Krankenhaus: die Patientin war eine alte Frau und nachdem sie dann doch eine Bluttransfusion bekam hat sich ihr Ehemann nicht mehr im Krankenhaus besucht und sich getrennt. Die waren wohl über 30 Jahre verheiratet. Das ist mir völlig unbegreiflich und aus meiner Sicht auch unvereinbar mit christlichen Werten. Oder überhaupt irgendwelchen Werten. Ich wünsche den Aussteigern viel Glück und hoffe auf viele Nachahmer 🙂 LG Dennis
  • Kurz Herbert 13. Mai 2019 um 10:24 zu #16.2: Ein inaktiver Zeuge erzähltIch bin bibelgläubig. Mache mir selbst Gedanken, was ich lese. Hab festgestellt: Der Thron der Gnade wird bei Zeugen Jehovas gehasst.
  • Barbara Kohout 13. Mai 2019 um 9:57 zu #16.2: Ein inaktiver Zeuge erzähltDas Interview zeigt in beeindruckender Tiefe, wie schwer es ist, aus diesem Staat im Staat aus zu steigen. Die innerorganisatorischen Regeln lassen nicht zu, dass den Mitgliedern die von der Verfassung garantierten Rechte zugestanden werden. Es ist auch so traurig, dass der Druck "kaputt macht" und so weit geht, dass die Betroffenen an Suizid denken. Diese selektive Liebe ist so verwirrend.
  • Knut 12. Mai 2019 um 21:02 zu WSW3: Ein Abend bei den Zeugen JehovasIch habe gerne Deinem „freien Gelubber“ zugehört und war erstaunt wie differenziert Du das in „einem Wurf“ formulieren konntest. Ich möchte auf einige Punkte eingehen. Nicht um Deine Aussagen richtigzustellen, sondern um anderen Hörern und Kommentarlesern eine Vertiefung zu ermöglichen. Ich habe bis jetzt Deine weiteren Podcast zu den ZJ noch nicht gehört. Du wirst wahrscheinlich den einen oder anderen Punkt dort auch ansprechen. -38. Minute: Du warst Dir nicht sicher, ob dasselbe Programm zeitgleich weltweit stattfindet. Ja es ist so, als ZJ kann man irgendwo auf der Welt in irgendeine Zusammenkunft gehen und es findet dasselbe Programm statt. Darum darf der Inhalt auch nicht allzu anspruchsvoll sein. In der 3.Welt können viele kaum lesen oder schreiben. Zudem ist die Organisation der Zeugen Jehovas auch Gottes Organisation, also Gott benutzt diese Organisation um seinen Dienern, also den einzelnen Zeugen Jehovas die geistige Speise gemäß Mat 24:45 zu vermitteln. Somit muss in allen Ländern und Sprachen zeitgleich das gleiche gelehrt (oder geleert 😉) werden. Die Zusammenkünfte sollen in möglichst allen Dingen Einheitlich sein gemäß Eph 4:13. Nebensächliches Beispiel gefällig: Vor Jahren gab es in vielen Versammlungen noch Liveorchester für die Musik – die wurden auf dem Altar der Einheit geopfert – also aufgelöst. -33. Minute: Alle ZJ kennen sich mit Vor- und Nachnamen. Stell Dir vor, Du würdest über Jahre zweimal in der Woche mit immer den gleichen 90 oder 100 Personen während zwei Stunden Zusammensein, wobei die meisten davon auch für Kommentare namentlich aufgerufen werden oder auf der Bühne stehen. -30. Minute: Das jahrelange Wiederkauen von Texten und deren Erklärungen bewirkt eine tiefe Spurrinne im Gedächtnis. Argumente außerhalb dieser Spurrinne werden ignoriert. Dass man aus diesem seit Kindheitstagen erlernten Argumentarium nur schwer ausweichen kann, versteht sich von selbst. Wenn man nicht selber aktiv nach alternativen Argumenten sucht, bleibt man im Gedankensystem hängen. -23. Minute: Für ZJ ist alles, was außerhalb der ZJ-Versammlung und Organisation ist, klar satanischen Ursprungs. (Die ganze Welt liegt in der Macht dessen der Böse ist. 1.Joh 5:19) Das Schwarz/Weiss Denken ist ausgeprägt und wird wenn immer möglich so gelehrt. -20. Minute: Der Kommentar des Schulleiters zu den gehaltenen Vorträgen der Schüler ist grundsätzlich positiv. Am Ende der Zusammenkunft wird jedoch der Schulleiter dem Schüler allenfalls noch persönlich Rat erteilen, der dann auch die Schwachstellen offenlegt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass manche Schüler wirklich starke Hemmungen haben, vor Publikum zu sprechen und es ihnen damit leichter gemacht wird. Dass der Bibelleser anlässlich Deiner beschriebenen Zusammenkunft nicht gerade super vorgelesen hat, ist gut möglich. Wir wissen aber nicht, welche Fortschritte er in den letzten Monaten und Jahren bereits gemacht hat. Viele Junge Leute, die 10 oder mehr Jahre zur Schule gingen, können nicht besonders gut vorlesen. In Deinem Fall war das Lob sehr wahrscheinlich übertrieben. Kinder werden oft auch übertrieben und ungerechtfertigt gelobt. In Wirklichkeit ist solches Lob kontraproduktiv. Warum sollte sich der Bibelleser das nächste Mal besser vorbereiten – wenn es auch ohne Vorbereitung ein Lob gibt? Du hast mit Deiner Bemerkung gesehen, was hinter der Fassade ist – Scheinwelt – Scheinlob. -11. Minute: die ständigen Wiederholungen sind tatsächlich allerniedrigstes Niveau. Ich fühlte mich anlässlich der Zusammenkünfte oft so, als würde ich mein Hirn an der Tür zum Versammlungslokal abgeben. Wenn man andere Gedanken als Antwort ergänzte, wurde man oft korrigiert. Man merkte auch, dass es gewisse Versammlungsleiter überforderte, wenn man selbst formulierte oder eigene ergänzende Ansichten vortrug. -9. Minute: Da bist Du auf die Haupt(falsch)lehre von Jehovas Zeugen gestossen. Jehovas Zeugen glauben, dass die ganze Schrift von Gott inspiriert ist gemäss 2. Tim 3:16. Das heisst mit anderen Worten: Jehova Gott ist der Autor der Bibel (Studienbibel von 1986 Anhang 1A Seite 1625). Er hat Menschen (die effektiven Schreiber der Bibel) benutzt oder inspiriert. Daher hat für Jehovas Zeugen ein Text aus dem Evangelium oder z.B. eine Aussage Jesu den gleichen Stellenwert wie ein Text des Paulus. Das würden sie jedoch nie offen zugeben, aber in Wirklichkeit wird das so gehandhabt. Die Lehre der Exkommunikation ist meines Erachtens nur mit dieser Sicht der Bibel möglich. Alle Sonderlehren (Dogmen) der ZJ kann man nur mit dieser Sichtweise der Bibel begründen. Nun höre ich aber gerne noch in die weiteren Episoden über Jehovas Zeugen.
