• Christoph 18. Oktober 2020 um 12:34 zu WSW11: QAnon, Scientology, Genesis-II-Church, Shinchonji, Olaf LatzelHallo Fabian, vielen Dank für die Mühe die Du Dir mit den Podcasts machst. Es ist aktuell wichtiger denn je aufzuklären und die Gefahren solcher Gruppen öffentlich zu machen. Mach bitte mal etwas über das Lectorium Rosicrucianum (Goldene Schule des Rosenkreuzes). Die haben in Deutschland mehr Mitglieder als Scientology, sind aber bei Weitem nicht so offensiv in der Akquise neuer "Kunden". Die zerstörerische Wirkung auf die "Kunden" ist aber ebenfalls enorm. Liebe Grüße Christoph
  • Benjamin 3. Oktober 2020 um 18:22 zu #9 Neuapostolische Kirche: Warten auf JesusHallo Erich, ich weiß nicht, ob du das hier ließt, weil es ja doch schon lange her ist und ich nicht weiß, ob man Mitteilungen bei Antworten bekommt. Ich danke dir auf jeden Fall für den Einblick hinter die Kulissen. Ich bin seit gut 15 Jahren nicht mehr aktiv in der NAK, da ich kurz nach meiner Konfirmation kein wirklichen Anschluss in der Jugend gefunden hatte und leider auch meine zu modernen Bestrebungen in der Gemeindemusik buchstäblich zerquetscht wurden. Ich muss sagen, dass ich die Amtsbrüder in meiner Gemeinde meistens als nicht all zu autoritär wahrgenommen hatte, mit ein paar Ausnahmen. Vor allem der Gemeindevorsteher kommt mit immer noch (ich gehe alle paar Jahre Mal wieder in einen Gottesdienst, da meine Mutter immer noch aktiv in der Gemeinde tätig ist) wie ein sehr weltoffener, herzensguter Mensch vor. Allerdings hatte mir irgendwie auch eine Art richtiges Gemeinschaftsgefühl gefehlt. Häufig hab es doch "Clanstreitigkeiten" innerhalb der Gemeinde und Lästereien hinter den Rücken anderer. Allerdings waren mir die familiären Verstrickungen innerhalb der Apostel bisher nicht wirklich bekannt. Außerdem war ich doch häufig überrascht über die Berichte vieler Aussteiger. Ich war zwar auch nie wirklich glücklich in unserer Gemeinde, allerdings hatte ich nie so krasse Erlebnisse, wie sie zT geschildert werden.
  • Fabian 15. September 2020 um 12:49 zu #2 Heaven’s Gate – der tödliche Ufo-KultDanke - und viel Spaß beim Durchhören!
  • Gunnar 15. September 2020 um 12:32 zu #2 Heaven’s Gate – der tödliche Ufo-KultAuch ich bin über den Déjà-Vu-Podcast auf dich gestoßen und habe heute diese Episode gehört. Ich bin sehr beeindruckt von deiner wissenschaftlichen Herangehensweise und der Tiefe der Information. Freue mich schon sehr auf all die übrigen Folgen! Vielen Dank für deine Mühe!
  • Fabian 28. August 2020 um 14:43 zu #27 Organische Christus Generation (OCG)Lieber Michael, ich danke dir - für deine Offenheit und dafür, ehrlich deine Meinung gesagt zu haben. Das schätze ich sehr! Und es freut mich um so mehr, wenn dir dieser kurze Austausch hier geholfen hat, die Dinge klarer einzuordnen. Denn natürlich klingt das, was die Verschwörungsideologen erzählen, in deren "Bubble", plausibel - solange, bis man sich die Hintergründe anschaut und andere Quellen hinzuzieht. Das wird eben immer schwieriger, je mehr man da drinhängt, weil alle anderen Quellen außer den eigenen diskreditiert werden. In diesem Sinne: Alles Gute dir! Fabian
  • Michael Huber 28. August 2020 um 13:47 zu #27 Organische Christus Generation (OCG)Lieber Fabian, ich bin Dir SEHR dankbar für Deinen Kommentar und die Links. Das hat mir geholfen, klarer zu sehen. Ich habe inzwischen alle Kanäle gelöscht (bzw. bin ausgetreten), die mich mit derartigem Gedankengut versorgt haben. Ja, ich muss mich auch fragen, wie es kam oder was dazu geführt hat, dass ich mir das angehört und ich auch offen war dafür. Umso dankbarer bin ich dafür, über HossaTalk auf Deinen Podcast gestoßen zu sein. Mach weiter so! Good Job! Beste Grüße, Michael
  • Fabian 28. August 2020 um 11:35 zu #27 Organische Christus Generation (OCG)Lieber Michael, danke für deine erneute Reaktion. Ich habe das Video schonnmal gesehen. Das Video ist sehr typisch für Verschwörungserzählungen - Fakten werden hier mit frei erfundenen Mythen vermischt. Das fängt schon zu Beginn an: Stoppe mal das Video und sieh dir die Daten der Zeitungsartikel und der Webseite der John Hopkins Universität (Sekunde 0:09) an - allesamt von 2020. Sie werden benutzt, um das ganze schön in die Erzählung einzubetten. Was der Erzähler erzählt - und mit Artikeln belegt - ist alles aus 2020! Anschließend "wechselt" er aber ins Jahr 2019 - und der Eindruck entsteht, all das was er erzählt, sei vorherbestimmt gewesen. Das ist - finde ich - eine ziemlich dreiste Art, die Leute hinters Licht zu führen. Sorry, dass ich das so klar und deutlich sagen muss. Es ist auch absurd, dass die Macher des Videos, wie sie behaupten "unsichtbares" "sichtbar" machen. Schau mal auf die Original-Webseite des Event 201. Da findest du auch eine lange Liste an Medien, die über die Pandemie-Übung berichteten. Alles andere als geheim. Nur hat es damals niemanden interessiert, sowenig wie irgendwelche Katastrophenübungen (überregional) irgendjemanden interessieren. Weil es für die Leute einfach nicht unmittelbar relevant ist. Bevor ich hier aber nun einen ellenlangen Kommentar schreibe, bitte ich dich, das hier zu lesen: https://www.mobilegeeks.de/artikel/event-201-ueber-die-uebung-einer-pandemie-und-ueber-youtube-schwurbler/ . Ich bitte dich auch, dem Autor seinen stellenweise polemischen Ton zu verzeihen und wirklich auf das zu achten, was er an Fakten darlegt und wie er argumentiert. Ich könnte es nicht besser - und da du mich nach meiner Einschätzung gefragt hast: Ich teile die des Verfassers. Liebe Grüße Fabian
  • Michael Huber 28. August 2020 um 10:27 zu #27 Organische Christus Generation (OCG)Lieber Fabian, vielen Dank für Deine Antwort und Einschätzung - das hilft mir wirklich! Ich bekenne, dass mir die Argumentation der Corona-Massnahmen-Gegner im Prinzip total einleuchten. Und jetzt lasse ich mal die Katze aus dem Sack: Der Hauptgrund ist das Video zum Event 201. Das ist wohl die Ursache, warum ich Sympathie für diese Gruppe entwickelt habe. Es sieht doch echt so aus, als sei das Ganze schon im Voraus geplant worden wenn man das so sieht. Ich wäre Dir EXTREM dankbar, wenn Du mal hierzu eine Folge machen würdest - oder mir zumindest auf diesem Weg eine Einschätzung zukommen liessest. Hier das Video, um das es geht: https://youtu.be/cPJfzdsVVno PS: Ja, das gehört jetzt nicht mehr zum Thema OCG, ich weiß...
