#1 Was sind Sekten?

Secta startet durch! In diesem Podcast soll es um Sekten und religiöse Sondergemeinschaften gehen. Doch: Was versteht man eigentlich unter einer Sekte? Und was ist eine “religiöse Sondergemeinschaft”? Diese Fragen sollen in der Pilotfolge beantwortet werden, bevor es dann inhaltlich so richtig losgeht.

Links zu dieser Folge:

Credits:

Postproduktion: Tobias Sauer, ruach.jetzt

Die Titelmusik zu dieser Folge stammt von Kevin MacLeod, die Trenner-Sounds von Sergey Cheremisinov. Der Layer im Hintergrund der Sekten-Checkliste ist von Ibuki Fkuda.

9 Äußerungen zu #1 Was sind Sekten?

  1. Wuhuuu, ein neuer Podcast! Noch dazu einer mit einem spannenden Thema! Ich bin gespannt, die erste Folge war ja eher noch mit so grundlegenden Sachen beschäftigt (trotzdem fand ich es interessant), wenn es dann so richtig losgeht. Ich bleibe dran!
    glg Miri

    1. Danke für deinen Kommentar – und ich bin gespannt wie dir Folge 2 gefällt, da geht’s dann “so richtig los”! 😀

  2. Was für ein interessantes Feld. Ich selbst habe schon unzählige Dokumentationen zum Thema Sekten “verschlungen” und finde die Mechanismen hinter solchen Glaubensgemeinschaften unglaublich spannend. Am meisten hat mich der Peoples Temple und die Jonestown Tragödie fasziniert, aber auch die Machenschaften und der unfassbare Aufstieg von Scientology.
    Freu mich schon sehr, das alles in einem Podcast aufbereitet, zu lauschen.

    Liebe Grüße

    1. Hallo Vilhelmina, vielen Dank für deinen Kommentar!

      Ja, ich finde das Thema – Überraschung! 🙂 – auch unglaublich spannend. People’s Temple ist sicher eine der krassesten, wenn nicht die krasseste Geschichte wenn es um Sekten geht. Das wird sicher Thema einer Folge. Ebenso Scientology. Die beiden dürfen ja in so einem Podcast auf keinen Fall fehlen. Beides sind aber ungeheuer komplexe Themen, da muss ich mal noch genau überlegen, wie sich das am besten runterbrechen lässt.

      Freut mich jedenfalls, wenn du dranbleibst!
      Fabian

  3. Hallo Fabian!

    Insbesondere die 17 Merkmale von gefährlichen Kulten (so würde ich das eher bezeichnen) treffen ja nun durchaus auch auf nichtreligiöse Gemeinschaften zu… Manche Parteien, manche Gemeinde kann man dazu zählen. Entscheidend ist wohl die Reaktion des Individuums.

    Religiosität ist eine verständliche Reaktion der Menschen auf eine für sie nicht vollständig verständliche Welt, aus meiner Sicht. Auch ich habe Erfahrungen, in Bibelkreisen, auch einmal bei Charismatikern. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass der größte Teil nicht oder schlecht therapierte Geisteskranke waren. Ich bin allerdings auch kein Psychiater oder Psychologe, habe allerdings auch in der Hinsicht einiges an Erfahrung…

    Heute sehe ich mich als Agnostiker oder Atheisten.
    Ich erkenne durchaus und durchaus auch an, dass Religiosität und Glaube einigen Menschen etwas bringt, erwarte allerdings auch Respekt dafür, dass für mich ein höheres Wesen, von mir aus Gott, nicht als Erklärungsmodell taugt. Auch nicht als Trost… Trotzdem verwende ich manchmal ein Gebet; mehr als psychologische Hilfe, denn aus Glauben. Und Gospel ist für mich einfach eine wunderbare Musik, bei der mich überhaupt nicht wundert, dass sie manche Menschen zum Glauben führt…!