  • Anonym 11. Mai 2019 um 19:34 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenFür den Fall dass sich jemand von Euch gerne mit Gleichgesinnten austauschen möchte... Es gibt ein App namens "Threema" über das man ohne Tel.Nr. oder Email ähnlich zu Whatsapp chatten kann. Alles ist verschlüsselt und man kann zum öffnen des Apps auch ein Passwort vergeben. Falls das eventuell von Interesse sein könnte, dann könnten wir auf diese Art und Weise kommunizieren.
  • Anonym 11. Mai 2019 um 19:30 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenHallo Knut, Ich verstehe nur sehr gut was Du hier schreibst. In der selben Situation bin ich auch, außer das meine Frau nicht untätig ist und ich überzeugt bin dass es hier auch keine Änderung geben wird. Dadurch denke ich auch dass sich unsere Beziehung sehr stark verändert hat und ich das Gefühl habe einfach nur gehen zu wollen/müssen. Aber wegen der Kids kann ich das derzeit nicht... ich habe zuviel Angst sie dadurch zu verlieren. Den "soft-cut" zu leben schaffe ich derzeit ganz gut, habe aber das Gefühl dass ich nicht mehr lang durchhalte, da ich "leben" will, raus will aus diesem Gefängnis... und klar, mit meinen Freunden kann ich über diese Themen nicht sprechen. Sie sind mir wirklich ans Herz gewachsen und wir sind echt eine gute Truppe... aber Du weißt ja was passieren würde wenn ich aussteige. Freunde sind nicht alles und man findet immer wieder neue, aber trotzdem ist es ein großer Schritt den ich schon einmal hinter mich gebracht habe als ich JZ wurde denn auch damals brach alles vorherige weg, eben weil ich ZJ wurde. Ich verstehe daher deinen Zug nur zu gut...
  • Anonym 11. Mai 2019 um 19:23 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenLieber Anonym 2, Ich verstehe Dich nur zu gut, zumal wir ja irgendwie in der gleichen Situation sind. Die Menschen innerhab der Organisation sind ja auch nicht schlecht, dass hat auch niemand behauptet. Im Gegenteil, egal in welchem Teil der Erde man sich gerade befindet, überall wird man als Freund empfangen und auch kulturelle oder sonstige Barrieren gibt es nicht. Es hat ja auch immer wirklich den Anschein als würden alle innerhalb der Organisation wirklich viele Probleme der Menscheit überwunden haben und ein besseres Leben führen. Und ja, nicht mal das kann ich irgendwie schlecht machen oder abstreiten... viele Menschen brauchen dass und denen geht es auch wirklich besser innerhalb der Organisation. Zu einem Problem wird es dann, wenn man anfängt Dinge in Frage zu stellen, mit manchen Dingen einfach nicht zurecht kommt oder beginnt ein "zweites" Leben zu führen, dass man vor allen geheim halten muss. Oder manchmal sind es auch die kleinen Dinge wie Filme, Musik, etc. die zu einem inneren Konflikt führen dem man dann irgendann nichr mehr entkommt. Dann kommt es auch oft zu diesen Schuldgefühlen... "Vielleicht bin ich ja wirklich auf Abwegen unterwegs... Vielleicht sollte ich mehr in der Bibel lesen... Vielleicht sollte ich mehr im Dienst tun um mein denken zu ändern... etc.". Das sind ja auch oft die Dinge die uns von der Bühne gesagt werden. "Seid beschäftigt im Herrn... führt Euren Dienst völlig durch... dann wird Euch alles andere hinzugefügt werden". Unsere Unvollkommenheit wird da natürlich auch immer als Schutzschild verwendet, um sich doch bei Fehltritten rechtfertigen zu können und da Gott ja barmherzig ist, kann man schon mal Fehler machen. Nur was passiert, wenn Jehova wirklich ins Herz schauen kann und unsere innersten Gedanken und Gefühle kennt, dann schaut das alles schon wieder ganz anders aus. Nur wenn er das wirklich kann, warum lässt er dann zu, dass Menschen wie wir nicht einfach auffliegen und dadurch sein Volk von innen beschützt wird. Er müsste ja sein Volk vor allen beschützen die eine Gefahr darstellen, denn es wird uns ja immer gesagt dass wir alles in Jehova's Hand lassen sollen, denn er wird für Gerechtigkeit sorgen. Bei mir sorgt er seit mittlerweile fast 10 Jahren für keine Gerechtigkeit, denn ich habe vieles getan was man alls ZJ nicht tun soll/kann/darf. Aber ich bin immer noch da... Ein zweiter Gedanke der mir immer wieder kam war die Tatsache dass sich JZ immer wieder mit Ihren Prophezeiungen vertan haben... Harmagedon in den 70ern und andere Dinge wurden falsch dargestellt; seit 20 Jahren höre ich dass das Ende nahe ist