  • Fabian 28. August 2020 um 9:53 zu #27 Organische Christus Generation (OCG)Freut mich - danke für die Rückmeldung! Liebe Grüße Fabian
  • Fabian 28. August 2020 um 9:52 zu WSW10: “Operation Tinfoil” und die OCGDanke für deinen Kommentar! Ja, bei solchen Veranstaltungen spielen diese Mechanismen auch eine Rolle. Manipulationsmechanismen sind universell einsetzbar 🙂
  • Fabian 28. August 2020 um 9:51 zu #27 Organische Christus Generation (OCG)Hallo Michael, vielen Dank für deine Rückmeldung & das Lob! Ich kann die Argumentation der Verschwörungsideologen durchaus nachvollziehen. Aber ich teile sie nicht. Und ich halte es für gefährlich, wenn wir ihnen in dem Punkt zustimmen und sagen: "Meinungsvielfalt wird systematisch unterdrückt". Ich sage ganz explizit: Nein, da gebe ich Ihnen (und damit auch dir) nicht Recht. Das ist nicht so. Warum? 1. Youtube ist eine private Plattform. Hier "Zensur" zu unterstellen, mag fein in das Narrativ der Verschwörungsideologen passen, ist aber schlicht Blödsinn. Youtube darf löschen wann, was und wieviel es möchte. Youtube (Google) ist eine Firma. Facebook, Twitter - all die dürfen löschen, was sie wollen. Wie auch ich hier auf dem Blog oder jede*r andere, der in irgendeiner Weise eine entsprechende Platttform für Meinungsaustausch bietet. Das ist keine Zensur, das nennt man "Moderation". Und das hat nichts mit "systematischer Unterdrückung" von Meinungen durch den Staat zu tun. Es ist keine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Ich sehe es z.B. als meine Verantwortung hier auf dem Blog, keine hetzerischen, rassistischen, etc... Kommentare zuzulassen. Deshalb moderiere ich. was und was nicht freigegeben wird (auch bei Youtube, Facebook, Twitter, ... usw.) entscheiden die Betreiber. Mal mehr, mal weniger streng. Was das ganze noch absurder macht: Gerade bei Youtube und z.B. bei Telegram usw. finden sich doch Tausende, Zehntausende Videos und Kanäle, Gruppen, Nachrichten, die diese Verschwörungsmythen verbreiten. Wo wird denn da bitte "systematisch Meinung unterdrückt"? Da kann doch jeder Hanswurst irgendwas posten, dazu braucht er kein Wissenschaftler oder Arzt zu sein. 2. Zur Absage der Berlin-Demo: Ich finde es völlig legitim, eine Demo abzusagen, weil entsprechende Infektionsschutz-Gesetze nicht eingehalten werden. Das hat nichts mit Einschränkung der Meinungsfreiheit zu tun. Jeder darf demonstrieren, solange er sich an die Regeln hält. Das war in Berlin nicht der Fall, also finde ich es nachvollziehbar, die nächste Demo nicht zu genehmigen. Und genauso wurde das rechtlich auch begründet in der Verbotsanordnung ABER: Ich halte es für enorm problematisch, was der Berliner Innensenator da gesagt hat (und es später als eigene Meinung gekennzeichnet hat, nicht als Verbotsgrund - so wurde das Verbot nicht begründet! Aber das ist genau der Punkt, der bei den Verschwörungsleuten dann unter den Tisch fallen wird, weil der Innensenator eine dumme Bemerkung gemacht hat. Eine Demo abzusagen, weil man den Verschwörungsideologen keine Bühne geben möchte, weil einem die Meinungen dort nicht passen, geht nicht. Das wäre rechtlich auch nicht durchzusetzen! Kein Gericht in D würde das durchgehen lassen! Aber, und das werden die entsprechenden Kreise vermutlich ignorieren: Genauso wird das in den großen Medien auch rezipiert. Hier in der Zeit und hier im Spiegel-Interview, in dem deutlich wird, dass das für die Fragenden kein Grund zur Demo-Absage ist. Die in der Szene so verhassten "Mainstream-Journalisten" kritisieren also diese Bemerkung. Und sie haben im Blick, dass das ein unzulässiger Eingriff in die Meinungsfreiheit wäre - wenn es der offizielle Grund zur Absage gewesen wäre. Und dieser letzte Halbsatz ist entscheidend. Denn das war es nicht, weil so das Verbot nicht begründet wurde. Das glauben Verschwörungsideologen nicht, ist mir klar. Meines Wissens beschäftigen sich jetzt damit ja ohnehin die Gerichte. Wir werden sehen. Liebe Grüße und alles Gute, Fabian
  • Michael Huber 27. August 2020 um 18:04 zu #27 Organische Christus Generation (OCG)Ich finde Deine Arbeit sehr wertvoll und habe schon viel profitiert! Hier aber ein Hinweis, wo ich denke, dass du irrst oder nicht vollständig informiert bist: - Du sagst bezüglich Meinungsfreiheit, dass doch jeder seine Meinung frei äußern kann und die Verschwörungsmystiker genau das Gegenteil behaupten. Das kannst Du nicht nachvollziehen. Ich schon. Ich beschäftige mich auch mit diesen Dingen und verstehe, was die meinen: Sie machen die Erfahrung, dass systematisch YouTube Videos gelöscht werden - auch von Wissenschaftlern, Ärzten etc. sobald eine abweichende als die allgemein proklamierte Meinung vertreten wird. Auch die Absage der Berlin-Demos geht in diese Richtung. Und das sind keine Einzelfälle. Es wird als Zensur empfunden. Und ich finde zu Recht: es wird definitiv zensiert und Meinungsvielfalt systematisch unterdrückt. Ich sage das wertfrei - ich kann das nachvollziehen, was gemeint ist. Wollte Dir das unmittelbar, nachdem ich Deinen super Podcast gehört habe zukommen lassen. Alles Gute Dir und für Deine Arbeit! Michael
  • orbit_cccfr 24. August 2020 um 15:04 zu WSW10: “Operation Tinfoil” und die OCGIch hab bisher alle deine Podcast mit grossen Interesse verfolgt und Vielen Dank dafür! Alle ManipulationsMethoden Welche Sekten verwenden hab ich auch schon bei Kaffefahrten oder Verkaufsveranstaltungen erlebt. Ich fahre da immer mal gerne mit um Methoden des "Social Hackings" mit zu erleben. Letztendlich spielt natürlich die Industrie immer so um ihre Produkte an den Bürger zu bringen. Geheiligter Kapitalismus quasie. Natürlich spende ich gerne einen kleinen Betrag an Benachteiligte.
  • Lars 21. August 2020 um 19:08 zu #27 Organische Christus Generation (OCG)Hallo Fabian!!! Erstmal Danke für dein Engagement und die Recherche zum Thema OCG. Mir fiel vor Jahren(ich weiß allerdings nicht mehr woher)mal der Film „Helden sterben anders“???in die Hände.Den genauen Titel weiß ich jetzt nicht mehr...Er war grottenschlecht gespielt und ich fand den Film eher belustigend.Auch die ganzen Singsang Vorträge von der OCG auf YouTube...zum fremdschämen lustig...Man könnte das alles für harmlose Realsatire halten und drüber lachen.Dann kommen aber solche Vorfälle wie die Aussagen über Hitler.Oder diese Gewalt gegen Kinder.Schlimm. Mir hat dein Beitrag auf jeden Fall die Augen über die Weltsicht der Gruppe geöffnet und auch die Theologischen Hintergründe sehe ich viel klarer...Hab nochmal Dank dafür!!!
  • Fabian 21. August 2020 um 7:53 zu WSW10: “Operation Tinfoil” und die OCGDanke - freut mich!
  • Toni 21. August 2020 um 1:06 zu WSW10: “Operation Tinfoil” und die OCGVielen Dank für deinen Podcast. Habe sehr lange nach guten und neutralen Informationen über Glaubensgemeinschaften gesucht und bin hier endlich fündig geworden. Ich hoffe hoffe dein Podcast wird viele Menschen erreichen. Besten Dank und viele Grüße, Toni V.
  • Fabian 19. August 2020 um 14:27 zu WSW10: “Operation Tinfoil” und die OCGVielen Dank für eure Beiträge, Johannes und Eike. je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr "Frieden" finde ich auch mit der Anonymous-Aktion, muss ich sagen. Ja, das Recht kommt da an Grenzen. Ich finde es wichtig, dass sowas verboten bleibt, zugleich finde ich es richtig, dass sich einzelne (oder ein Kollektiv) in Extremfällen darüber hinwegsetzen (unter den genannten Voraussetzungen). Ein Dilemma, das wohl so nicht auflösbar ist. Liebe Grüße! Fabian
  • Eike Kristin 18. August 2020 um 14:25 zu WSW10: “Operation Tinfoil” und die OCGHallo Fabian, ich finde die Aktion von Anonymous auch durchweg gut. Es ist zwar illegal, trägt aber zur Aufklärung bei. An vielen Stellen sind die legalen Mittel sehr begrenzt, wo dann solch ein Kollektiv dennoch etwas tun kann, um gewisse Dinge an die Öffentlichkeit zu bringen. Ich finde allerdings generell das gut, wofür Anonymous momentan einsteht und wogegen sie sich stark machen. Das ist im Moment eben auch ganz viel Verschwörungsgeschwurbel rund um Corona. Wenn man nur mal die beiden Punkte "Sekten" und "Corona-Leugner" nimmt, sind die in meinen Augen viel gefährlicher als solch illegale Hacks von Anonymous, die zur Aufklärung und Klarsicht beitragen. Vielleicht bewahrt es ja den ein oder anderen vor einer gefährlichen Sekte oder gefährlichem Geschwurbel.