    Podcast-Empfehlungen für diese Richtung habe ich auch:

    Ketzer 2.0 (feeds.feedburner.com/ketzerpodcast)

    Wissenschaftlich/Kritisch:

    skeptikerchrist (skeptikerchrist.podcaster.de)

    Glaubenssache (glaubenssache.info)

    Englisch:

    SGU (The Skeptics’ Guide to the Universe; http://www.theskepticsguide.org/podcast/sgu)

    Ganz liebe Grüße, Felix alias ”Upright Bassist“

    1. Hallo Fabian!

      Zwei Anmerkungen noch zu meinen Podcast-Empfehlungen:

      1. Beim Podcast „skeptischerchrist“ habe ich versehentlich „Skeptiker Christ“ angegeben; dadurch funktioniert natürlich der angegebene Link auch nicht. Richtig wäre dieser:

      skeptischerchrist.podcaster.de

      2. Beim SGU kann ich zwar sämtliche Episoden downloaden auf der Seite, möchte ich aber abonnieren, ist es besser, auf die Homepage zu gehen; dazu am besten oben auf das SGU-Symbol klicken beziehungsweise tippen, dann etwas weiter unten die Subscribe-Schaltfläche* auswählen. Fertig! Gar nicht schwer…
      * Das ist das bekannte Symbol für RSS; der Punkt mit den von dort ausgehenden Viertelkreissektoren, in einem Quadrat… 😉

      Ganz liebe, etwas müde Grüße von Felix (weißt schon, alias…)

    2. Hallo Felix!

      Insbesondere die 17 Merkmale von gefährlichen Kulten (so würde ich das eher bezeichnen) treffen ja nun durchaus auch auf nichtreligiöse Gemeinschaften zu… Manche Parteien, manche Gemeinde kann man dazu zählen. Entscheidend ist wohl die Reaktion des Individuums.

      Ja, im Großen und Ganzen Zustimmung. Nur würde ich sagen: Es sind ja eben nicht nur Merkmale von “gefährlichen Kulten”, sondern treffen eben auch, wie du ja sagst, auf allerlei Gemeinschaften zu. Eine “Umetikettierung” fände ich deshalb gerade nicht sinnvoll, da die Liste ja erstmal ganz neutral dazu dienen kann, aufzuzeigen, wann eine Gruppe(-nstruktur) – ganz egal ob religiös oder nicht- problematische Züge annimmt.

      Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass der größte Teil nicht oder schlecht therapierte Geisteskranke waren.

      Ich war auf schon häufiger in charismatischen Gemeinden unterwegs, und auch mir ist das sehr suspekt. Ich glaube – aus meinen Erfahrungen heraus – aber nicht, dass das alles seelisch gestörte Menschen sind. Ich kann mit einem solchen emotional-ekstatischen Zugang auch nichts anfangen, verbuche das immer (aus Ermangelung eines besseren Wortes) unter “Typsache”. Blödes Beispiel, aber merkt man ja beim Fußball auch: Die einen rasten im Stadion aus und sind emotional total ergriffen, die anderen sitzen auf der Couch, zippeln ihr Bierchen und erfreuen sich so an einem guten Spiel. Oder bei einem Musik-Konzert: Die einen müssen total mit dem Körper mitgehen, die anderen lauschen ruhig und genießen im Innern. So (ähnlich) würde ich das auch mit verschiedenen Arten von Religiosität deuten; jeder fühlt sich auf andere Weisen angesprochen. Ich – für mich – weigere mich jedoch, meine Art und Weise (ich bin eher der meditativ-rationale Typ, glaube ich) als “die eine richtige” zu verstehen.

      Ich erkenne durchaus auch an, dass Religiosität und Glaube einigen Menschen etwas bringt, erwarte allerdings auch Respekt dafür, dass für mich ein höheres Wesen, von mir aus Gott, nicht als Erklärungsmodell taugt.