und ja, geht man nach den biblischen Erklärungen über die Zeit des Endes (2 Tim. 3:1-5) muss man ja auch klar sagen dass solche Zustände heute herschen. Trotzdem schaffe ich es nicht mir folgendes zu erklären... wenn Jehova allmächtig ist, alle Schriften inspiriert, der treue und verständige Sklave alle Publikationen durch Inspiration und im Gebet erstellt, warum lässt Jehova dann zu dass solche Irrtümer passieren... das manche Brüder/Schwestern aufgrund dieser Vorhersagen alles Hab und Gut verkauft haben, ihren Job gekündigt haben um mehr Dienst in der Zeit des Endes durchführen zu können. Warum lässt er diese Dinge zu wenn er weiß dass "sein Ende" noch nicht gekommen ist? Ich kann es nicht erklären und nicht verstehen... Aber egal, es gäbe hier noch vieles aufzuzählen! Trotzdem möchte ich für alle Leser eines klarstellen. Ich distanziere mich klar davon zu behaupten das JZ schlecht sind, dass sie einem in ein Leben hineinziehen wie es vielleicht andere Sekten tun. Das Studium der Bibel ändert einfach oftmals das Verständnis und scheint die Bibel erstmals logisch erscheinen zu lassen. Es gibt einem Hoffnung auf ein besseres Leben und macht grundsätzlich ja auch Sinn, zumal wir fast alle nach dem Sinn des Lebens suchen. Das Problem innerhalb der Gemeinschaft ist, dass man sich dadurch sozial komplett abhängig macht, da sämtliche Freundschaften bzw. Familie sich in diesem Kreis befinden und alles andere dann einfach nur mehr als "weltlich" gesehen wird. Wenn man dadurch so wie ich, mehr als 20J in einer sozial abgegrenzten Welt lebt, dann gibt es außer dieser nichts... und diese stürzt dann in einem Moment ein, sobald man zu einem "Freidenker" wird und man beginnt bestimmte Dinge anzuzweifeln oder in Frage zu stellen. Das ist meines Erachtens das schlimmste an der ganzen Geschichte... wenn man einfach ohne Konsequenzen aussteigen könnte, dann denke ich dass es hier eine große Anzahl an Gleichgesinnten geben würde die es einfach nicht mehr schaffen dieses Leben zu führen. Denn wie schon erwähnt, ich persönlich denke dass die Dunkelziffer derer die den "soft cut" gewählt haben sehr hoch ist. Und trotzdem gibt es auch viele die in der Religion einfach total aufgehen und denen sei es auch gegönnt Ihre Bestimmung gefunden zu haben. Wenn es das ist was sie wollen, dann sollen sie es auch frei ausüben dürfen... aber diejenigen die nicht mehr wollen/können, mit sozialem Tod zu bestrafen da man sie ja zur Umkehr bewegen will, ist einfach nur grausam. Viel Kraft und Glück wünsche ich Dir!!
  • Lothar Poerschke 11. Mai 2019 um 8:20 zu #9 Neuapostolische Kirche: Warten auf JesusLiebe(r) Manolito, nichts interessiert mich heute weniger, ob es einen Gott gibt oder nicht. In der NAK ging auch noch niemals wirklich um Gott, auch wenn das scheinbar nach außen vorgetäuscht wird. Die selbsternannten sog . Apostel dort wollen in der Tat nur das Beste ihrer leider viel zu vielen leichtgläubigen Seelen : nämlich deren Geld. In Deutschland führen inzwischen vier sog. Bezirksapostel diese "Glaubensgemeinschaft" wie ihr persönliches rein privates Wirtschaftsunternehmen. Alle vier sind autokratische selbstgerechte Alleinherrscher, die weder charakterlich auch nur ansatzweise für ein seelsorgerisches Amt geeignet sind noch über irgendeine Ausbildung in dieser Richtung verfügen. Somit ist die NAK den Scientologen näher als den Zeugen Jehovas. Es gibt in dieser Gemeinschaft keinerlei Demokratie und null Mitspracherecht für die Mitglieder. Im Grunde ist diese Gemeinschaft ein geistiges KZ. Das Schlimme ist nur, daß viele Mitglieder immer ( noch ) nicht in der Lage sind, dieses selbst zu realisieren, da sie wie ich dort hineingeboren wurden. LG Lothar
  • Anonym 2 11. Mai 2019 um 7:46 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenUnd noch ein Nachtrag zu deinem Kommentar, lieber Fabian. Das große Problem ist, dass man gar nicht mehr weiß, wer man ist. Dein Leben lang wird dir gesagt, was du tun sollst. Was gut und schlecht ist. Sich selbst kennenzulernen ist ein langwieriger Prozess. Man muss erst lernen, auf sein eigenes Urteil zu vertrauen. Da sind natürlich Späteinsteiger im Vorteil. Aber wenn du hineingeboren wurdest, ist es sehr sehr schwierig. Und wie du selbst ja auch gemerkt hast: ZJ sind oft sehr liebe Menschen. Aber was ändert das? Die Unwahrheit bleibt die Unwahrheit.