  • Johannes 15. August 2020 um 6:42 zu WSW10: “Operation Tinfoil” und die OCGHallo Fabian, meine Meinung über solche Aktionen von Anonymous sind etwsd klarer. Ich kann so etwas nur unterstützen und gut heißen. Selbstverständlich unter den gegebene Umständen die du bereits erwähnt hast. Niemand kommt körperlich zu schaden und es wird auch kein Eigentum mutwillig zerstört. Die Aufklärung und Offenlegung durch Anonymous oder auch z. B. in anderen Bereichen durch Wikileaks, helfen uns Dinge klarer zu sehen. Es wird an den Stellen gemacht wo klares Unrecht geschieht aber die juristischen Mittel versagen. Wie oft fragen wir uns warum gewisse Gruppen oder Einzelpersonen mit ihren Machenschaften durch kommen und verstehen es schlicht nicht aus einem natürlichen Unrechtsempfinden. In solchen Fällen bin ich froh wenn durch solche Aktionen, Unrecht ans Tageslicht kommt. Ob Wikileaks, Anonymous oder einfach ein Whistlblower. Mit solchen, evtl. Illegalen Methoden kann ich durchaus leben.
  • Fabian 1. August 2020 um 15:31 zu #25 Kenneth Copeland und die Wort-des-Glaubens-BewegungDanke, freut mich zu hören! (Ich kenne übrigens viele Theologen, die das genau so machen würden wie ich :-)) Liebe Grüße! Fabian
  • Werner 1. August 2020 um 10:58 zu #25 Kenneth Copeland und die Wort-des-Glaubens-BewegungDer Podcast ist wirklich klasse gemacht. Erschreckend gut vorbereitet und im Vergleich zu vielen Medienangeboten erfreulich tiefgehend. Das wirkt wunderbar entschleunigend. Besonders eindrucksvoll finde ich wie offen Du die einzelnen Gruppierungen darstellst - das hätte ich von einem Theologen so nicht erwartet. Vielen Dank für Deine Mühe!
  • Fabian 25. Juli 2020 um 14:55 zu WSW7: Coronavirus, Church of Almighty God, Schwarzbuch EsoterikHab ich auf meiner Liste! Liebe Grüße Fabian
  • Michael A 23. Juli 2020 um 20:44 zu WSW7: Coronavirus, Church of Almighty God, Schwarzbuch EsoterikHallo Fabian, habe jetzt im Urlaub fast alle Folgen gehört. Ich finde sie gut bis sehr gut ( auch als katholischer Christ 😀). Nimmst du dir auch mal das Neokatechumenat vor? Vielleicht auch aus dem Blickwinkel, wie dadurch Gemeinden zerstört werden. Danke und viele Grüße Michael
  • Sany 12. Juli 2020 um 13:22 zu #17 Gehirnwäsche ?!Hallo Fabian, Ich habe diese Sendung auch erst jetzt mit Interesse gehört. Kennst du den Dipl. Psychologen Dieter Rohmann aus München? Er begleitet seit ca 40 Jahren ausschließlich Kultaussteiger bzw. deren Angehörigen. Sein Modell könnte für dich interessant sein, da er Hassan weiter entwickelt hat und auf den europäischen Raum angepasst hat. Das Problem für Aussteiger ist tatsächlich die Frage, weshalb man so lange das mit sich hat machen lassen. Und empirische Studien dazu zeigen, dass Kultmitglieder zuallerallererst bei sich selbst die Schuld suchen - so wurde es Ihnen antrainiert. Das aufwachen ist mir heftiger Scham verbunden. Rohmanns Klienten hilft es zuallererst einmal zu erkennen, DASS mit Täuschung gearbeitet wurde, die vor allem darin besteht, dass solche Kulte WAHRHEIT verkaufen . Für Aussteiger ist es extrem hilfreich, das zuerst zu erkennen und zu sehen, ja ich bin getäuscht worden, und dafür muss ich mich nicht schämen. Es kann jedem passieren und die Systeme sind in der Regel wasserdicht. Rohmann kam in seiner Arbeit mit Aussteigern zu dem Ergebnis, dass man nach durchlaufen dieser Phase des Ausstiegs erst bereit ist, seinen Eigenanteil dabei anzugehen. Das Modell von Rohmann ist ziemlich erfolgreich und sicher so differenziert wie du es im Podcast angesprochen hast. Für Hassan, Lifton und Singer muss man sagen, diese sind Pioniere auf dem Gebiet der Sektenforschung. Und um Angehörige aus den damals klassischen Sekten heraus zu holen, wandte mann lange Zeit dje Deprogrammierung an. Folgerichtig für damaliges Verständnis! Das ist heute anders - die klassischen Sekten gibt es so nicht mehr - das Spektrum ist bunter. Für Teil 2 des Podcasts kann ich den Sektenexperten aus Deutschland, Dipl. Psych. Dieter Rohmann, sehr empfehlen . Er publiziert jetzt vielleicht nicht so viel wie die von dir zitierten, dafür hat er einen enormen Schatz an praktischer Erfahrung.
  • Sany 9. Juli 2020 um 23:06 zu WSW9: Neuer Esoterik-Kongress, Corona in Freikirchen, Getarnte Scientologen, Der Fall Jan H., Erneuter TOS-AnschlagBy the was- wenn man nun weiß, dass über die NAR Bewegung (New Apostolic Reformation) eine Verbindung zwischen Jobst Bittner, dem Leiter der tos, und der evangelikalen Bewegung der USA besteht, sieht das mit der lokalen Bedeutung der tos schon ganz anders aus. Nur um ein Beispiel zu nennen: Paula White Cain, die persönliche Pastorin von Donald Trump, ist nicht nur Anhängerin der NAR, sondern ist auch mit der tos bekannt. Sie war schon in Tübingen zum predigen und Bittners haben sie und ihren damaligen Mann in Tampa besucht. Jobst Bittner wird ebenfalls als der Apostel für Deutschland in der NAR geführt ... Ich glaube man kann in diesen wenigen Sätzen schon ahnen, dass das christliche Selbstverständnis in der tos bzw. deren theologischer Unterbau einen Hang zur Verschwörungstheorie und etwas sektenhaftes hat.