      Den Respekt hast du meinerseits zu 100%! Ich kann sehr gut verstehen, wenn man nicht an einen Gott glauben kann, will, … whatever. Ohne zu viel vom Thema abzuschweifen, nur zwei Sätze: Bei mir ist es tatsächlich so, dass Gott auch nicht zuallererst als Tröster oder Erklärung für eine Welt herhalten muss, die ich nicht verstehe. Mir erscheint die Annahme eines Gottes (was auch immer man darunter versteht, das geht hier zu weit) einfach logischer als die Annahme, es gäbe keinen Gott. Leider ist es so, dass man allein für diese Aussage in diversen atheistischen Foren (FB-Gruppen, Blogs,…), auf denen ich als stiller Mitleser schon seit einigen Jahren unterwegs bin, sich üble Beschimpfungen anhören muss, die mit dem Wort “Religiot” erst anfangen. Erst gestern habe ich bei FB wieder beobachtet, wie in der Gruppe “Skeptiker und Gläubige” ein neues Mitglied sich freundlich vorgestellt hat und es gewagt hat, tatsächlich zu sagen, sie sei gläubig. Daraufhin ging die feindselige Tirade los, sie kam aus dem Rechtfertigen gar nicht mehr heraus und wusste – verständlicherweise – auch gar nicht, wie ihr geschah. Das ist für mich kein Dialog, das ist einfach kindisch, naiv und dumm. Die Erwartung gebe ich also zurück: Für einen konstruktiven Dialog gilt auch für Atheisten, dass sie akzeptieren und respektieren müssen, dass es andere Meinungen zu dem Thema gibt – und das so auch in Ordnung ist.

      Schön jedenfalls, dass du diesen Respekt zeigst. Und darum geht es mir auch bei Secta: Zu lernen, was es alles für unterschiedliche Sichten auf die Welt gibt, sich auch zu wundern, wie verdreht, kurios und gefährlich die aus unserer Sicht sein können. Ich merke aber, dass wenn ich mich mit diesen Themen beschäftige, ich auch immer mehr lerne, meine eigene Weltsicht zu hinterfragen. Und das ist gut so – egal, ob man dies als Christ, Atheist, Muslim oder Buddhist tut. Denn das, um den Bogen zu schließen, beugt letztlich auch vor. In Sekten oder sektenähnlichen Gruppen findet ein solches Hinterfragen und Sich-Selbst-Kritisieren nämlich (nicht) mehr statt.

      Viele Liebe Grüße!

      Fabian

      PS: Danke für die Podcast-Empfehlungen. “Glaubenssache” habe ich komplett gehört, finde ich großartig, weil da genau dieser Respekt vorherrscht, den ich mir wünsche. “Skeptischer Christ” habe ich auch schonmal reingehört, da war allerdings die Tonqualität so miserabel, dass ich mir es nicht länger anhören konnte :-). Vielleicht gebe ich ihm noch eine Chance. Und Ketzer 2.0, mh. Ich kenne den Blog sehr gut, auf dem sich die Macher viel tummeln (Atheist Media Blog). Und das hat mich ehrlich gesagt bisher davon abgehalten, in den Podcast reinzuhören. Da fehlt mir nämlich genau dieser Respekt, von dem ich oben gesprochen habe. Vielleicht werde ich doch mal reinhören. Den englischen Tipp werde ich mir auf jeden Fall mal anhören!

  4. Vielen Dank für diesen neuen Podcast! Ich habe gerade alle bisherigen Folgen am Stück gehört und warte jetzt gespannt auf das, was noch kommen wird.
    Mich freut vor allem, dass es sehr sachlich-informativ zu werden scheint und nicht nur am konventionellen evangelischen Glauben gemessen wird.
    Das hätte ja durchaus auch so werden können. Bitte nicht böse aufnehmen, ich freue mich wirklich. Aber leider kenne ich genügend Leute jedes Glaubens, Nichtglaubens und aus diversen “Sekten”, die niemals dazu fähig wären, andere Gruppierungen (oder die eigene…) unvoreingenommen zu betrachten.

    1. Liebe Melanie, vielen Dank für die lobenden Worte! Ja, das ist tatsächlich mein Anspruch: Meine Brille als evangelischer Christ, der ich nun einmal bin, abzusetzen und einfach mal zu gucken, was denn diese religiösen Gemeinschaften glauben. Und ja, ich kenne auch viele, denen eine unvoreingenommene Betrachtung schwer fällt. Ich kann das auch nachvollziehen. Ich bin mir jedoch auch bewusst, dass ich als Christ Zeugs glaube, das andere – auch aus guten Gründen – für Schwachsinn halten. Deshalb ist mir da jede “Arroganz” fern 🙂

      Viele Grüße!
      Fabian

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