  • Anonym 2 11. Mai 2019 um 7:31 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenHallo, Anonym ist kein Einzelfall. Ich weiß nicht, wie viele in einer solchen Situation sind. Aber ich würde solche gerne in meiner Nähe haben. Denn ich bin es auch. Aber selbst wenn diese Personen neben mir stehen würden, würde ich es nicht wissen. Denn niemand redet. Aus Angst. Ja, ich hab auch Angst. Bin vor ca einem halben Jahr aufgewacht. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was für ein Gefühl das war. Wie sterben. Ich war nie enttäuscht von den Menschen. Klar macht mal jemand Fehler. Aber das fand ich normal. Enttäuscht war ich immer nur von mir. Wenn ich Zweifel hatte. Nicht alles glauben konnte. Dann musste ich halt noch mehr machen. Pionierdienst, Kranke besuchen....ja, sogar Delegierter sein auf einem internationalen Kongress.....einfach alles. Doch es half nicht. Es fing harmlos damit an, dass ich mich mal über Scientology informiert habe....und dann kam eins zum anderen. Und ich wusste, dass ich Indoktrination zum Opfer gefallen war. Mein ganzes Leben ein Betrug. Jehova gibt es nicht. Ich konnte nicht mehr zur Versammlung, nicht in den Dienst. Ja, ich wollte nicht mal mehr mit anderen Brüdrn reden. Worüber auch? Sie würden mich ja für abtrünnig halten. Was ich ja auch bin. Aber ich bin nicht böse!!!!!!! Jetzt schwebe ich in einem Nichts. Denn ich darf nicht reden. Sonst verliere ich meine ganze Familie. Wirklich alle. Alle........Freunde kann man neue finden. Aber niemand kann das Kind ersetzen, dass du so liebst. Oder deinen Traummann. Oder deinen Papa. Das ist so ein unbeschreiblich unerträglicher Zustand. Ich kann nicht heucheln. Aber die Wahrheit reden darf ich auch nicht. Mut machen mir ganz viele Aussteiger, die mir zeigen, dass es möglich ist, irgendwann mal so was wie Glück zu fühlen. Ich hoffe, ich halte so lange durch. Denn der Wunsch zu sterben ist schon oft da. Nein, jetzt nicht panisch werden. Ich mach keinen Unsinn. Hab mir auch schon therapeutische Hilfe gesucht. Es ist nur dieses absolut hoffnungslose Gefühl, was einen solche Gedanken haben lässt. Ich würde so gerne allen, die ich liebe sagen, was wirklich los ist. Dass es das alles gar nicht gibt. Doch ich weiß, dass es nichts bewirken würde. Bis es irgendwann in ihrem Gehirn KLICK macht. Doch leider passiert das bei den meisten nie............aber ich hoffe weiter.
  • Knut 11. Mai 2019 um 0:49 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenHallo Untätiger ZJ, vielen Dank für die treffende Beschreibung der Zwickmühle in der Du steckst. Mir geht es ähnlich. ich bin jedoch schon 3 Jahre inaktiv und zum Glück ist meine liebe Frau ebenso untätig. Ich gehe seit 15 Monaten in eine Selbsthilfegruppe für EX-ZJ (obwohl ich eigentlich noch nicht Ex bin). Das könnte Dir auch guttun. Du kannst da über alles sprechen, was in Deinem Kopf ist und Du triffst da solche, die das gleiche durchmachen. Ich für meinen Teil habe entschieden den "final cut" nicht zu machen, gerade wegen des Kontaktverbots. Nicht weil ich glaube, dass ich das nicht stemmen könnte, sondern weil ich glaube, dass das den verbliebenen ZJ-Verwandten nicht hilft da raus zu kommen. So kann ich nachwievor im Sinne von "steter Tropfen hölt den Stein" hin und wieder Argumente platzieren. Auch falls Deine Ehe in die Brüche geht. . . Werden Deine Ex-Frau und Deine Kinder nicht noch mehr Grund haben, den Umgang mit Dir einzuschränken? Nutze die frei gewordene Zeit für Dich und Deine Kinder
  • Fabian 10. Mai 2019 um 15:19 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenWow, lieber anonymer Kommentator - vielen, vielen Dank für deine klaren, offenen und - das gebe ich unumwunden zu - sehr bewegenden Worte. Ich habe gerade eine Gänsehaut. Was ein Einblick, den du uns da gibst. Dazu kann und will ich nichts sagen, außer: Ich wünsche dir alles, alles Gute auf DEINEM Weg. Ich wünsche dir sehr, dass du bald so leben kannst, wie es gut für dich ist. Ohne Zwänge, ohne Druck - einfach nur so, wie du bist, denkst und glaubst.
  • Anonym 10. Mai 2019 um 12:44 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenIch habe mir Oliver’s Geschichte angehört… ich bin selbst “noch” aktiver JZ, gelte jedoch mittlerweile zu denen die Oliver als “Untätige” bezeichnet hat (ist ja auch die “interne” richtige Bezeichnung). Ich wurde nicht als JZ geboren, hatte aber immer innerhalb der Familie Kontakt zu JZ und habe, nachdem ich damals meine Frau kennengelernt habe die Zeugin war, mich für ein Bibelstudium entschieden und danach taufen lassen. Seitdem sind jetzt 20 Jahre vergangen und während dieser Zeit kam es mir immer wieder in den Sinn einiges zu hinterfragen. Ich gebe Oliver jedoch Recht, nämlich dass ein Ausstieg, oder nennen wir es den “finalen cut”, wahnsinnig schwierig ist. Oliver beschreibt es im letzten Drittel seines Interviews ziemlich gut… das soziale Leben wird in einem Ruck komplett ausgelöscht, Freunde und Familie werden den Kontakt vermeiden bzw. komplett abbrechen… schwieriger wird es dann noch zusätzlich wenn eigene Kinder im Spiel sind, die als JZ erzogen werden. Da kommen dann Fragen auf, wie… “Wenn ich jetzt offiziell aussteige und mich für den Ausschluss entscheide, inwiefern wird das mein Verhältnis zu meinen Kindern beeinflussen… inwieweit werden andere innerhalb der Glaubensgemeinschaft eine Barriere zwischen den Kindern und dem/der “ausgeschlossenen” Vater/Mutter aufbauen?”, etc… Das sind nur einige Dinge die einem hier in den Sinn kommen, jedoch kann man diese Liste endlos weiterführen. Ich, für meinen Teil, habe mich jetzt nun seit mittlerweile 6 Monaten für den “soft cut” entschieden, da ich den sozialen Druck derzeit noch nicht verarbeiten kann und noch nicht weiß wie ich damit umgehen kann/soll. Auch die Beziehung zu meiner Frau hat sich hier natürlich komplett verändert, da sie innerhalb der ZJ ihre Bestimmung gefunden und sich nicht davon abbringen lässt. Die Kompromisse die jeder ZJ eingeht oder eingehen muss liegen auf der Hand… man kann entweder strikt nach den Regeln der Gemeinschaft leben, man findet einen Mittelweg (die Verleugnung oder den Betrug) oder man löst sich komplett von der Gemeinschaft. Ich bin die letzten 10J den Mittelweg gegangen, indem ich ein Doppelleben in vielerlei Hinsicht