  • Sany 9. Juli 2020 um 22:54 zu WSW9: Neuer Esoterik-Kongress, Corona in Freikirchen, Getarnte Scientologen, Der Fall Jan H., Erneuter TOS-AnschlagDas sehe ich genauso. Man muss bedenken, dass im evangelikalen Lager solche dummen Aktionen , aber auch durchaus berechtigte Kritik von außen gegen problematische Gruppen - wie z.b.die im Film „Mission unter falscher Flagge“ - , ein „WIR“ - Gefühl auslösen, hinter dem sich TOS gut verstecken kann. Das hat TOS in den letzten Jahren perfektioniert, um von den internen Problemen abzulenken. Leider funktioniert das über die Organe der DEA (deutsche evangelische Allianz) ziemlich gut. Die TOS ist lokal durchaus als konfliktträchtig bekannt und es gibt immer wieder Berichte von Aussteigern, die unter den hierarchischen Strukturen und dem Absolutheitsanspruch der Leiter am persönlichen Leben ihrer Mitglieder leiden . Allerdings hat die tos ein großes Interesse daran, Ihren Wirkungskreis über Tübingen hinaus zu erweitern - sie sieht sich im Selbstverständnis als Speerspitze im endzeitlichen Erweckungsplan Gottes für Deutschland und damit als Vorreiter für den Leib Jesu. Ein wichtiges Instrument in dieser schon fast verschwörungstheoretisch anmutenden TOSSIS Theologie ist die Marsch des Lebens Bewegung . In Tübingen gibt es seitens der Gedenkstättenarbeit große Bedenken und eine Zusammenarbeit wird verweigert. Die eigenen Befindlichkeiten der Tos stehen zu sehr im Vordergrund - die Shoah wird geschickt für eigene Zwecke instrumentalisiert. Außerhalb von Tübingen jedoch wird kräftig die Werbetrommel für die Marsch des Lebens Bewegung gerührt und das sogar mit mäßigem Erfolg. Für mich erscheint das tatsächlich so gewollt zu sein - da die TOS in Tübingen nicht Fuß fassen kann, versucht man es eben von außen. Man will sich im Leib Jesu, aber auch im säkularen sowie politischen Bereich einen Namen machen, indem man auf der gerade populären Antisemitismus Welle mitschwimmt und dies medial vermarket. Und über diesen Weg versucht TOS ihre Weste rein zu waschen bzw ihre Kritiker mundtot zu machen. Und in dem Kontext kommen natürlich diese blödsinnigen Aktionen gerade recht, die werden ebenfalls von der tos medial ausgeschlachtet und verbreitet - sogar in den USA wurde darüber berichtet ... Gut - wen interessiert es, kann man sich fragen - solange das im kleinen Kreis evangelikal Gleichgesinnter bleibt - ok. Aber das ist nicht das Ziel der tos - man will Einfluss gewinnen - in kirchlichen Kreisen aber auch gesellschaftlich und politisch . Und an dieser Stelle wird es gefährlich. Ganz zu schweigen von den Menschen, denen die tos durch ihre totalitär Struktur und ihre hohen Ansprüche an das persönliche Leben der Mitglieder geschadet hat.
  • Lothar Poerschke 9. Juli 2020 um 17:40 zu #9 Neuapostolische Kirche: Warten auf JesusLieber Florian, lieber Fabian, es ist sicher grundsätzlich schwierig im Internet eine derartige Debatte zu führen, wenn man sein gegenüber nicht persönlich kennt. Vorgestern erst schickte mir der Psychologe und Sektenexperte Dieter Rohmann aus München einen Link zu einem Beitrag, der bei hpd ( Humanistischer Pressedienst ) brandaktuell zum Thema NAK erschienen ist : " Nicht denken, nicht meinen, einfach glauben ! " ( Teil 1 ) Lohnt sich zu lesen. Einen schönen Abend. Lothar
  • Fabian 8. Juli 2020 um 19:16 zu #9 Neuapostolische Kirche: Warten auf JesusDas stimmt. Damit habe ich - ganz abgesehen von der Theologie - auch ein großes Problem, danke für die Ergänzung!
  • Florian 8. Juli 2020 um 18:17 zu #9 Neuapostolische Kirche: Warten auf JesusHi Fabian, eine sehr interessante Podcast-Episode. Die journalistische Stärke dieser Folge lässt sich m. E. daran ablesen, dass sich hier in der (langen!) Kommentarsektion sowohl Aktive, als auch Ehemalige, sowohl Wohlwollende als auch Kritiker der NAK in Deiner Darstellung wiederfinden. Das muss man bei einem so heiklen Thema wie Religion erst mal schaffen. Ich persönlich habe nichts mit der NAK zu tun, erinnere mich aber, dass in meiner Schulzeit im Religionsunterricht vor der NAK ähnlich stark gewarnt wurde wie vor Scientology und den Zeugen Jehovas. Was da genau "los" ist, ist mir damals leider nicht richtig klar geworden. Nach dieser Episode habe ich das Gefühl, diese Bewegung einordnen zu können. Mein persönliches Problem mit den Endzeit-Lehren ist weniger ein theologisches (am Ende können da meinetwegen alle glauben und erwarten, was sie wollen), sondern ein politisches. Wenn ich davon ausgehe, dass die Welt bald untergeht, dann macht es keinen Sinn mehr, das Klima zu retten oder gegen strukturelle Ungerechtigkeiten vorzugehen. Im Zweifelsfall können diese Missstände ja sogar noch als "göttliche Zeichen" aus der Offenbarung etc. für das kommende Weltende gelesen werden. Hiermit habe ich ein Riesenproblem. Wir können es uns nicht mehr leisten so zu leben, als hätte unser Verhalten auf diesem Planeten keine Konsequenzen. Wir müssen um jeden Preis versuchen, unseren Kindern eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Wenn wir vom nahen Weltende ausgehen, dann verschließen wir genau hiervor systematisch und absichtlich die Augen.
  • Florian 8. Juli 2020 um 18:04 zu #9 Neuapostolische Kirche: Warten auf JesusHallo Lothar Poerschke, auch wenn ich von der NAK zugegebenermaßen keine Ahnung habe - oder: gerade deshalb -, finde ich diesen Kommentar übergriffig. So harte Vorwürfe ("autokratisch", "... wollen nur ihr Geld") sollten schon auch mit konkreten Belegen untermauert werden, der Fairness halber. Den Vergleich mit dem KZ finde ich angesichts der Ungeheuerlichkeit der deutschen Geschichte ziemlich daneben. Ich würde mir von Fabian als Autor dieses (tollen!) Podcasts und Host dieser Webseite an dieser Stelle Moderation wünschen.
  • Fabian 7. Juli 2020 um 12:37 zu #26 Die Trump-Sekte?Danke, ich schreib sie auf meine Liste! Liebe Grüße Fabian
  • Fabian 7. Juli 2020 um 12:36 zu WSW9: Neuer Esoterik-Kongress, Corona in Freikirchen, Getarnte Scientologen, Der Fall Jan H., Erneuter TOS-AnschlagIch glaube, durch kreative Aktionen wäre überregionale Aufmerksamkeit durchaus möglich. Ganz abgesehen davon: Ist überregionale Aufmerksamkeit überhaupt nötig? Wer nicht in Berührung mit der TOS ist, der "braucht" die Info, dass sie problematisch ist, auch nicht unbedingt. Vielleicht reicht es, wenn eine Gemeinde lokal dafür bekannt ist, problembehaftet zu sein. Und überregional ist ohnehin im Internetzeitalter so eine Sache: Wer nach der TOS googelt, würde Bericht über solche Aktionen auch in Lokalzeitungen finden, denn die haben alle Internetseiten. Kurz: Ich sehe darin kein Argument für solche aggressiv - dummen Aktionen. Abgesehen davon, dass es illegal ist, sind die Nachteile (z. B. Opferrolle) deutlich größer als die Vorteile.
  • pommes 6. Juli 2020 um 18:48 zu WSW9: Neuer Esoterik-Kongress, Corona in Freikirchen, Getarnte Scientologen, Der Fall Jan H., Erneuter TOS-AnschlagBezüglich der Anschläge auf die TOS gebe ich zu bedenken, dass durch diese eine überregionale Aufmerksamkeit generiert wird (ob beabsichtigt oder nicht). Ich halte es zumindest für relativ unwahrscheinlich, dass in diesem Podcast im Zusammenhang mit einer Plakataktion oder eines Leserbriefs über die TOS berichtet worden wäre. So wusste ich vorher nicht, dass bei der TOS einiges problematisch ist (wie auch, ich kannte die TOS vorher nicht).
  • David 25. Juni 2020 um 16:55 zu #26 Die Trump-Sekte?Hi Fabian, Hätte einen Vorschlag für eine Gruppe, die du dir mal anschauen könntest. Betrifft mich auch indirekt, denn meine Schwiegereltern in Lateinamerika sind Teil der religiösen Gruppe. Es handelt sich hierbei um die World Mission Society Church of God und stammt aus Südkorea. Herausstechend ist vor allem, dass die Führerin und Gründerin der Gruppe Jang Gil-ja als himmlische Mutter und der bereits vor der Gründung verstorbene Ahn Sahng-Hong als himmlischer Vater verehrt werden. Sie glauben an eine Einteilung der Zeit in Epochen: altes Testament Gott der Vater, neues Testament Jesus Christus und nun die dritte und letzte Epoche, in der das himmlische Paar herrscht und entsprechend auch alle Gebete an sie gerichtet werden und nur sie die Erlösung bringen können. Die Gruppe wächst derzeit sehr stark in den USA und vielen Lateinamerikanischen Ländern, ist hier aber noch weitestgehend unbekannt. Trotzdem würde ich mich freuen, wenn du dir die Gruppe mal anschaust, denn ich kann sie selbst nur schwer einschätzen. Die Anfrage ist also nicht ganz uneigennützig. Viele Grüße aus dem Schwabenländle und danke für den neutralen und informativen Podcast. David
  • Erich Bärlin 16. Juni 2020 um 13:40 zu #9 Neuapostolische Kirche: Warten auf JesusFabian, du hast mit deiner Recherchen über die neuapostolische Kirche und deine Präsentation darüber eine sehr gute Arbeit gemacht, die für sehr viele dort sicherlich eine große Hilfe ist, weil du das sehr sachlich, aber auch sehr respektvoll gemacht hast. Gratulation für diese Herkulesarbeit! Mit über 60 habe ich 2018 mir und dem lieben Gott zuliebe diese Kirche verlassen, also aus gründlicher christlicher Überzeugung. Als dort Hineingeborener und als viele Jahrzehnte lang dort herzlich engagierter Amtsträger, zuletzt sogar als Gemeindeleiter kenne ich die Basis dieser Kirche sehr gut und kann das eine und andere ergänzen, was dir nicht zugänglich war, obwohl du das Wichtigste dazu sehr gut rübergebracht hast. Auch vielen Kommentaren hier stimme ich im Prinzip zu, außer dem streckenweise belehrenden Ton dabei, der mich verrückterweise sehr an den Umgang in den neuapostolischen Gemeinden und Bezirken miteinander erinnert hat, wo er lange Zeit völlig unverblümt so gepflegt worden ist, inzwischen zwar deutlich dezenter geworden, aber bei Weitem noch nicht verschwunden ist. Auch für mich läuft in der neuapostolischen Kirche viel zu vieles falsch, deswegen bin ich da weg, aber zu sagen, da sind alle dumm und verkehrt unterwegs, das geht für mich nicht. Das bringt mich nun aber auch auf einen ganz wesentlichen Aspekt der neuapostolischen Kirche, möglicherweise sogar auf den Kern des Problems der neuapostolischen Kirche. Das ist m. E. die autoritär patriarchale Prägung der Menschen dort, was an der in dieser Kirche immer noch weit verbreiteten niedrigschwelligen Rechthaberei einerseits und an der damit korrespondierenden allzu oft falschen und zu großzügigen Nachgiebigkeit andererseits erkennbar ist und für mich in jeder Gemeinde, wo ich hinkam, auch in letzter Zeit noch dort erlebbar war. Ein derartiger Umgang und Dialog miteinander lässt jedoch einen offenen und ehrlichen Gedankenaustusch viel zu wenig und in entscheidenden Punkten gar nicht zu. Vor allem dafür muss man den ehemaligen Kirchenleiter Friedrich Bischoff verantwortlich machen, der diese Kirche sehr nachhaltig autoritär, eigentlich totalitär patriarchal geprägt hat- bis heute. Seine speziellen Vorstellungen von Naherwartung waren doch nur die Rechtfertigung für seinen Putsch in dieser Kirche, nicht sein wirkliches Ziel. Dass diese Dogmatik mit seiner sgn. Botschaft in der neuapostolischen Kirche bis in die Gegenwart hinein Gültigkeit hat und immer noch wirksam ist, weil sie Überzeugungen prägte, kam in deinem Podkast sehr gut raus. Vielleicht war die patriarchale Haltung dieses Typen auch der Grund dafür, dass die in gleicher Weise tickende Anhängerschaft mit ihm zusammen die Macht in dieser Kirche an sich gerissen und die anderen egalitär und wirklich brüderlich Denkenden hinausgeekelt hatte. Dazu haben sie die Naherwartung als ein Alleinstellungsmerkmal der Kirche auf ihre Weise bestimmt und konnten so die anderen mit einer dem Anschein nach überlegenen Dogmatik hinauskicken, was Leber sogar noch 2013 dem Prinzip nach verteidigt hat. Für die neuapostolische Kirche ist es meiner Erfahrung nach sehr typisch, dass in fast jeder Gemeinde und in jedem Bezirk solche autoritär patriarchale Typen immer noch das Sagen haben. In dieser Kirche machen bevorzugt solche Typen Karriere, an denen man solche zupackende und übergriffige Qualitäten riechen kann oder die sich fast bis zur Unkenntlichkeit angepasst haben. Als man an mich herantrat, Vorsteher zu werden, war ich deswegen ziemlich verdutzt. Noch nicht vor allzu langer Zeit konnte man dort ziemlich heftig, auch laut in Schranken gewiesen werden. Heute tut man das in der neuapostolischen Kirche möglicherweise nicht mehr überall, man tut es aber immer noch an zu vielen Orten, macht es nun aber leiser, lässt jedoch den Standpunkt des anderen, auch wenn der recht hat oder keiner recht haben kann, nicht gelten, was der dann über die Rangordnung und Hierarchie irgendwann zu spüren kriegt! So ist man halt, auch wenn man einen frommen elitären Anspruch vor sich herträgt. Obwohl inzwischen der 6. Kirchenleiter der NAK im Amt ist und Bischoff `s Lehre erst nach über 60 Jahren Gültigkeit als falsch festgestellt worden ist, hört oder liest man bezeichnender Weise dort immer noch bei fast jeder Gelegenheit, wo man in der Gemeinde miteinander zu tun hat, den Namen Friederich Bischoff, wie wenn die anderen „Stammapostel“ immer noch nichts zu sagen hätten, denn der Kirchenverlag trägt immer noch diesen Namen, also seines Gründers (und de facto Besitzers), den seine Familie mit Opfergeldern der neuapostolischen Glaubensgeschwister finanziert bis Ende der 70ziger Jahre betrieb und führte, solange er eben einträglich war. Das war auch der Grund dafür, dass mit Leber ein weiterer Kirchenleiter aus dem Bischoffsclan ins Amt kam und erst nach über 60 Jahren von der Mehrheit der NAK Community das Dementi der Scheißbotschaft Bischoffs wenigstens der Form nach akzeptiert wurde. Von der Feststellung Schneiders 2014, dass Bischoffs „Botschaft“ tatsächlich eine Irrlehre war, nahm dort fast niemand Notiz. Konsequenzen zog daraus auch niemand. De facto ging und geht es dort vielen nicht hauptsächlich um wahre Jesu Lehre und Glauben, sondern um Macht oder fromme Idylle. Je wichtiger mir das Menschsein und Jesus jedoch wurde, umso weniger konnte ich diese Machtspiele ertragen, ich musste von da weg. Nicht nur den Patriarchen dort muss ich deswegen Vorwürfe machen, sondern auch den vielen Freundlichen, Sanften und Gutmütigen wegen ihrer Unwahrhaftigkeit und Oberflächlichkeit, denn Gutmütigkeit hilft der Liederlichkeit nach. Und, sie haben mich so im Stich gelassen! Es gibt nicht nur Übeltäter in dieser Kirche, sondern auch viele Opfer dieses jahrzehntelangen, totalitär patriarchalen Systems, deswegen würde ich vorschlagen, in der Diskussion über die NAK den Ton Fabians beizubehalten. Ja, viel zu viele Aussteiger brauchen eine Traumatherapie, muss ich inzwischen als Arzt feststellen, was übrigens die Krankenkasse und nicht diese Kirche bezahlen muss. Denen, die es in der neuapostolischen Kirche mit anderen Menschen oder auch mit Gott ehrlich