geführt habe… manche Dinge hätten bei Bekanntwerden sicherlich zu einem Ausschluss geführt. Aber wie Oliver es schon beschrieben hat, kommt man hier in eine Abwärtsspirale, aus der man irgendwann ausbrechen muss, denn ewig kann man es nicht aushalten 2 Leben zu führen. Dieser Punkt kam bei mir vor rund 2 Jahren als ich einen ganz besonderen Menschen kennengelernt hatte. Sie hat mich wahrlich zum “erwachen” gebracht und seither brodelt es in mir und ich versuche langsam mein Leben zu ändern um hoffentlich bald die Entscheidung zum Ausstieg treffen zu können. Der soziale Druck, natürlich auch die jahrelange Doktrinierung hat dazu geführt, dass ich diesen Menschen den ich als Seelenverwandte bezeichnen möchte, verloren habe da ich nicht die Kraft hatte diesen Weg zu gehen. Sie hat sich für mich eingesetzt, aufgeopfert… aber ich habe es bisher nicht geschafft einen “neuen” Weg zu gehen, einen neuen Weg mit Ihr zu gehen. Das soll eventuell auch jedem der meinen Kommentar liest ein klares Bild über den wahnsinnigen sozialen Druck vermitteln, dem man als JZ ausgesetzt ist. Manche von Euch fragen sich vielleicht was mich bewegt hat, aus dieser Welt auszubrechen… zum einem, wahr es dieser besondere Mensch der meine Welt auf den Kopf gestellt hat und sich hinter mich gestellt hat als ich es gebraucht habe. Zum anderen ist man immer wieder mit Dingen konfrontiert, von denen Oliver einige erwähnt hat… ein Stundenziel erreichen zu müssen/sollen, obwohl man im Job steht, 2 mal die Woche Zusammenkunft hat, 2 Kinder, Familie, etc… es wahren aber auch oft ganz einfache Dinge die sich einfach so mancher Logik entziehen… Filme wie Harry Potter oder Herr der Ringe, etc. dürfen aufgrund der vorkommenden “Magie”, welche in der Bibel als schlecht und verachtungswürdig angesehen wird, “offiziell” nicht angesehen werden… jedoch laufen sämtliche ZJ, darunter auch Älteste die bei Vorträgen zu diesem Thema manchmal Stellung beziehen, ins Kino um den neuen James Bond Film zu sehen in denen in den ersten 30 Minuten ungefähr 20-50 Menschen getötet werden (das Thema Gewalt wird ja biblisch betrachtet auch wie Magie als schlecht bezeichnet). Jene Zeugen sehen sich auch Serien wie The Walking Dead oder ähnliches an, jedoch werden diese Dinge einfach nicht erwähnt und verschwiegen. Es ist ja auch jedes Menschen eigenes Gewissen dafür verantwortlich, dass man entscheiden kann/muss was möglich ist oder nicht. Das eigene Gewissen ist jedoch nur solange die eigene Freiheit, bis jemand darüber erfährt. Dann wird aus dem freien Willen der Entscheidung schnell mal ein absolutes NoGo und zieht dann Gespräche oder Zurechtweisungen der Ältesten nach sich da man sich ja nicht richtig verhält. Am Ende des Tages denke ich dass die Dunkelziffer derjenigen, die sich mit nicht biblischen Dingen beschäftigen, wahnsinnig hoch ist aber darüber zu schweigen ist eben einfacher als dafür Stellung zu beziehen. Ihr könnt mir glauben dass ich dieses “verschweigen” bis zur Perfektion erlernt habe. Innerhalb der Zeugen wird unter manchen genauso getrunken und gefeiert wie bei den “weltlichen”, aber wenn man darüber schweigt, es niemand mitbekommt und am nächsten SA wieder beim Treffpunkt zum Predigtdienst im Saal erscheint ist ja alles gut. Etwas dass mich jedoch wirklich letztlich sehr beschäftigt hat war, dass man immer wieder gesagt bekommt dass wir glücklicher sein können da wir, im Gegensatz zu den “weltlichen”, eine Hoffnung haben… ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde. Und ja, diese Hoffnung ist auch wunderschön und jeder müsste sich eigentlich viel besser fühlen da ja unsere Sorgen und Probleme nur temporär sind. Jedoch musste ich feststellen, dass innerhalb der Gemeinschaft immer mehr Menschen mit massiven Problemen zu finden sind… Burnout, Depressionen, etc. sind an der Tagesordnung. Älteste sind mit dem “beschützen” der Herde komplett überlastet, den Dienst müssen sie auch verrichten, Familie haben sie auch… Glaubensbrüder und -Schwestern leiden an Depressionen, haben Geldsorgen da sie ja nur wenig arbeiten um viel Zeit ins predigen investieren zu können, etc… Und dazu kommt auch noch der ewige Gedanke dass alles schlechte ja eventuell eine Prüfung des Glaubens oder ein Angriff Satans sein könnte; alles Gute was einem wiederfährt ist in den meisten Fällen eine Segnung Jehova’s für unseren besonderen Einsatz, etc… Für mich ergibt sich daraus jedoch aber nur eines… wenn alles Schlechte und Gute in meinem Leben nur von externen Faktoren abhängt, wo bleibt dann mein persönlicher Erfolg im Leben, egal was nun Erfolg für jemanden individuell bedeutet. Wenn meine Verfehlungen nur dazu führen dass ich im Glauben geprüft werde oder dass Satan dadurch denkt, dass er mich leichter vom Weg der Wahrheit abbringen kann, dann muss ich ein perfekter Mensch sein um hier nicht in eine Opferrolle zu verfallen. Um dieses zu vermeiden, muss ich also alles nur erdenkliche für meinen Glauben tun, damit ich Segnungen erhalte die zu meinem Glück beitragen und mich vor Prüfungen und Satan bestens beschützen. Zusammenfassend ergibt sich dadurch für mich ein klares Bild warum es bei Menschen innerhalb der Gemeinschaft immer mehr zu psychischen Problemen kommt… man befindet sich in einer Endlosschleife aus der es kein entkommen gibt, außer man bricht aus. Ich möchte Euch hiermit nur einen kleinen Einblick in diese sehr behütete Welt geben, in der man versucht dass “weltliche” draußen zu lassen und jede Zusammenkunft als “Erquickung” bezeichnet. Der Königreichssaal wird zum Ort des Friedens und des Glaubens, zu dem Ort in dem man 2 mal die Woche seine Probleme vergessen darf um sich letztendlich wieder zu mehr Einsatz im Dienst motivieren zu lassen, denn das ewige Leben wartet ja auf diejenigen die in der “Wahrheit” sind. Ich selbst habe es noch nicht geschafft diesem Kreislauf zu entkommen, habe sogar den Menschen verloren der mich “aufgeweckt” hat. Ich dachte ernsthaft dass ich da einfach so ausbrechen kann, aber ich habe es bisher nicht geschafft… sozialer Druck, die Kinder, etc. waren bisher einfach eine zu große Last, aber ich befinde mich auf einem guten Weg und hoffe dass ich es bald schaffe wieder “mein” Leben zu führen… ein Leben in dem ich “nur” Ich sein kann und kein Doppelleben mehr führen muss.
  • Peter 8. Mai 2019 um 11:27 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenSchade, dass Sie sich nicht einfach mal getraut haben in so einen Königreichssaal hineinzugehen oder die Menschen anzusprechen, die Sie da morgens und abends haben laufen sehen. Es ist immer besser sich ein eigenes Bild zu machen!
  • Fabian 7. Mai 2019 um 15:04 zu #9 Neuapostolische Kirche: Warten auf JesusVielen Dank für Ihren Kommentar. Leider weiß ich nicht, wovon Sie reden. Ich war nie in der Neuapostolischen Kirche. Ist es nicht genauso einfälltig an einen christlichen Gott zu glauben, wie an Weihnachtsmann, Scheibe, Apostel? Das mag aus der Perspektive Mancher so sein. Das ist aber auch nicht das Thema, und ich würde es ungern hier diskutieren. Meine Meinung, kurz und knapp: Nein. Ich akzeptiere, dass das andere anders sehen, diskutiere auch oft genug mit denen, die es anders sehen. Das passt aber nicht unter diese Folge. Liebe Grüße Fabian
  • Manolito 7. Mai 2019 um 15:00 zu #9 Neuapostolische Kirche: Warten auf JesusMoin! Ist es nicht genauso einfälltig an einen christlichen Gott zu glauben, wie an Weihnachtsmann, Scheibe, Apostel? Warum sind Sie nach austritt aus fer NAK der evangelischen Kirche beigetreten? MfG mc
  • Fabian 7. Mai 2019 um 12:30 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenSuper, genau so ist er gedacht: Dass er sich (auch) für solche Zwecke eignet, einen Überblick darüber, was sich hinter den ZJ verbirgt.
  • Fabian 7. Mai 2019 um 12:30 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenDanke!
  • Fabian 7. Mai 2019 um 12:29 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenVielen Dank für das Feedback! Ja, mir ist bewusst, dass einiges fehlt in der Folge. Ich musste mich (leider) irgendwie beschränken, sonst wäre sie nie fertig geworden. Natürlich sind die von mir ausgewählten Hauptfakten eine "engstirnige" Auswahl; mir selbst erscheinen sie aber als sehr wichtige - und, wie ich am Ende sage - auch problematische Lehren. Ich musste mir im Rahmen der Vorbereitung an vielen Stellen die Frage stellen: Was ist für einen erste Überblick über die Zeugen Jehovas wichtig, zu wissen? denn so ist die Folge gedacht. Mich selbst hätte auch eine intensivere theologische Auseinandersetzung mit anderen/weiteren Lehren der ZJ gereizt. Allerdings muss ich immer wieder meine Zielsetzung und die Zielgruppe meiner Folge vor Augen halten. Wer weiß, vielleicht überkommt es mich irgendwann mal noch in einer Sonderfolge 🙂 Mir ist klar, dass jemand, der sich schon länger mit den ZJ befasst, diese Folge u.U. nicht ganz zufriedenstellend finden wird. Liebe Grüße Fabian
  • Fabian 7. Mai 2019 um 12:24 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenJa, daraus stammt der oben aufgeführte und in der Folge zitierte Beitrag von Raik Zillmann (Religionswissenschaftler). Ich habe die ganze Schrift oben mal noch in die Literaturangaben geschrieben. Danke!
  • Fabian 7. Mai 2019 um 12:23 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenVielen Dank für die Rückmeldung. Stimmt, inzwischen heißt es Leben-Dienst-Zusammenkunft; das hatte ich in der Folge gar nicht erwähnt. Danke für den Link zum Auswertungsbogen. Das trage ich oben noch nach! Danke auch besonders für den Hinweis, zwischen "Abtrünnigen" und "Ausgeschlossenen" zu unterscheiden. Diese Unterscheidung ist mir durchgerutscht, da habe ich bunt durcheinandergewürfelt.
  • Fabian 7. Mai 2019 um 12:21 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenDanke für die Ergänzung! Hatte ich in der Form tatsächlich nicht auf dem Schirm. Von daher - vielen Dank für den Hinweis an dieser Stelle.