meinen, sollten wir Mut machen zur Kritik, aber auch Gott zu entdecken oder das Gegenteil, Gott abzuschaffen, weil in der NAK Gott mit dieser Kirche gefühlt gleichgesetzt wird, damit diesen Leuten dort endlich eine gesunde Weiterentwicklung möglich wird, auch wenn sie diese Kirche nicht verlassen, beziehungsweise für sie gute und schöne Traditionen von dort, wie Musik machen, Krankenbesuche, miteinander Gottesdienst und Abendmahl feiern nicht aufgeben können und wollen. Wenn das wirklich ehrlich gemeint ist, warum nicht? Eure Aussteigerwut verstehe ich, hilft aber euch jetzt draußen nicht und auch keinem drinnen, weil Wut auch verletzten kann, nämlich alle die es in der NAK ehrlich meinen, aber die Welt noch nicht richtig verstehen können, und weil gefesselte Wut nicht frei macht! Auch ich bin dort um Heimat betrogen worden! Zur neuapostolischen Kirche aus meiner Sicht! Der Mensch ist dort in der NAK ganz allgemein nicht wirklich wichtig, meiner eigenen Erfahrung nach, außer er macht sich den Rechthabern dort und den herrschenden Clans nützlich. Genauso wenig gründlich und sorgfältig, wie dort die Bibel gelesen werden darf -da muss ich dem süffisant daherredenden Bruder Johanning klar widersprechen- genauso wenig nimmt man dort den Menschen und damit auch Gott seiner selbst wegen wahr und ernst. Wehe man entwickelt ergebnisoffen Gedanken bei der Bibelauslegung selbständig aus dem Heiligen Geist heraus weiter, den mir angeblich der Ap spendete, und versucht sich an der modernen Bibelwissenschaft zu orientieren, du fliegst raus! Das ist doch klar! Auf jeden Fall musst du dann für sehr lange Zeit den Mund halten. Fast 1 Jahr lang wurde ich als Priester still schweigend nicht mehr zum Altardienst gerufen! Über viele Monate lang einen Missfallen spüren zu lassen, ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren, ist doch eine äußerst fiese Methode von autoritären Patriarchen, sich jemanden gefügig zu machen! So ist das mit dem Bibellesen dort, Bruder Johanning! Erst recht ist es mir als Gemeindevorsteher unter Bruder Ehrich so ergangen. Ehrich ist Kirchenleiter in Süddeutschland, übrigens Schwiegersohn seines Vorgängers im Amt. Mit viel Charme versucht J L Schneider an den unheilbar rechthaberischen Betonköpfen der neuapostolischen Kirche zu bohren, macht aber damit seine innovative moderne Dogmatik zu sehr unkenntlich. Schneider meinte zwar ich würde für die Zukunft der Kirche zu schwarzsehen, nein ich bin nicht farbenblind geworden, auch wenn man in der NAK geistlich blind werden kann. Ich habe trotzdem auch gewisse Hoffnungen für die junge Generation in der neuapostolischen Kirche, obwohl ich skeptisch bin. Christ ist man doch erst, wenn man Gott einfach Gott sein lässt! So wie Du doch auch nur Du sein kannst und nichts anderes! Oder? Lass dir das nicht nehmen! Nehmt Jachwe bei seinem Namen ernst, ihr jungen Leute, und macht euch der elterlichen Prägung bewusst, dann kann es klappen! Wenn die Erneuerung der NAK jetzt wie die Vergangenheit von oben herab gemacht werden soll, was die immer noch autoritär undemokratische Kirchenleitung derzeitig versucht, weil diese Typen ja nichts anderes gelernt haben, dann wird sie scheitern, denn die Gemeinden haben dank Bischoff traditionell auch eine sehr eigensinnig rechthaberische und individuelle Prägung von der Basis her, die lange Zeit- wie die ganze Kirche von der Bischoffsfamilie- jeweils von Gründerfamilien beherrscht worden sind und zum Teil noch werden, was Gemeindefusionen übrigens meistens erst dann möglich macht, wenn die alten „gut apostolischen“ Granden tot sind. Warum nicht einen neuen Katechismus von der Basis in der Kirche diskutieren und mitschreiben lassen? Da doch jeder neuapostolische Christ „ den Heiligen Geist hat“, brauchen sich die Apostel dort doch keine Sorgen zu machen! Oder trauen Sie selber nicht einmal dem von Ihnen gespendeten Heiligen Geist? Klar man hat den Menschen dort mit einem geistlich totalitären System das geistliche Lernen und Denken systematisch abgewöhnt, Patriarchen brauchen sowas ja gar nicht, die Basis kann das aber trotzdem wieder lernen, also Matheteusates Jesu werden. Dann hat sogar Jesus in der NAK und die wahrhaftigen neuapostolischen Christen wieder eine echte Chance. Der mit dem Katechismus inzwischen relativierte- aber keinesfalls aufgegebene und den NAK Volksglauben weiterhin bestimmende- allein selig machende Anspruch der neuapostolischen Kirche gegenüber den Christen außerhalb dieser Kirche korrespondiert leider auch mit einer fehlenden geistlichen Partizipation der Mitglieder innerhalb dieser Kirche, denn geistliche Kompetenz haben dort nur Apostel und nicht jedes Gotteskind! Patriarchen genügt es also nicht bloß „Heiligen Geist zu haben“. Apostel und andere Amtsträger sind im Hinblick auf eine professionelle Arbeit mit der Bibel nur Laien, denn sie haben nicht gelernt mit in der Antike entstanden Texten umzugehen. Um die Bibeltexte verstehen zu können, ist Heiliger Geist wichtig, aber auch handwerkliche Fähigkeiten, Fleiß und wahrhaftiger Verstand, was aber von den kleinen und großen Patriarchen dort jedoch zulange Zeit verdummt werden durfte. Übrigens Kinder Gottes und Gotteskindschaft- ist dir das aufgefallen, Fabian?- das ist nicht dasselbe nach dem Verständnis der NAK, was man aber mit normalen Menschenverstand nicht wirklich nachvollziehen kann, was aber dazu dient, doch noch etwas ganz Besonderes zu sein im Vergleich zu andern Christen, wobei viele andere fromme Communities auch oft was ganz Besonders sein wollen. Sollen sie und dürfen sie auch! Entscheidend ist doch: „ An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen…!“ und jeder sollte deswegen mit seinen formalen Alleinstellungsmerkmalen aufpassen, denn er kann sich mit seiner Besonderheit sehr leicht unfruchtbar machen! Also willst du Früchte haben oder bloß etwas Besonders sein? Beides! Ok! Auch gut, dann musst du dich halt doppelt anstrengen. Mir genügen inzwischen die Früchte (aus dem Geiste Gottes)! Gottes Segen und Frieden allen denen, die sich damit wohlfühlen! Erich
  • Alice Tetzlaff 15. Juni 2020 um 14:22 zu WSW8: Corona-Esoterik-Kongress, Trump und Bleichmittel, Olaf Latzel, OCGHallo Liebe Hannah, ich weiß nicht ob es bei dir noch aktuell ist? Aber hier ein paar Impressionen zum Nachforschen für dich: Die Lebensreformbewegung ist vielleicht eine interessante Anlaufstelle. Die daraus sich entwickelten Strömungen, besonders die Rohkost-Szene sind seit je her besonders offen für diverse Ansichten. Rüdiger Dahlke kann man hier auch nennen. (Den ich besonders interessant finde, da er auch Arzt ist und dadurch noch mal einen ganz anderen Ruf genießt, vor allem was Corona an geht) Du sprichst die Probleme mit Yoga bzw. der Yoga-Szene an. Meine Einschätzung dazu ist, dass es für den Westen generell pathologisch ist, die östlichen Lehren (ich verallgemeiner mal ganz stark) falsch zu verstehen. Ausgehend von der Philosophie Decardes, der ein paar Dinge im Buddhismus falsch verstanden hat, bis hin zu dem von der NS Regierung hofierten, tibetanischen Buddhismus und dessen 'missbrauch'. Viele Esoteriker, vor allem zum 20. Jahrhundert hin, haben hier gerne gemixt (Helena Blavatsky als beispiel) um Ihre Lehren zu verbreiten. Vieles resultierte aus falschen Übersetzungen, falsch verstandenen historischen Dokumenten und nicht zuletzt das Stichwort für die Yoga-Eso- Szene: die menschliche Hybris. 