  • Barbara Kohout 7. Mai 2019 um 11:24 zu #16.1 Gespräch mit einem Ex-ZeugenJehovas Zeugen feiern keinen Geburtstag, das wird in der Regel als Haupt-negativ-Merkmal genannt. Die eine Seite ist, dass den Kindern etwas genommen wird, was im unserem Kulturkreis als Normalität empfunden wird. Damit zwingt man sie eine Außenseiterrolle zu spielen. Doch die andere Seite ist die Wirkung auf das bisherige soziale Umfeld. Mir ist nach meinem Ausstieg erst das ganze Ausmaß der Trennung von unserem gesamten familiären Umfeld bewusst geworden. Wir haben den Kontakt zu Brüdern, Schwägern, Onkeln, Tanten, Kusinen, Großeltern, der befreundeten Nachbarschaft usw. komplett verloren. Da es keine gemeinsame Geburtstagsfeier mit der Oma gab, verlor man den engen Kontakt zu ihr. Da wir verpflichtet waren, zu allen Zeiten informell zu "predigen", haben wir die Verwandtschaft praktisch genervt und man vermied es, mit uns zusammen zu treffen. Das war uns aber nicht unangenehm. Wir wollten ja unsere "Freunde" nur "in der Wahrheit" haben. Doch Oliver beschreibt es sooooo zutreffen. Egal wie sehr man sich anpassen wollte, es war nie genug. Der Druck ist unglaublich - was man aber nicht so sehen darf. Selbstverständlich ist es die "Schuld" dessen, der Probleme hat.
  • Flusskiesel 4. Mai 2019 um 13:40 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenDanke für den Beitrag! Danke, dass Du Dir die viele Arbeit gemacht hast! Wir haben mal in der Nähe eines Königreichsaals gewohnt und haben die Zeugen mit ihren Trolleys morgens losziehen und abends wiederkommen sehen. Ich konnte meinem Sohn damals nicht so gut erklären, was es mit den Zeugen so auf sich hat. Nun kann ich ihm den Link zu dieser Episode schicken. 🙂
  • Peter Schulze 1. Mai 2019 um 12:01 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenAufwändig recherchierte Arbeit, sehr sachliche Darstellung zusammen mit einer unaufgeregten Darbietung und sich aus der Sache heraus ergebenden Schlußfolgerungen... sehr gute Arbeit.
  • Al 1. Mai 2019 um 11:57 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenHallo Fabian, wie immer sehr guter Podcast. Wie schon in meinem letzten Kommentar halbwegs angedeutet, hätte ich mich gerade über eine theologische Betrachtung des Katechismus der ZJ sehr gefreut. Immerhin hast Du ja aber doch das ein- oder andere einfließen lassen. Sich hier auf die bekannten Hauptfakten wie das Blutverbot, die Zwei-Zeugen-Regel oder das Kontaktverbot für Ausgeschlossene zu beschränken halte ich für zu engstirnig, auch wenn es natürlich wichtige Faktoren sind, die gg die ZJ sprechen. Ich würde mich auch sehr drüber freuen, wenn hier über die sogenannten Satelliten der ZJ berichtet wird, d. H. Organisationen von Ausgeschiedenen, Vermarktungswege der ZJ (Selters); Leute, die sich gg die ZJ wenden o. Ä. Wie immer bin ich aber von dem Podcast insgesamt echt begeistert. Weiter so! LG Al
  • Wolf 1. Mai 2019 um 11:34 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenEs gibt inzwischen eine neue ausführlichere Schrift der EZW, die leider nicht kostenlos abgegeben wird, aber auch nicht teuer ist: https://www.ezw-berlin.de/html/119_9912.php
  • Jimmy 1. Mai 2019 um 10:05 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenSehr gut recherchierter und aufgearbeiteter Bericht! Zwei kleine Anmerkungen: 1) Der verlinkte Auswertungsbogen der Predigtdienstschule stammt aus den 90er Jahren. Inzwischen heißt die Zusammenkunft „Leben-und-Dienst-Zusammenkunft“. Ein aktueller Auswertungsbogen ist auf S. 78-82 in dem Buch „Nutze die Belehrung der Theokratischen Predigtdienstschule“ zu finden (https://www.jw.org/de/publikationen/buecher/Nutze-die-Belehrung-der-Theokratischen-Predigtdienstschule/). 2) Ausgeschlossene sind nicht gleichzusetzen mit Abtrünnigen. Abtrünnigkeit ist vielmehr ein möglicher Grund für einen Gemeinschaftsentzug (siehe Kapitel „Wann ein Rechtskomitee gebildet werden sollte“, speziell ab S. 65 in „Hütet die Herde Gottes“, https://www.reddit.com/r/exzj/comments/6b1ync/h%C3%BCtet_die_herde_gottes/). Abtrünnigkeit wird dabei in der Regel als besonders schwerwiegende Sünde angesehen und wird zumindest indirekt oft mit „unverzeihlichen Sünden“ bzw. „Sünden gegen den Heiligen Geist“ in Verbindung gebracht (siehe z.B. w07 15. 7. S. 18-19, https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2007525?q=unverzeihliche&p=par). Der Umgang mit Ehemaligen ist sicherlich die am kritischsten zu bewertende religiöse Praxis, die speziell auf Zeugen Jehovas zutrifft, welche auch eine Bezeichnung als Sekte rechtfertigt. Andere Praktiken z.B. im medizinisch-hygenischen Bereich wie die Verweigerung von Bluttransfusionen, aber auch das Verschleiern von Kindesmissbrauch sind zumindest generell keine Besonderheit der Zeugen Jehovas, sondern in einer Vielzahl religiöser Gruppen -einschließlich Großkirchen bzw. Weltreligionen- anzutreffen, im medizinischen Bereich zum Beispiel das höchst problematische Kondom-Verbot der katholischen Kirche.
  • Barbara Kohout 1. Mai 2019 um 9:23 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenSehr beeindruckend detaillierte Schilderung zur Vergangenheit und Gegenwart der Zeugen Jehovas. Ein kleines Detail habe ich vermisst. Es ist die Einstellung der Ernsten Bibelforscher zum Militärdienst im 1. Weltkrieg. Einige Faximilis aus dieser Zeit von verschiedenen Wachtturm-Artikeln siehe hier: https://jessussirach.jimdo.com/tet-bm-kapitel-2/ Unkommentiert werden Passagen aus diesen Veröffentlichungen hier vorgelesen: https://www.youtube.com/watch?v=idtUaRg63q4&t=55s Aus meiner Sicht ist das ein wesentlicher Aspekt, der die stillschweigende Lehränderung dokumentiert. Zumal die Konfrontation im Nationalsozialismus doch erheblich durch die Provokationen durch President Russel befeuert wurde.
  • Fabian 30. April 2019 um 15:16 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenVielen Dank für das Feedback!
  • Stefan Barnikow 30. April 2019 um 14:59 zu #16 Jehovas Zeugen: Theokratie auf ErdenDer Bericht ist kurzweilig und erstklassig. Die Lehren der Zeugen Jehovas werden detailliert erklärt. Daraus sich ergebende Probleme korrekt analysiert und verständlich erläutert.
  • Al 17. April 2019 um 9:26 zu WSW3: Ein Abend bei den Zeugen JehovasHi, ich finde Deine Folgen immer super. Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema negative Auswirkungen von Glauben und Religion. Zum Thema ZJ, ist mir da ein Kritiker namens Rüdiger Hentschel (es gibt auch einen Cay Staack, der verhält sich ähnlich) aufgefallen, der regelmäßig "Aktionen" gg die ZJ unternimmt. Schau ihn Dir oder seine Webseite "antichrist-wachtturm.de" mal an. Leider muss ich sagen, ist das was der Typ treibt intellektuell und auch von der Art wie er es tut, so dummdreist, dass einem die ZJ schon wieder leid tun können, dass sie sich mit so einem auseinandersetzen müssen. Du kannst mir gerne eine Mail schreiben. Viele Grüße Al
  • Fabian 12. April 2019 um 15:50 zu WSW3: Ein Abend bei den Zeugen JehovasDas stimmt, wird an keiner Stelle bestritten und macht die Sache nicht besser...
  • Paul 12. April 2019 um 13:25 zu WSW3: Ein Abend bei den Zeugen JehovasWas hier von den "Zeugen Jehovas" geschildert wurde, gilt auch in Bezug auf manche christliche Splittergruppen. Auch wer sich beispielsweise von der "Versammlung" (Darbysten) abwendet, verfällt der sozialen Ächtung.
  • Fabian 11. April 2019 um 16:55 zu WSW3: Ein Abend bei den Zeugen JehovasDanke, freut mich 😊
  • diestracke 11. April 2019 um 16:54 zu WSW3: Ein Abend bei den Zeugen JehovasDeine Eindrücke kann ich als "interessierter Laie" in allen Punkten bestätigen. Inkl. des "geplättet und gebügelt sein" nach diesen Veranstaltungen! Hast du schön und lebendig erzählt; ich habe gerne zugehört!
  • Inken 11. April 2019 um 9:06 zu WSW3: Ein Abend bei den Zeugen JehovasHallo Fabian, mein Mann redet ungern über seine Kindheit und Jugend bei den Zeugen (er ist sich vor der Taufe weggegangen). Zum Sprechen vor der Versammlung sagt er aber, dass zumindest er nie mitbekommen hat, dass ein Vortragender oder Vorlesender vor der ganzen Versammlung negativ kritisiert wird, sondern das dann hinterher in kleinerer Runde gemacht wird. So wurde das in der Gemeinde gehalten - allgemeingültig kann er da natürlich nicht sprechen. Ich freue mich auf die ZJ-Folge! Und mach weiter so, mir gefällt Dein Podcast sehr. Liebe Grüße Inken Mach weiter so.
  • Jana 10. April 2019 um 18:48 zu WSW3: Ein Abend bei den Zeugen JehovasHey, sehr interessante Ausführungen. Ich für meinen Teil kann bestätigen, das neben dem Lob es durchaus auch Worte der Ermahnung gab. Zu meinen Zeugen Zeiten gabs auch für die "Schwestern" der VS Aufgaben auf der Bühne, allerdings immer nur zu zweit und wie eine Art Theaterstück, wo man Gespräche aus dem Predigtdienstalltag nachstellte. Eine war die ZJ, die andere war der "Interessierte". Oder zwei Schwestern im Gespräch über ein bestimmtes Thema. Naja lange Rede gar kein Sinn 😁😎 danach gab's zumindest bei mir immer was zu meckern. Zu hektisch, zu leise, zu kurz, zu lang. Ich habs gehasst und kam Gsd nicht so oft dran. Der Gemeinschaftssinn wird dort sehr gut ausgelebt, aber wenn man nicht mehr dabei sein will, verliert man seinen kompletten Familien - und Freundeskreis. Mein Weggang war 1995,seit 2017 hab ich keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern, da ich mittlerweile öffentlich gegen die ZJ rede. Sie haben den Kontakt abgebrochen. Meine Tür steht immer offen, aber rausfinden müssen Sie selbst. Leider wird das nie der Fall werden.
  • Fabian 10. April 2019 um 16:15 zu WSW3: Ein Abend bei den Zeugen JehovasTom, vielen Dank für deinen offenen Kommentar! Du darfst hier auch gern Romane verfassen 🙂 Es freut mich, wenn sich meine Wahrnehmungen decken mit denen anderer; das spricht dafür, dass das tatsächlich kein Einzelfall, sondern eine generellere Sache ist. Ich bin selbst sehr gespannt auf die Folge 🙂 Liebe Grüße!
  • Tom 10. April 2019 um 13:12 zu WSW3: Ein Abend bei den Zeugen JehovasHi Fabian, und vielen Dank für die interessante Folge! Ich selbst bin auf dem Papier noch ein Jehovas Zeuge (also nicht ausgeschlossen worden, oder selbst offiziell den Austritt erklärt). Dennoch werde ich von meinen Eltern und meinem Bruder gemieden, da man sich nicht an die Regeln hält. Ich finde das dieses auch in Deiner Folge schon gut zum Ausdruck kommt. Z.B. das in der Versammlung auch kein selbstständiges Denken stattfindet, sondern alles 1:1 aus der Literatur wiedergegeben wird. Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit werden nicht geduldet. (...) Jetzt wollte ich gerade schon beginnen einen Roman zu schreiben. Daher fasse ich mich kurz: Sehr gute Arbeit. Ich bin gespannt auf die endgültige Folge. Beste Grüße Tom