'Erleuchtung' oder ähnliche Begriffe werden - nicht von allen - aber von vielen, aus einer westlichen Perspektive verstanden. Vor allem, weil die tatsächlichen Schriften und Lehren, die zu den jeweiligen Yoga Strömungen gehören, gar nicht richtig Studiert werden (oder auch können... wer kann schon Sanskrit? 😉 ) Einen Teil dieser Entwicklung liegt sicherlich auch in der in den 60er Jahren aufkommenden Counter-Culture der USA. (Generell ist Indien und Tibet so ein immer wieder aufkommendes Narrativ im Westen, wurde aber vor allem in den 60ern zu einem bis dato anhaltenden 'dauerbrenner') Nimm also einen Menschen mit einem nicht vorhandenes Fachwissen einer Yoga-Schule, mixe das mit dem Internet und du hast jemanden der sich mit einem mal als 'Erwacht' oder 'Erleuchtet' begreift. Ich beobachte seit einigen Jahren, dass viele Trends aus den USA (meist über die Schweiz) nach Deutschland 'importiert' werden. Vor allem was den, ich nenne es mal, esoterischen-Gesundheitsbereich anbelangt. Und wenn man an das Gesundheitssystem der USA denkt, dann ist es nicht verwunderlich, dass dann ebenfalls von manchen deutschen 'Gurus' Kaffeeinläufe gegen Krebs und Waldbaden gegen Corona empfohlen werden. Was einen traurigen Hintergrund hat, wenn man es mal genau bedenkt. Wenn du ein noch paar Namen zum selber nachforschen möchtest aus dem deutschsprachigen Raum: (Falls das hier nicht erwünscht ist, dann bitte das untere löschen 🙂 ) Christina von Dreien -> Verbindungen zu 'Time to be'/ 'Time to do' (Finde ich besonders interessant, weil hier das Schema Heilsbringer - Kind gut greift) Thomas Hornauer (interessant, weil er einer der ersten war, der Esoterik ins deutsche Fernsehen über spenden Basis gebracht hat) Rudolph Steiner und seine Anthroposophische Medizin (neuerdings gerne auch 'Holisitische Medizin' genannt bei manchen Heilpraktikern, vieles in den heutigen Heilpraktiker Schulen sind aus antiken, mittelalterlichen Lehren aber auch dem TCM und Ayuveda entlehnt.. also mal wieder ein typischer westlicher Mix, ohne Hintergrundwissen 😉 ) Dr. Probst und Rüdiger Dahlke (das sind DIE Stars!) Dieter Boers und Armin Risi (wenn es Richtung 'Naturwissenschaft' gehen soll) Bruno Würtenberger (ehemaliger 'chaneler', der dies jedoch vor gut zwei Jahren als 'betrug an sich selber' eingestanden hat) International: Maharishi Mahesh Yogi - Transzendentale Meditation Sadhguru (Auch hier wieder das Narrativ: Rohkost 🙂 ) Und noch zwei Beispiele auf Youtube: Raw Future Enrico Galvini
  • Simeon 25. Mai 2020 um 19:01 zu WSW2: Totenerweckung, Rülps-Heilung, Redeverbot für ScientologinIch finde die Reaktion der Volkshochschule übertrieben. Es sollte schon wenigstens beweise dafür geben, dass die Dozentin in ihren Veranstaltungen für Scientolgy wirbt. Solange das nicht der Fall ist, selbst wenn sie es außerhalb der Veranstaltungen im privaten bereich mit Teilnehmern tut, finde ich die Reaktion als nicht sonderlich angemessen.
  • Exing 22. Mai 2020 um 18:14 zu WSW8: Corona-Esoterik-Kongress, Trump und Bleichmittel, Olaf Latzel, OCGHallo Hannah, vielleicht ist die Seite Psiram.com (früher Esowatch.com) für Dich ja interessant. Da gibt es zwar auch keine Gesamtübersicht über die Zusammenhänge, aber bei vielen (aktuellen) Gesichtern der Esoterik- und Verschwörer-Szene(n) erfährt man, wer mit wem zusammenarbeitet und zusammengearbeitet hat. Psiram.com ist eine sogenannte Skeptiker-Seite, hauptsächlich von Atheisten/Agnostikern betrieben, die sich in Form eines Wiki und mit Hilfe von Blog-Beiträgen kritisch mit Esoterik, Pseudowischenschaften und Alternativmedizin auseinandersetzt. Liebe Grüße Exing
  • Boyra 20. Mai 2020 um 13:59 zu WSW8: Corona-Esoterik-Kongress, Trump und Bleichmittel, Olaf Latzel, OCGIch sehe in meinem Umfeld eher Leute, die mit Religion nie was am Hut hatten, die sich jetzt immer mehr irgendwelchen Pfingstgemeinden anschließen. Oder zumindest sogenannte Glaubensgrundkurse da mitmachen.
  • Sany 18 11. Mai 2020 um 19:34 zu #25 Kenneth Copeland und die Wort-des-Glaubens-BewegungDas finde ich gut - ich glaube, da könnte ich einiges dazu beitragen, wenn erwünscht... ... mittlerweilen ist die in Persönlichkeit gereifte Gründergeneration ausgewechselt worden gegen junge, leicht lenkbare Mitglieder... ... sehr schade wie man mit Kritik in den eigenen Reihen umgegangen ist - gerade in Bezug auf den Sektenvorwurf, der der TOS gegenüber im Raum steht, ist so gut wie keine Selbstkritik da gewesen - im Gegenteil .... ... ein Großteil der Leiter und Gründer, die das Werk aufgebaut haben, sind ähnlich wie im Gospelforum, Lüdenscheid und anderen solchen Gruppierungen gegangen (worden).... Es wäre interessant zu analysieren, warum das flächendeckend so abläuft, man könnte ja auch zu seiner Vergangeheit stehen, sich den Vorwürfen stellen und die Schäden, die man angerichtet hat, wiedergutmachen.
  • Gaby 10. Mai 2020 um 14:21 zu #25 Kenneth Copeland und die Wort-des-Glaubens-Bewegungauch von mir ein großes Lob für deinen Bericht! Danke für deinen intensiven Recherche-Einsatz. Das mit den Träumen kann ich gut nachvollziehen, denn ich war einige Jahre in der WDG-Szene und habe lange gebraucht, um dort auszusteigen. Hätte ich damals deinen Podcast schon gehört, wäre es sicherlich schneller gegangen, denn ich finde, du hast viele Dinge sehr gut benannt und auf den Punkt gebracht. Das „Seelen-Business“ von KCM erinnert mich sehr an Multi-Level-Marketing (MLM). Wenige charismatische „Vertreter“ werden reich auf Kosten des zahlreichen, stark fluktuierenden „Fußvolkes“, das geködert wird durch: - einfaches Erfolgsrezept (z.B. für „praktische Plastik-Haushaltshelfer“ zu werben (missionieren), um diese zu verkaufen… wahlweise aber auch Schminkzeug, Staubsauger, Kräutertees etc…). - niedrigschwelligen Eintritt (z.B. Starterkit kaufen) - regelmäßige Motivationsversammlungen, in denen es ständigen Lobpreis auf das System gibt (natürlich ohne Kritik), Erfolgs-„Zeugnisse“ einiger erfolgreicher Mitarbeiter erzählt werden, und immer wieder Motivation gepredigt wird, weiterzumachen und Durststrecken durchzuhalten. Auch wird oft betont, eine große „Familie“ zu sein. - Wenn jemand aussteigt, war er eben nicht fleißig („hingegeben“) genug und hat selbst schuld. Am Ende bleiben die meisten „Nachfolger“ dieses MLM-Systems mit z.B. riesigen Taschen von Plastikschüsseln (oder Schminkzeug, Staubsauger-Zubehör, Kräutertees etc.) übrig…. Im Vergleich zum MLM halte ich aber das „Seelen-Business“ von KCM und ähnliche Wort-des-Glaubens-Gruppen für sehr viel gefährlicher, denn hier werden extrem unrealistische Hoffnungen geweckt. Es wird mit nicht überprüfbaren spirituellen Aussagen gearbeitet, die Menschen in eine psychisch gefährliche Negativspirale der Selbstanklage bringen kann, wenn sich ihre Hoffnungen nicht erfüllen. Durch das dualistische Weltbild wird oft auch die Angst vor Satan, Dämonen geschürt und mit magischem Denken argumentiert, dass „Satan bei Ungehorsam (und/oder Zweifeln, also nicht perfektem Glauben) Anrecht bekäme, im Leben dieses Menschen Unheil zu bewirken.“ Dies kann zu starken Ängsten und Verfolgungswahn führen. Auch wird in WDG-Gemeinschaften ein erbarmungsloses, mechanistisches „Deal“-Gottesbild vermittelt: „Glaubens-Versager“ haben angeblich selbst schuld, weil „Gott für sie nichts mehr tun kann“. Solche Leute werden dann oft von der Gruppe fallengelassen und teilweise sogar bewusst gemieden bzw. isoliert, damit sie mit ihrem „Unglauben“ nicht noch andere Gruppenmitglieder anstecken.
  • Hannah 10. Mai 2020 um 12:02 zu WSW8: Corona-Esoterik-Kongress, Trump und Bleichmittel, Olaf Latzel, OCGVielen Dank für deine Antwort und den Hinweis zu den Büchern! Finde super, dass du für eine solche Folge recherchierst! Ich stimme dir voll zu, es wird alles nur sehr oberflächlich angeschaut a la "guckt mal, was für Spinner." Aber nie nach dem gesamten Zusammenhang geguckt. Ich bin inzwischen etwas tiefer in der Materie eingestiegen und hätte auch Interesse an einem Austausch darüber. Viele Grüße Hannah
  • Fabian 10. Mai 2020 um 10:43 zu WSW8: Corona-Esoterik-Kongress, Trump und Bleichmittel, Olaf Latzel, OCGVielen Dank für deine Anmerkungen und Ausführungen! Leider ist mir - bislang - keine solche gute Quelle bekannt. Ich recherchiere derzeit für eine Folge zum Thema Esoterik, aber habe so einen guten Gesamtüberblick noch nicht gefunden. Das "Schwarzbuch Esoterik" von Ursula Caberta kann ich nicht empfehlen. Besser ist da schon "New cAge" von Johannes Fischler. Aber auc da fehlt, soweit ich das bisher überblicke, ein solcher Gesamtüberblick. Der ist vielleicht aber auch sehr schwer nachzuvollziehen und es wäre eine enorme Recherche erforderlich. Meine Wahrnehmung ist, dass sich viele Journalisten/Autoren vor allem an den kuriosen Stilblüten abarbeiten. Ohne Frage ist das wichtig, weil da viel gefährliches und gesundheitsgefährdentes Zeug dabei ist. Aber eine Einordnung: Woher kommt das eigentlich? Was sind gemeinsame Glaubensgrundlagen von Esoterikern,... das fehlt weitestgehend. Ich versuche, auch v.a. in diese Richtung mit meiner Folge zu arbeiten. Liebe Grüße! Fabian
  • Fabian 10. Mai 2020 um 10:37 zu #25 Kenneth Copeland und die Wort-des-Glaubens-BewegungNein, das hast du nicht überhört. Vielen Dank für diese wichtige Anmerkung! Das werde ich in einer kommenden Folge noch nachtragen. Komischerweise ist mir das bei der Recherche so nirgends begegnet. ICh häng mich aber nochmal dahinter 🙂 Danke für den Hinweis und liebe Grüße! Fabian
  • Fabian 10. Mai 2020 um 10:34 zu WSW8: Corona-Esoterik-Kongress, Trump und Bleichmittel, Olaf Latzel, OCGJa, in der Tat. Zu den Parallelen zwischen manchen politischen Parteien/Systemen und "Sekten" kommt nächste Woche eine Folge 🙂 Liebe Grüße! Fabian
  • Fabian 10. Mai 2020 um 10:32 zu #25 Kenneth Copeland und die Wort-des-Glaubens-BewegungDanke für die spannenden Einsichten! Die TOS nehme ich mir irgendwann auch nochmal in einer Folge ausführlich vor.
  • Sany 18 6. Mai 2020 um 23:16 zu #25 Kenneth Copeland und die Wort-des-Glaubens-BewegungHallo Fabian Kenyon und Osteen kenne ich auch aus der TOS Tübingen - die Lehre ist Grundlage der TSM - der Bibelschule der TOS. Ich habe vieles von dem was du beschrieben hast wiedererkannt - Wohlstand und ein Leben im Sieg spielt da auch eine große Rolle . Geld ist ganz wichtig - in der tos ist der Zehnte vom brutto das Minimum- der gehört Gott- zahlst du das nicht bestiehlst du Gott. Darüberhinaus gibt es zig Opferaufrufe für alles mögliche - da kommen locker mal Summen im 4 bis 5 stelligen Bereich zusammen. Und statt Konto im Himmel heißt es dort Saat in guten Boden, die Ernte empfängt man dann . Und guter Boden sind die Leiter - allen voran Jobst und Charlotte Bittner. Da haben viele sehr viel Geld reingesteckt - heute besitzt die tos zig Gebäude ... Ich kann dort auch sehen, dass Menschen kaputt gemacht wurden , die nicht so aus Glauben leben konnten- also nicht zu Superchristen mutierten ... das Evangelium der Gnade wird dort nicht gepredigt .. Fluktuation ist auch typisch für die tos ... in den letzten Jahren sind allerdings eine ganze Reihe an Mitgliedern die 20-30 Jahre dabei waren .. da kommt man auf Spendensummen im 6-stelligen Bereich ... Danke auf jeden Fall für die Information- in der tos lebt man wie auf einer Insel - und solch eine differenzierte Analyse hört man dort natürlich nicht - das wäre ja zu kritisch und dämonisch... 🙈 Und ja - Jobst glaubt das was er sagt und tut vermutlich auch selbst .... du beschreibst das was wir dort erlebt haben ziemlich gut. Ganz schön verrückt es mit Abstand so zu hören . Peinlich !
  • Ulli 6. Mai 2020 um 14:50 zu WSW8: Corona-Esoterik-Kongress, Trump und Bleichmittel, Olaf Latzel, OCGDie Grenze zwischen Glaube und Politik verschwimmt immer mehr. Es gibt viele Menschen, die sich leider nicht auf Fakten basierend eine Meinung bilden, sondern populistischen Aussagen viel mehr Glauben schenken. Gerade Trump wird von seinen Anhängern ja in quasi religiösem Eifer verteidigt. Da ist auch egal, wie viel Mist er verzapft. Durch die Abkehr von der Kirche brauchen immer mehr Menschen etwas woran sie glauben können. Da kommen Verschwörungstheorien und solche Glaubensrichtungen wie die Esoterik, oder der Wirtschaftsevangelismus natürlich gerade recht. Sie sind schön einfach. Man zahlt einfach nur einen Betrag X an Y und schon werden vermeintlich alle Probleme gelöst. Das Coronavirus gibt es nicht? Dann muss man sich auch nicht einschränken und kann wieder in den Urlaub fahren und sich mit Freunden treffen. So etwas ist natürlich auch auf einige politische Parteien anwendbar.
  • Jan 6. Mai 2020 um 9:11 zu #25 Kenneth Copeland und die Wort-des-Glaubens-BewegungHallo, tolle Folge, sehr faszinierend. Vielleicht habe ich es überhört, aber Du hast in der Folge einen (oder den hauptsächlichen) Grund des wahnsinnigen Reichtums von Kenneth Copeland vergessen zu erwähnen: die Gasvorkommen auf seinen Grundstücken. Er erwähnte dies nebenbei in dem viralen Video von Inside Edition, wo er auf die Geschichte mit "Tube full of daemons" angesprochen wurde und man kann diese Aussage auch leicht verifizieren (wenn auch nicht genau in Dollar): auf dem Grundstück von KCM in Fort Worth kann man auf Google Maps zahlreiche seltsame geschotterte Flächen sehen, die jeweils eine Gasquelle darstellen. Er lebt also auf "goldenem" Grund. Wir selber haben ein Grundstück in Texas und auf Grundstücken in der Nähe (leider nicht auf unserem) ist ebenfalls alles voll von solchen Quellen. Zwar sind viele der amerikanischen Teleevangelisten steinreich, aber Kenneth Copeland liegt auf ungewöhnliche Weise darüber, wobei das Gas das Phänomen erklärt.
  • Fabian 4. Mai 2020 um 13:36 zu WSW8: Corona-Esoterik-Kongress, Trump und Bleichmittel, Olaf Latzel, OCGJa, ich stimme dir zu. Ich glaube, das "binden an die eigene Gemeinschaft" gilt für allem für Menschen, die sich schon in einer Gruppe befinden bzw in Kontakt mit ihr stehen. Ich glaube, dass für alle, die "auf der Suche" sind, bzw. ungebunden, gerade solchen Krisen die Gefahr bergen an solche Schwarz-Weiß-Gruppen zu kommen und von deren Lehren angezogen zu werden. Vor allem aber glaube ich im Bereich der Verschwörungsmythen oder esoterischen Gruppen, denen einfache Erklärugnen zugrunde liegen, die auf den ersten Blick plausibel klingen.